Luzern wird zum nächsten Härtetest
Team Deutschland-Achter will sich beim Weltcup-Finale auf dem Rotsee im internationalen Feld nach vorne arbeitenNach dem Auftakt in die internationale Saison in Sevilla richtet sich der Blick des Team Deutschland-Achter auf den dritten Weltcup der Saison in Luzern, der von Freitag bis Sonntag stattfindet. Alle Boote wollen auf dem Rotsee ihre Fortschritte aus dem Training bestätigen und sich im starken internationalen Feld weiter nach vorne arbeiten.
Im Deutschland-Achter lag der Fokus zuletzt vor allem auf der Weiterentwicklung der Renneffizienz. Beim Weltcup in Sevilla zeigte das Boot über weite Strecken ein gutes Bild, führte auf den ersten 500 Metern sogar das Feld an, musste im weiteren Rennverlauf jedoch anderen Nationen, den Niederlanden, Großbritannien und Rumänien, den Vortritt aufs Podium lassen. „Wir haben daran gearbeitet, die Effizienz der Schläge zu verbessern und sind da Schritt für Schritt vorangekommen“, berichtet Bundestrainer Mark Emke. Die intensive Trainingsphase in Dortmund unter teils hohen Temperaturen soll sich in Luzern auszahlen, wo ebenfalls sommerliche Bedingungen erwartet werden.
„Wir wollen aufs Podium“
Insgesamt gehen auf dem Rotsee acht Achter ins Rennen, darunter wieder Olympiasieger Großbritannien und die Weltmeister aus den Niederlanden, die auch zuletzt in Sevilla den Bugball vorne hatten. Mit Australien, China und Indien sind diesmal auch drei Nationen aus Übersee dabei. Das Ziel des Deutschland-Achter ist es, die Lücke nach oben weiter zu schließen. „Wir wollen nah dran sein und aufs Podium – im Idealfall ganz nach vorne“, sagt Emke. Dafür geht die Crew wieder mit Sönke Kruse, Theis Hagemeister, Tobias Strangemann, Tassilo von Müller, Olaf Roggensack, Mattes Schönherr, Julius Christ, Paul Klapperich und Steuermann Jonas Wiesen an den Start. Im Vergleich zu Sevilla mit einer kleineren internen Rotation: Theis Hagemeister rückt auf Position 7 vor, Die Bugpositionen besetzen Julius Christ auf der 2 und Paul Klapperich auf der 1.
Gute Entwicklung im Vierer
Der Vierer ohne Steuermann reist mit einer deutlich stabileren Vorbereitung in die Schweiz als vor dem Weltcup in Sevilla. Während damals Ausfälle die Trainingsarbeit erschwerten und letztlich auch beim Wettkampf umbesetzt werden musste, konnte das Quartett diesmal über einen längeren Zeitraum geschlossen in voller Besetzung trainieren. In Luzern tritt der Vierer wieder in Originalbesetzung an: Jasper Angl, Benedict Eggeling, René Schmela und Mark Hinrichs. „Es ist schön zu sehen, wie die Jungs vorwärtskommen, wenn sie gemeinsam arbeiten können. Das hat richtig Spaß gemacht“, erzählt Bundestrainerin Sabine Tschäge. Der im Training erarbeitete Rhythmus soll nun auch im Rennen umgesetzt werden, um sich im starken, mit 20 Booten besetzten Feld weiter nach vorne zu schieben.
„Zweier ein hart umkämpftes Geschäft“
Auch der Zweier ohne Steuermann mit Frederik Breuer und Leonard Brahms geht mit Rückenwind in den zweiten Weltcup. Die Vorbereitung der beiden Athleten war zuletzt durch Studienverpflichtungen an der Cambridge University geprägt, weil sie parallel ihre Scheinfreiheit für das kommende WM-Trainingslager in Ratzeburg vorbereiten. Dennoch haben beide im Training wieder wichtige Schritte gemacht. In Sevilla zeigte das Duo bereits vielversprechende Leistungen und konnte erste Erfahrungen auf internationalem Niveau sammeln. Darauf soll aufgebaut werden. „Der Zweier ist ein hart umkämpftes Geschäft, in dem viele Nationen sehr stark besetzt sind. Da braucht es Zeit und gemeinsame Rennerfahrung, um nach vorne zu kommen“, so Tschäge. Genau diese Erfahrung wollen die beiden nun weiter ausbauen und dabei den nächsten Sprung machen.
Als Ersatzfahrer stehen Hanno Brach und Max John zur Verfügung und könnten ebenfalls im Zweier eingesetzt werden, sofern sich im Verlauf der Regatta keine Ausfälle in den anderen Booten ergeben sollten. Insgesamt sind in Luzern 21 Boote im Zweierfeld gemeldet.
Freitag Vorläufe, Sonntag Finals
Am Mittwochmorgen ist das Team Deutschland-Achter nach Luzern angereist. Die ersten Vorläufe stehen am Freitag auf dem Programm: Der Zweier startet um 12:07 Uhr, der Vierer um 12:39 Uhr und der Deutschland-Achter um 15:43 Uhr. Am Samstag stehen für den Zweier (11:37 Uhr) und den Vierer (12:11 Uhr) die Halbfinals an. Die A-Finals steigen am Sonntag um 11:49 Uhr (M2-), 12:41 Uhr (M4-) und 13:20 Uhr (M8+).
24.06.2026 | von Felix Kannengießer
Eindrücke vom Training in Dortmund.
Fotos: Marc Niemeyer
Termine & Ergebnisse
Saison 2025/2026:
26.-28.06.2026: Weltcup in Luzern (Schweiz)
06.-24.07.2026: Trainingslager in Ratzeburg
25./26.07.2026: The Finals in Hannover
31.07.-02.08.2026: Europameisterschaften in Varese (Italien)
04.-15.08.2026: Trainingslager in Ratzeburg
24.-30.08.2026: Weltmeisterschaften in Amsterdam (Niederlande)
04.-06.09.2026: SH Netz Cup in Rendsburg
Unser weiterer Weg nach LA2028:
Weltmeisterschaften 2027 in Luzern (Schweiz)
Olympische Spiele 2028 in Los Angeles (USA, 14.-30. Juli 2028)
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