„Bei uns hat es ziemlich schnell gut geklappt“

Mattes Schönherr im Interview nach dem Sieg auf der Langstrecke in Leipzig mit Olaf Roggensack

Die Langstrecke in Leipzig war der Auftakt zur Wettkampfsaison für das Team Deutschland-Achter. Beim Vergleich über 6.000 Meter im Zweier am Sonntag lag das Duo Mattes Schönherr und Olaf Roggensack knapp vorne, nachdem beide schon beim Ergometertest über 2.000 Meter am Samstag überzeugt hatten. Im Interview erzählt Schönherr, wie der Weg bis zur Langstrecke verlaufen ist, was der Sieg in Leipzig wert ist und was er sich nun vorgenommen hat.

Wie ist der Ergometertest in Leipzig für dich gelaufen?

Schönherr: Der ist sehr gut für mich gelaufen. Insgesamt war ich von der Zeit her Zweiter hinter Laurits Follert. Im Rahmen einer Studie hatten wir vorher schon zwei Ergotests, da habe ich beide Male eine neue persönliche Bestzeit aufgestellt. Das hat mir Sicherheit gegeben. Ich wusste, dass ich gut drauf bin und habe in Leipzig dann wieder meinen Bestwert geknackt. Ich habe mich immer um zwei Sekunden gesteigert und bin mit der Zeit jetzt zufrieden.

Wie verlief die Vorbereitung im Zweier?

Schönherr: Olaf und ich rudern seit Anfang des Jahres zusammen. Die Vorbereitung auf die Langstrecke war zuerst etwas schwierig. Im ersten Trainingslager in Lago Azul musste Olaf wegen Untersuchungen in Dortmund bleiben, da konnten wir gar nicht zusammen im Zweier trainieren. Im zweiten Trainingslager haben wir die Vorbereitung aber richtig aufgenommen. Es hat dann auch ziemlich schnell gut geklappt bei uns. Vor allem durch die Messbootfahrten haben wir nochmal ein paar Punkte gefunden, die wir verbessern müssen. In den Vorbelastungen im Trainingslager hatten wir schon ein relativ gutes Gefühl, aber wir wussten auch, dass noch Luft nach oben ist. Diese Luft haben wir ausgefüllt und bis zur Langstrecke die richtigen Schritte gemacht.

Wie seid ihr das Rennen angegangen?

Schönherr: Wir wollten offensiv losfahren und so weit wie möglich vorne reinfahren. Der Vorteil der Langstrecke ist, dass man über eine längere Strecke Zeit hat, in den richtigen Rennschlag reinzukommen. Wir haben das genutzt, um während des Rennens noch technische Dinge anzupassen. Das ist uns gut gelungen. Da haben wir auch von Jonas Wiesen profitiert, der nebenhergefahren ist und guten Input gegeben hat.

Wann habt ihr euren Sieg realisiert?

Schönherr: Wir wussten die Abstände nach vorne und hinten erst gar nicht einzuordnen. Wir sind ins Rennen immer besser reingekommen und haben uns gut gefühlt, aber haben erst relativ spät vom Ergebnis erfahren. Dann haben wir uns natürlich gefreut, aber wir legen auf den Sieg jetzt auch nicht zu viel Wert, sondern gucken nach Krefeld zur Kleinbootmeisterschaft, wenn es über die olympische Distanz geht. Bis dahin wollen wir weiter im Zweier arbeiten und wieder die richtigen Schritte machen.

Wie läuft die Zusammenarbeit mit Olaf insgesamt?

Schönherr: Für mich ist es eine Ehre, mit ihm zusammenzufahren. Er ist bei uns einer der Erfahrenen im Team und hat bei Olympia Silber geholt. Ich kann viele Dinge von ihm lernen. Auch darüber hinaus sind wir auf einer Wellenlänge, wir ergänzen uns gut und im Training macht es immer Spaß mit ihm.

11.04.2022 | Interview: Felix Kannengießer

Mattes Schönherr auf dem Ergometer und bei der Langstrecke im Zweier mit Olaf Roggensack.

 

Steuermann Jonas Wiesen, hier mit den Siegerurkunden, gab dem Duo Mattes Schönherr und Olaf Roggensack auf der Langstrecke Input von außen.

Fotos: Detlev Seyb / Maren Derlien

 

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