Entwicklungsteam startet in Henley
Wertvolle Bühne für den Perspektivkader des Team Deutschland-Achter bei der Royal RegattaDie Henley Royal Regatta ist weit mehr als ein gewöhnlicher Ruderwettkampf. Vor der traditionsreichen Kulisse an der Themse treffen seit 1839 internationale Spitzenruderer im K.O.-System aufeinander – immer zwei Boote im direkten Duell über die 2.112 Meter lange Strecke. In diesem Jahr sind auch zwei Teams aus dem erweiterten Kreis und dem Perspektivkader des Team Deutschland-Achter vertreten. Mit einem Achter und einem Zweier geht es in die Rennen.
Die Achter-Mannschaft formierte sich im Trainingsblock rund um die Ratzeburger Ruderregatta mit Unterstützung von Bundestrainer Thomas Affeldt. Rund drei Wochen bereitete sich die Crew gemeinsam am Bundesstützpunkt Dortmund auf den Start in England vor, ehe sie am Dienstag die Reise nach Henley antrat. Den Achter bilden Ole Bartenbach, Kaspar Virnekäs, Simon Schubert, Jannik Metzger, Laurits Follert, Julian Garth, Ben Gebauer, Friedrich Amelingmeyer sowie Steuermann Till Martini. „Wir konnten uns in dieser Zeit richtig gut entwickeln und sind mit Spaß im Boot gut vorangekommen – trotz der Hitzewelle. Jetzt haben wir richtig Bock auf Henley“, sagt Jannik Metzger.
Achter beginnt am Donnerstag
Für den Achter beginnt der Ladies‘ Challenge Plate am Donnerstag mit dem Duell gegen ein Team aus London. Einige Athleten kennen die besondere Atmosphäre bereits. Ben Gebauer, Julian Garth und Jannik Metzger waren im vergangenen Jahr gemeinsam mit Jasper Angel im Vierer am Start, Till Martini begleitete das Team damals. Auch Laurits Follert bringt bereits Henley-Erfahrung mit. Für alle anderen ist es die Premiere auf der traditionsreichen Regattastrecke. „Das Drumherum ist genial. Es fühlt sich alles wie eine Zeitreise an. Und auch die Abende dort sind etwas Besonderes – am besten natürlich, wenn man einen Grund zum Feiern hat“, erzählt Metzger.
Zweier gegen US-Team
Neben dem Achter geht auch ein Zweier ohne Steuermann an den Start. Sven Achterfeld und Paul Martin fanden sich erst vor wenigen Wochen zusammen, bringen aber bereits gemeinsame Rennerfahrung aus ihrer U23-Zeit mit: Zweimal saßen sie bei der WM zusammen im U23-Achter, holten 2025 Bronze und ruderten im letzten U23-Jahr auch gemeinsam im Zweier. Ihr erstes Rennen in Henley steht am Freitag auf dem Programm. Beim Silver Goblets and Nickalls‘ Challenge Cup trifft das deutsche Duo in der ersten Runde auf Charlie Fortner und Milo Epstein aus den USA.
„Starke Rennen fahren“
Eine konkrete Zielsetzung ist vor dem ersten Start nur schwer zu formulieren. Durch das K.O.-System ist jeder Schlag auf dem Wasser entscheidend, wie weit der Weg durch das hochklassig besetzte Teilnehmerfeld führen kann. Umso bedeutender ist es für die Mannschaft, von Beginn an gute Rennen zu zeigen. „Wichtig ist, gut reinzukommen und einen guten Gradmesser für die kommenden Aufgaben zu setzen. Wir wollen starke Rennen fahren und hoffen natürlich, möglichst viele Runden zu überstehen“, sagt Metzger.
01.07.2026 | von Felix Kannengießer
Bei der Ratzeburger Ruderregatta war der Achter in einer ähnlichen Formation bereits auf dem Wasser.
Bilder: Detlev Seyb
Ben Gebauer, Jannik Metzger und Julian Garth (v. re.) waren im vergangenen Jahr gemeinsam mit Jasper Angel im Vierer bei der Henley Royal Regatta am Start.
Bilder: Detlev Seyb
Termine & Ergebnisse
Saison 2025/2026:
26.-28.06.2026: Weltcup in Luzern (Schweiz)
06.-24.07.2026: Trainingslager in Ratzeburg
25./26.07.2026: The Finals in Hannover
31.07.-02.08.2026: Europameisterschaften in Varese (Italien)
04.-15.08.2026: Trainingslager in Ratzeburg
24.-30.08.2026: Weltmeisterschaften in Amsterdam (Niederlande)
04.-06.09.2026: SH Netz Cup in Rendsburg
Unser weiterer Weg nach LA2028:
Weltmeisterschaften 2027 in Luzern (Schweiz)
Olympische Spiele 2028 in Los Angeles (USA, 14.-30. Juli 2028)
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