U23 testet Vierer-Formationen in Racice

Rennwochenende in Tschechien und nachgeholte Ergotests

Der nächste Schritt auf dem Weg zur U23-Weltmeisterschaft ist gemacht: Von Freitag bis Sonntag traf sich der deutsche U23-Bereich im tschechischen Racice zu einem internen Testwochenende. Insgesamt 36 Ruderer aus ganz Deutschland konnten sich im Vierer beweisen. Bereits am Wochenende zuvor hatte zudem ein gemeinsames Trainingswochenende am Stützpunkt Dortmund mit rund 30 Athleten stattgefunden. Beide Maßnahmen konnte das U23-Trainerteam nutzen, um wichtige Erkenntnisse für die bald anstehende Bootsbildung zu sammeln.

Bevor es am Samstag in Racice aufs Wasser ging, war bereits am Freitag für einige Athleten noch ein Ergometertest über 2000 Meter angesetzt. Teilnehmen konnten diejenigen Sportler, die den Test in Leipzig verpasst hatten oder ihre Leistung erneut bestätigen wollten. Insgesamt sechs U23-Athleten stellten sich der Belastung, zwei Ruderer stachen heraus: Sowohl Armin Gerber als auch David Kalle erzielten neue persönliche Bestwerte. Vor allem Kalle konnte sich damit in der internen Rangliste weiter nach vorne schieben.

Neun Vierer am Start

Am Samstag standen für die Sportler die ersten beiden Rennen im Vierer an. Auf die Reise nach Tschechien mussten Moritz Bitz und Julius Watzka krankheitsbedingt sowie Vinzent Kuhn studienbedingt verzichten, ansonsten stellten sich insgesamt 36 Athleten, darunter 16 Ruderer vom Stützpunkt Dortmund, dem internen Wettbewerb. So konnten in Racice insgesamt neun Vierer gebildet werden, die am Wochenende in wechselnden Besetzungen drei Rennen über jeweils 2000 Meter gegeneinander bestritten.

Schnellstes Quartett kristallisiert sich heraus

Die erste Bootseinteilung am Samstagmorgen orientierte sich dabei noch an den Ergebnissen der Deutschen Kleinbootmeisterschaften in München. In diesem ersten Rennen wurden letztlich auch die stärksten Zeiten erzielt, auch wenn am Sonntag nochmals gute Zeiten aufs Wasser gebracht wurden. Das schnellste Boot des Wochenendes bildeten Leon Gronbach, Justus Beckmann, Lino Zastrow und Julius Kaim. Ein besonderer Fokus lag auf den Daten aus dem Messboot. Durch die individuelle Leistungsanalyse konnte das U23-Bundestrainerteam in den weiteren Rennen gezielt neue Konstellationen ausprobieren, um herauszufinden, welche Kombinationen die besten Synergien auf dem Wasser erzeugen.

„Konzentriertes Arbeiten“

„Wir haben durch die Rennen und den Einsatz des Messbootes weitere wichtige Erkenntnisse gewonnen. Das war ein gutes Wochenende für uns“, bilanzierte U23-Bundestrainer Christian Viedt zufrieden. Auch die Bedingungen in Racice erwiesen sich als optimal. Die kompakte Regattaanlage mit kurzen Wegen und ruhigem Umfeld bot „beste Voraussetzungen für konzentriertes Arbeiten“, so Viedt.

Nächster Schritt zur WM-Nominierung

Die U23-WM-Nominierung rückt damit wieder ein Stück näher. Am 5. Juni stehen die finalen Kleinboottests in Ratzeburg an. „Dann machen wir Nägel mit Köpfen“, sagt Viedt, denn danach wird die Besetzung für Zweier, Vierer und Achter in Richtung U23-Weltmeisterschaften festgelegt. Die finale Nominierung erfolgt schließlich nach den U23-Meisterschaften vom 25. bis 27. Juni in Essen. Wer hier oben auf dem Treppchen steht, hat sein WM-Ticket sicher.

12.05.2026 | Text: Felix Kannengießer

 

Justus Beckmann, Leon Gronbach, Julius Kaim und Lino Zastrow, hier bei der DM in München, bildeten in Racice den schnellsten VIerer.

Foto: Detlev Seyb

Termine & Ergebnisse

Saison 2025/2026:
17.-19.04.2026: Deutsche Kleinbootmeisterschaften in München
29.-31.05.2026: Weltcup in Sevilla (Spanien)
12.-14.06.2026: Weltcup in Plovdiv (Bulgarien)
26.-28.06.2026: Weltcup in Luzern (Schweiz)
25./26.07.2026: The Finals in Hannover
30.07.-02.08.2026: Europameisterschaften in Varese (Italien)
23.-30.08.2026: Weltmeisterschaften in Amsterdam (Niederlande)
04.-06.09.2026: SH Netz Cup in Rendsburg

Unser weiterer Weg nach LA2028:

Weltmeisterschaften 2027 in Luzern (Schweiz)

Olympische Spiele 2028 in Los Angeles (USA, 14.-30. Juli 2028)

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