Herausfordernder WM-Zeitplan für die Achter
13 Männer-Achter gemeldet: Vorläufe, Halbfinale und Finalläufe finden in Amsterdam alle am Final-Wochenende statt. Training bis zum 25. August in Dortmund. Mattes Schönherr über diese neue Situation.Elf Tage bis zur WM. Der endgültige Zeitplan ist seit einigen Tagen raus – mit einer großen Überraschung für die Achterrennen der Männer: Bei 13 Meldungen werden in dieser Bootsklasse seit langem mal wieder Halbfinals ausgefahren und alle Achterläufe finden kompakt am Final-Wochenende der Titelkämpfe auf der Amsterdamer Bosbaan statt. Mattes Schönherr aus dem Deutschland-Achter spricht im Interview über diese besondere, neue Situation für ihn und sein Team.
Drei Rennen innerhalb von weniger als 24 Stunden. Das ist eine Herausforderung, die ihr so nicht kennt im Achter.
Mattes Schönherr: Ja, genau. Das ist was Neues und auf eine gewisse Art besonders und herausfordernd neu. Gerade in Sachen Erwärmung und Erholung erarbeiten wir uns gerade noch einen konkreten Plan. Wir wissen nicht so genau, was auf uns zukommt, nehmen die Aufgabe aber an.
Morgen endet für Euch das Trainingslager Ratzeburg. Wie sieht der Reiseplan im Hinblick auf die WM aus?
Mattes Schönherr: Wir haben uns für eine spätere Anreise entschieden, weil wir unser erstes Rennen ja auch viel später als sonst bei einer WM fahren. Wir reisen erst während der WM an, am Mittwoch (26.8.), um die Zeit vorher effektiver in Dortmund zu nutzen. Die Zeitfenster auf der Regattabahn während einer WM sind sehr begrenzt, voll ist es zudem. Daher hatten wir die Idee, so lange wie möglich in Dortmund zu bleiben, um dort ungestört trainieren zu können. Das Training für uns im Achter startet am Sonntag wieder auf dem Dortmund-Ems-Kanal.
Weltmeister Niederlande, Olympiasieger Großbritannien, Europameister Rumänien sind da. Auch Australien, die USA, Neuseeland, Italien, China, Neutrale Athleten (AIN), die Ukraine, Polen, Litauen haben neben dem Deutschland-Achter gemeldet. Mehr geht ja kaum – wie findest Du das?
Mattes Schönherr: Insgesamt ist es cool, dass mehr Boote gemeldet haben und die Qualität im Feld insgesamt steigt. Durch den größeren Konkurrenzkampf wird’s ja nur spannender und auch spaßiger. Im Vorlauf fliegt letztlich ein Boot raus, aber auch in diesem Rennen muss man schon ordentlich Gas geben, man will ja kein Halbfinale mit lauter Hochkarätern. Das bedeutet letztlich, dass wir drei Rennen auf sehr hohem Niveau fahren müssen. Darauf bereiten wir uns vor.
Und wie läuft es, wie ist die Form?
Mattes Schönherr: Mental sind wir vorbereitet, die Trainingsform stimmt auch. Sich auf die diese spezielle Situation einzustellen, daran arbeiten wir. Aber das ist ja bei allen gleich. Wir kennen es, zwei Rennen an einem Tag zu fahren, von der Kleinboot-DM – im Achter ist das aber noch mal was Anderes und damit auch Neues. Wir nehmen uns jeden Tag Aufgaben vor, die wir beeinflussen und damit den Weg zum Ziel gestalten können. Wir sind zuversichtlich, dass wir uns weiter gut entwickelt haben, um bei der WM vorne gut mitzufahren.
13.08.2026 | Interview: Carsten Oberhagemann
Mattes Schönherr mit dem Deutschland-Achter bei der EM in Varese.
Bilder: Detlev Seyb & Maren Derlien
Termine
Saison 2025/2026:
04.-15.08.2026: Trainingslager in Ratzeburg
24.-30.08.2026: Weltmeisterschaften in Amsterdam (Niederlande)
04.-06.09.2026: SH Netz Cup in Rendsburg
Unser weiterer Weg nach LA2028:
Weltmeisterschaften 2027 in Luzern (Schweiz, 23.-29. August 2027)
Olympische Spiele 2028 in Los Angeles (USA, 14.-30. Juli 2028)
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