Acht Ruderer, drei Bootsklassen, ein Ziel

World University Games in Kanada: Athleten aus dem Perspektiv- und U23-Bereich starten im Zweier, Vierer und Achter

Acht Ruderer vom Stützpunkt Dortmund haben sich auf den langen Weg nach Kanada gemacht. In London, Ontario, finden von Donnerstag bis Samstag die FISU World University Rowing Championships statt. Die Athleten aus dem Perspektivkader und U23-Bereich gehen im Zweier, Vierer und Achter an den Start, teilweise mit Doppelstarts. Begleitet werden sie von Trainerin Jana Peters.

Vier Wochen lang haben Simon Schubert, Kaspar Virnekäs, Friedrich Amelingmeyer, Julian Garth, Sven Achterfeld, Paul Martin, Leo Fischer und Tom Tewes gemeinsam in Dortmund trainiert. In den ersten beiden Wochen wurde das Team dabei auch von Thomas Affeldt unterstützt, anschließend übernahm Peters die alleinige Betreuung. „Am Anfang war die größte Baustelle, die unterschiedlichen Ruderstile zusammenzubringen“, sagt die Trainerin. Doch schnell stellten sich Fortschritte ein. „Die Mannschaft hat über die Zeit richtig gut zusammengefunden und einen großen Sprung gemacht.“

Veränderung auf der Steuerposition

Auf der Position des Steuermanns musste jedoch eine Änderung vorgenommen werden. Der ursprünglich vorgesehene Sadeepa Jagoda musste krankheitsbedingt absagen. Für ihn übernimmt Nathalie Sendjuk, die bei der U23-Weltmeisterschaft im Leichtgewichts-Einer Gold gewonnen hat. In der Vorbereitung bekam die Crew zudem Unterstützung vom erfahrenen Steuermann Martin Sauer, der bereits Olympiasieger und Weltmeister war. „Das hat uns auch noch einmal vorangebracht“, findet Peters.

Vierer hat viel vor sich

Neben dem Achter gehen noch ein Zweier und ein Vierer an den Start. Im Zweier bilden Simon Schubert und Kaspar Virnekäs das Duo. Im Vierer ohne Steuermann sitzen Julian Garth, Friedrich Amelingmeyer, Sven Achterfeld und Paul Martin. Alle diese Ruderer stemmen damit Doppelstarts. Für den Vierer wird die Belastung besonders hoch: Am Finaltag liegen zwischen den Rennen nur zwei Stunden.

Klare Ziele

Sportlich haben sich die Dortmunder klare Ziele gesetzt. „Wir wollen mit allen Booten ins A-Finale und vorne mitfahren“, erzählt Peters. Gegen wen es dort, beziehungsweise auf dem Weg dorthin geht, steht allerdings erst kurzfristig fest. Die Meldeergebnisse werden am Donnerstag zum Auftakt der Wettkämpfe bekanntgegeben. „Das wird dann für alle eine Überraschung“, so Peters

Zeitplan

Die ersten Tage vor Ort dienen dazu, sich an die Bedingungen zu gewöhnen. Die Mannschaft flog am Montag nach Kanada, kam am Dienstag an und absolvierte direkt zwei Trainingseinheiten. Am Mittwoch steht ein weiterer Trainingstag auf dem Programm, ehe am Donnerstag die Vorläufe für den Zweier (10 Uhr) und Vierer (11:50 Uhr) beginnen. Der Achter greift erstmals beim Bahnverteilungsrennen am Freitag (9 Uhr) ein. Die Finals finden am Samstag statt (Achter: 8:50 Uhr; Vierer: 10:50 Uhr; Zweier: 12:40 Uhr).

Besondere Atmosphäre

Bei den ersten Einheiten, aber auch abseits der Regattastrecke ist die besondere Atmosphäre des Wettbewerbs bereits zu spüren. Die World University Rowing Championships bringen Studierende aus mehr als 20 Ländern zusammen, mehr als 300 Sportlerinnen und Sportler werden erwartet. „Schon im Flugzeug haben wir andere Athleten getroffen. Jetzt sind wir hier auf dem Universitätsgelände untergebracht und beim Frühstück laufen überall Leute in den Trikots ihrer Nationen herum“, erzählt Peters: „Man merkt sofort: Das ist ein großes Event.“ Nun soll dieses besondere Erlebnis auch sportlich seinen Höhepunkt finden.

12.08.2026 | von Felix Kannengießer

 

Das Team für die FISU World University Rowing Championships in Kanada mit Trainerin Jana Peters.

Termine

Saison 2025/2026:
04.-15.08.2026: Trainingslager in Ratzeburg
24.-30.08.2026:
 Weltmeisterschaften in Amsterdam (Niederlande)
04.-06.09.2026: SH Netz Cup in Rendsburg

Unser weiterer Weg nach LA2028:

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