„Eine zusätzliche Motivation“

Wilo-Foundation fördert zehn Nachwuchstalente. Zweiter Teil der Vorstellung.

Auch im zweiten Teil unserer Vorstellung der Wilo-Stipendiaten stehen Athleten im Mittelpunkt, die den Traum vom Team Deutschland-Achter verfolgen. Die Förderung der Wilo-Foundation hilft ihnen dabei, sich auf ihrem Weg im U23-Bereich bestmöglich weiterzuentwickeln und ihren Zielen näherzukommen.

In diesem Jahr hat die Wilo-Foundation insgesamt zehn Stipendien vergeben. Ein Ausbildungsstipendium haben Justus Beckmann, Vinzent Kuhn, Leon Gronbach, Max Goede, Julius Kaim, David Kalle und Leo Fischer erhalten. Moritz Bitz, Julius Watzka und Collin Liebe freuen sich über ein Juniorenstipendium. Es umfasst eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 250 Euro pro Monat, damit sich die Athleten auf ihren Sport konzentrieren können. Die Förderung beinhaltet außerdem ein Mentorenprogramm, bei dem erfahrene Sportler aus dem A-Kader den jungen Ruderern zur Seite stehen.

Leon Gronbach

Leon Gronbach wird bereits im zweiten Jahr von der Wilo-Foundation gefördert. Nach einer starken letzten Saison mit zwei deutschen Meistertiteln und WM-Bronze im Achter verlief auch der Winter vielversprechend: Bester U23-Zweier in Leipzig und bei der DM in München (gemeinsam mit Justus Beckmann). Trotz eines kleinen Dämpfers zuletzt in Ratzeburg blickt er nach vorne. Sein großes Ziel bleibt die erneute Nominierung für den Achter und die U23-WM in Duisburg. „Ich möchte bei der WM im schnellstmöglichen Boot sitzen und an den Erfolg vom letzten Jahr anknüpfen“, sagt der 20-Jährige aus Speyer. Die Förderung der Wilo-Foundation verschafft ihm dabei die nötigen Freiräume, um sich auf sein Studium für Nachhaltige Energiesysteme und den Leistungssport konzentrieren zu können: „Das Stipendium ist eine große Entlastung.“

David Kalle

David Kalle ist der Lokalmatador im U23-Kader. Der Dortmunder rudert für den RC Herdecke und trainiert bereits seit vier Jahren am Stützpunkt. „Hier habe ich die beste Infrastruktur und bin im Blick der Bundestrainer“, sagt der 22-Jährige. Nach zwei von Verletzungen geprägten Jahren konnte Kalle zuletzt größere Fortschritte machen. In seinem letzten U23-Jahr hofft er nun auf seine erste internationale Nominierung, nachdem er bereits zweimal Edelmetall auf den Deutschen U19- und U23-Meisterschaften abräumen konnte. Das Wilo-Stipendium sieht der Student der Wirtschaftswissenschaften als Anerkennung: „Es ist eine zusätzliche Motivation und zeigt mir, dass meine Fortschritte wahrgenommen werden.“

Vinzent Kuhn

Für Vinzent Kuhn hat sich der Zweier als favorisierte Bootsklasse herauskristallisiert: Nach WM-Bronze bei den Junioren 2022 und U23-WM-Silber im vergangenen Jahr möchte er nun erneut ganz vorne angreifen. „WM-Silber im Zweier war schon ziemlich krass. Da will ich nochmal so nah wie möglich rankommen“, sagt er. Seit seiner Ankunft am Stützpunkt im Herbst 2023 hat Kuhn einige Entwicklungsschritte gemacht, physisch wie ruderisch. „Da habe ich auch von den vielen Trainingspartnern in unserer großen Gruppe profitiert“, erzählt der 21-Jährige, der nun schon im dritten Jahr Stipendiat ist: „Das ist eine finanzielle Entlastung, denn als Sportler musst du viel Essen und es gibt einige Dinge drumherum, wie Nahrungsergänzungsmittel. Gut finde ich auch das Mentorenprogramm.“

Leo Fischer

Der U19-Vizeweltmeister von 2023 im Achter hat den Schritt aus Bremen ins Ruhrgebiet gewagt, um sich am Stützpunkt optimal weiterzuentwickeln. Nach einer Pendelphase trainiert Leo Fischer seit September 2025 vollständig in Dortmund und bereitet sich auf die nächsten Schritte im U23-Bereich vor. „Mein Ziel ist es, internationale Rennen zu fahren. Ich will weiterkommen, als ich es bislang geschafft habe. Und perspektivisch möchte ich mich auf die Zeit im Seniorenbereich vorbereiten“, erklärt Fischer, der nun im vorletzten U23-Jahr ist und ab Winter Sportwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum studiert. Das Wilo-Stipendium ist ihm auf dem Weg zu seinen Zielen eine große Hilfe: „Im Rudern verdient man keine Unsummen wie im Fußball. Deshalb ist diese Unterstützung etwas Besonderes.“

Justus Beckmann

Für Justus Beckmann begann nach dem Abschluss seiner Ausbildung bei Wilo im Sommer 2025 ein neuer Lebensabschnitt. Seit Herbst studiert er Energiewirtschaft an der FH Dortmund und arbeitet parallel als Werkstudent bei Wilo. Sportlich will er in seinem letzten U23-Jahr noch einmal den Sprung zur Weltmeisterschaft schaffen, nachdem er bereits 2024 im Vierer mit Steuermann antreten durfte. „Mein Wunsch wäre es, eine WM-Medaille zu gewinnen“, verrät der 21-Jährige, der bereits im vergangenen Jahr mit einem Stipendium gefördert wurde: „Ich habe mich darüber sehr gefreut. Es gibt mir zusätzliche Sicherheit im Alltag und ermöglicht, den Leistungssport noch professioneller zu betreiben.“

19.06.2026 | von Felix Kannengießer

 

Leon Gronbach, David Kalle, Vinzent Kuhn, Leo Fischer und Justus Beckmann.

Fotos: Tassilo von Müller

 

Termine & Ergebnisse

Saison 2025/2026:
26.-28.06.2026: Weltcup in Luzern (Schweiz)
06.-24.07.2026: Trainingslager in Ratzeburg
25./26.07.2026: The Finals in Hannover
31.07.-02.08.2026: Europameisterschaften in Varese (Italien)
04.-15.08.2026: Trainingslager in Ratzeburg
24.-30.08.2026:
 Weltmeisterschaften in Amsterdam (Niederlande)
04.-06.09.2026: SH Netz Cup in Rendsburg

Unser weiterer Weg nach LA2028:

Weltmeisterschaften 2027 in Luzern (Schweiz)

Olympische Spiele 2028 in Los Angeles (USA, 14.-30. Juli 2028)

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