Platz zwei im Testlauf: Achter hat EM-Medaille im Visier
DRV-Flaggschiff mit solidem Start bei den Titelkämpfen in Varese. Starker Auftritt vom Vierer ohne Steuermann als Vorlauf-Zweiter.Ein solider Auftakt, der die Hoffnung auf Edelmetall nährt: Der Deutschland-Achter belegte im sogenannten Bahnverteilungsrennen bei den Europameisterschaften in Varese (Italien) den zweiten Platz, eine halbe Bootslänge hinter Rumänien. Die Mannschaft war mit dem ersten Rennen nach der Umbesetzung – Frederik Breuer kam ins Boot uns übernahm die Schlagposition – zufrieden. „Das war ein Schritt nach vorne. Uns ist ein besserer Start in die Regatta gelungen als bei den Weltcups in Sevilla und Luzern“, sagte Steuermann Jonas Wiesen und Breuer ergänzte: „In den letzten vier Wochen haben wir gut gearbeitet. Das war ein solides bis gutes Rennen mit Luft nach oben. Wir erarbeiten uns Selbstvertrauen.“
Der Testlauf für das Finale am Sonntag (12.07 Uhr) entwickelte sich zu einem Duell mit Rumänien. Das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes ging zunächst in Führung, die nach etwa 700 Metern wechselte. Frederik Breuer, Sönke Kruse, Julius Christ, Tassilo von Müller, Mattes Schönherr, Olaf Roggensack, Theis Hagemeister, Paul Klapperich und Steuermann Jonas Wiesen blieben dran, knapp zwei Sekunden Rückstand betrug schließlich der Rückstand im Ziel. Der Achter mit neutralen Athleten wurde mit einem Abstand von mehreren Bootslängen Dritter, gefolgt von Polen, der Ukraine und Italien.
Nach diesem Auftakt ist das Ziel klar. Schlagmann Breuer: „Das ist natürlich eine Medaille. Wir haben aber auch gespürt: Die Rumänen sind schlagbar.“ Und auch Theis Hagemeister sieht Möglichkeiten, ganz vorne anzugreifen: „Die Rumänen sind stark, wir freuen uns aufs Finale am Sonntag.“ Zufrieden blickt auch Bundestrainer Mark Emke auf die weitere Entwicklung des deutschen Paradeboots: „Das war ein guter Start mit der neuen Besetzung, ein solides Rennen auf Basislevel. Aber wir können mehr.“
Große Zuversicht im Vierer
Benedict Eggeling jubelte direkt nach der Zieldurchfahrt, auf dem Bootsplatz sah man strahlende Gesichter, die Zuversicht fürs morgige Finale ausdrückten: Der Vierer ohne Steuermann mit René Schmela, Benedict Eggeling, Mark Hinrichs und Jasper Angl überzeugte im EM-Vorlauf mit einem starken zweiten Platz hinter dem Luzern-Zweiten Rumänien und vor dem Heim-Vierer aus Italien. „Das war eines der schönen Rennen, in dem man ein gemeinsames spaßiges Gefühl hat. Dieses gemeinsame Bootsgefühl untereinander ist eine solide Basis für schnelle Rennen“, meinte der auf die Schlagmann-Position gewechselte René Schmela. Das Ziel, der direkte Finaleinzug, war damit erreicht.
Das deutsche Quartett fuhr hinter Rumänien und Großbritannien die drittschnellste Vorlaufzeit, was im Hinblick aufs morgige A-Finale (12.18 Uhr) zusätzlich zuversichtlich macht. Der Gewinn einer Medaille liegt im Bereich des Möglichen. „Das ist realistisch. Morgen ist ein neuer Tag. Wir werden alles reinwerfen. Es ist ein spannendes Finale zu erwarten“, sagte Benedict Eggeling und Bundestrainerin Sabine Tschäge prophezeit: „Das Finale wird ein heißer Ritt.“ Gegner im Kampf ums Edelmetall sind neben den Rumänen und Briten noch die Boote aus Litauen, Italien und der Ukraine.
Zweier als Vorlauf-Fünfter im B-Finale
Für ein Renndrittel reichte es, dann aber musste der kurzfristig neu zusammengesetzte Zweier ohne Steuermann abreißen lassen. Tobias Strangemann und Leonard Brahms belegten im Vorlauf hinter Rumänien, Griechenland, der Schweiz und Großbritannien Platz fünf und müssen sich – erwartungsgemäß – mit dem B-Finale zufriedengeben. „Davon war nach zwei, drei Wochen gemeinsamem Training leider auszugehen. 700 Meter lief es gut, dann haben wir uns nicht mehr so gemeinsam bewegt. Unsere Bootsgeschwindigkeit hat darunter gelitten, die anderen Boote sind uns in dem engen und schnellen Feld davongefahren“, schilderte Tobias Strangemann den Rennverlauf. Im morgigen B-Finale (9.20 Uhr) bekommt es das junge Duo mit Kroatien, Norwegen und Slowenien zu tun. Strangemann: „Wir sind kurzfristiges Projekt und wollen uns von Rennen zu Rennen steigern.“
31.07.2026 | von Carsten Oberhagemann
Soliver Start nach der Umbesetzung: Der Deutschland-Achter belegte im Bahnverteilungsrennen bei der EM in Varese den zweiten Platz. Frederik Breuer, Sönke Kruse, Julius Christ, Tassilo von Müller, Mattes Schönherr, Olaf Roggensack, Theis Hagemeister, Paul Klapperich und Steuermann Jonas Wiesen blicken zuversichtlich aufs Finale am Sonntag.
Starkes Auftaktrennen vom Vierer ohne Steuermann: René Schmela, Benedict Eggeling, Mark Hinrichs und Jasper Angl fuhren mit Platz zwei im Vorlauf direkt und sicher ins A-Finale.
Platz fünf im Vorlauf für den Zweier ohne Steuermann: Für Tobias Strangemann und Leonard Brahms geht’s im B-Finale weiter.
Fotos: Detlev Seyb und Maren Derlien
Ergebnisse
Achter, Vorlauf: 1. Rumänien 5:24,39 Minuten, 2. Deutschland-Achter (Frederik Breuer, Sönke Kruse, Julius Christ, Tassilo von Müller, Mattes Schönherr, Olaf Roggensack, Theis Hagemeister, Paul Klapperich, Steuermann Jonas Wiesen) 5:26,34, 3. AIN 5:34,43, 4. Polen 5:36,69, 5. Ukraine 5:42,89, 6. Italien 5:47,94.
Vierer ohne Steuermann, Vorlauf: 1. Rumänien 5:49,61 Minuten, 2. Deutschland (René Schmela, Benedict Eggeling, Mark Hinrichs, Jasper Angl) 5:52,09, 3. Italien 5:54,00, 4. Tschechien 5:57,71, 5. Polen 5:57,99.
Zweier ohne Steuermann, Vorlauf: 1. Rumänien 6:19,19 Minuten, 2. Griechenland 6:20,41, 3. Schweiz 6:21,59, 4. Großbritannien 6:25,66, 5. Deutschland (Tobias Strangemann, Leonard Brahms) 6:33,16, 6. Schweden DNS
Termine & Ergebnisse
Saison 2025/2026:
06.-24.07.2026: Trainingslager in Ratzeburg
25./26.07.2026: The Finals in Hannover
31.07.-02.08.2026: Europameisterschaften in Varese (Italien)
04.-15.08.2026: Trainingslager in Ratzeburg
24.-30.08.2026: Weltmeisterschaften in Amsterdam (Niederlande)
04.-06.09.2026: SH Netz Cup in Rendsburg
Unser weiterer Weg nach LA2028:
Weltmeisterschaften 2027 in Luzern (Schweiz)
Olympische Spiele 2028 in Los Angeles (USA, 14.-30. Juli 2028)
Deutschland-Achter GmbH
An den Bootshäusern 9-11
44147 Dortmund
Telefon: 0231-985125-11
Telefax: 0231-985125-25
info@deutschlandachter.de