Vierer gewinnt EM-Bronze

René Schmela, Benedict Eggeling, Mark Hinrichs und Jasper Angl beenden in Varese die lange Durststrecke in dieser Bootsklasse. Angl: „Das gibt Mut für die WM.“

 Das lange Warten hat ein Ende: Der Vierer ohne Steuermann hat bei den Europameisterschaften in Varese (Italien) mit Bronze wieder eine Medaille gewonnen, das letzte Edelmetall in dieser Bootsklasse gab’s 2019 (ebenfalls EM-Bronze in Luzern). René Schmela, Benedict Eggeling, Mark Hinrichs und Jasper Angl belegten hinter Großbritannien und Rumänien einen glänzenden dritten Platz, damit bestätigten sie den deutlichen Aufwärtstrend, den sie am Freitag im Vorlauf (Platz zwei hinter Rumänien) angedeutet haben. Das Quartett ließ im Finale die Boote aus Litauen, der Ukraine und Italien deutlich hinter sich. 

„Ein traumhaftes Jahr“

„Ein traumhaftes Jahr. Nach der Geburt meiner Tochter jetzt die Medaille – Wahnsinn. Es tut gut zu spüren, dass ich noch verstehe, wie das Rudern funktioniert“, sagte Schlagmann René Schmela und Jasper Angl ergänzte: „Mit einer soliden Leistung zu Bronze – das gibt uns den Mut, dass wir das auch bei der WM schaffen können.“

 „Wir sind aggressiv gestartet, hatten etwas Schwierigkeiten, bei den Bedingungen ökonomisch zu rudern, sind aber immer drangeblieben“, beschrieb Angl das Rennen, in dem das deutsche Quartett permanent auf dem dritten Rang fuhr. „Das Vierer-Feld ist so eng. In Luzern waren wir mit Platz elf gefühlt schon nah dran. Im Trainingslager haben wir dann einen Riesenschritt gemacht. Mit der Konstanz von zwei guten Rennen freuen wir uns jetzt auf die WM in Amsterdam“, sagte Mark Hinrichs.

Guter Abschluss für den Zweier

Mit Platz zwei im B-Finale und damit als EM-Achter endeten die Titelkämpfe im Zweier ohne Steuermann für Tobias Strangemann und Leonard Brahms. Das Duo verbesserte sich in ihrem zweiten gemeinsamen Zweier-Rennen gegenüber dem Vorlauf am Freitag, bot den etablierten Booten aus Slowenien (Weltcup-Fünfter in Sevilla) und Norwegen (Weltcup-Siebte in Luzern) Paroli und empfahl sich für weitere Aufgaben. „Wir sind sehr zufrieden. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, auf Sieg zu fahren. Das hat am Ende nicht ganz gereicht. Aber es ist gut zu wissen, dass wir uns zum Ende noch mal ordentlich steigern konnten“, sagte Brahms. Die Regatta ist für die beiden aber noch nicht zu Ende. Morgen steigen sie zusammen mit René Schmela und Benedict Eggeling aus dem Vierer sowie Frauke Hundeling, Sarah Wibberenz, Lisa Gutfleisch, Hannah Reif und Steuermann Till Martini in den Mixed-Achter (13.40 Uhr). Da gilt es noch mal, alles in die Riemen zu legen: Angriff auf die Medaille im Vier-Boote-Feld mit Weltmeister Rumänien, Italien und Dänemark.

Deutschland-Achter will Edelmetall

Alle Augen sind morgen auch auf den Deutschland-Achter gerichtet. Das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes trifft im Finale (12.07 Uhr) auf Rumänien, das Boot der neutralen Athleten AIN, Polen, die Ukraine und Italien – mit Chancen auf Edelmetall. Im Vorrennen am Freitag belegten Frederik Breuer, Sönke Kruse, Julius Christ, Tassilo von Müller, Mattes Schönherr, Olaf Roggensack, Theis Hagemeister, Paul Klapperich und Steuermann Jonas Wiesen den zweiten Platz hinter Rumänien. Das Ziel ist, um den Sieg mitzufahren. Die letzte Medaille bei Titelkämpfen gewann der Deutschland-Achter 2024 (EM-Silber in Szeged/Ungarn).

01.08.2026 | von Carsten Oberhagemann

Jubel über Edelmetall: René Schmela, Benedict Eggeling, Mark Hinrichs und Jasper Angl fuhren den Vierer ohne Steuermann bei der EM in Varese zurück aufs Podium.

Gemeinsame Freude: Der Vierer mit den Trainern und Ersatzmann am Steg sowie mit den Frauen aus dem Vierer, die Silber gewannen.

Zieleinlauf vom Zweier ohne Steuermann: Tobias Strangemann und Leonard Brahms belegten Platz zwei im B-Finale.

Fotos: Detlev Seyb und Maren Derlien

Ergebnisse

Vierer ohne Steuermann, A-Finale: 1. Großbritannien 5:43,38 Minuten, 2. Rumänien 5:44,13, 3. Deutschland (René Schmela, Benedict Eggeling, Mark Hinrichs, Jasper Angl) 5:46,22, 4. Litauen 5:47,64, 5. Ukraine 5:53,01, 6. Italien 5:53,89.

Zweier ohne Steuermann, B-Finale: 1. Slowenien 6:30,37 Minuten, 2. Deutschland (Tobias Strangemann, Leonard Brahms) 6:31,69, 3. Norwegen 6:31,98, 4. Kroatien 6:37,79.

Termine & Ergebnisse

Saison 2025/2026:
31.07.-02.08.2026: Europameisterschaften in Varese (Italien)
04.-15.08.2026: Trainingslager in Ratzeburg
24.-30.08.2026:
 Weltmeisterschaften in Amsterdam (Niederlande)
04.-06.09.2026: SH Netz Cup in Rendsburg

Unser weiterer Weg nach LA2028:

Weltmeisterschaften 2027 in Luzern (Schweiz)

Olympische Spiele 2028 in Los Angeles (USA, 14.-30. Juli 2028)

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