Entwicklungsteam sammelt Erfahrung in Henley

Junge Athleten nehmen eine Menge von der traditionsreichen Regatta in England mit

Der Perspektivkader des Team Deutschland-Achter hat bei der Henley Royal Regatta intensive Tage erlebt. Sportlich lief es für das Entwicklungsteam nicht wie gewünscht, trotz des frühen Ausscheidens nehmen die Athleten aber viele positive Eindrücke und Erfahrungen mit zurück nach Deutschland. Für einige der Ruderer war es die erste Teilnahme an der traditionsreichen Regatta auf der Themse und damit ein besonderes Erlebnis in einer einzigartigen Atmosphäre.

Der Achter in der Besetzung Ole Bartenbach, Kaspar Virnekäs, Simon Schubert, Jannik Metzger, Laurits Follert, Julian Garth, Ben Gebauer, Friedrich Amelingmeyer und Steuermann Till Martini musste sich in der ersten Runde geschlagen geben. Beim Ladies‘ Challenge Plate gelang der Start gegen eine Londoner Crew nicht wie erhofft, wodurch das deutsche Boot früh in Rückstand geriet. In den K.O.-Duellen über die 2.112 Meter lange Strecke ist der Start ein entscheidender Faktor. „Es hat uns gefehlt, von Beginn an deutlich schärfer rauszukommen. Im Eins-gegen-Eins ist das extrem wichtig. Wenn du einmal hinten bist, ist es schwer, wieder ranzukommen“, sagt Jannik Metzger: „Am Ende hat uns als Mannschaft auch die Rennerfahrung gefehlt.“

„Größte Stimmung, die ich je erlebt habe“

Trotz der Enttäuschung über das frühe Aus überwog im Verlauf der Woche die positive Wahrnehmung des traditionsreichen Events. Bei durchgehend sonnigem Wetter erlebten die Athleten eine besondere Kulisse entlang der Strecke. „Das war die größte Stimmung, die ich je bei einem Rennen erlebt habe – sogar größer als bei einer WM. Auch wenn wir uns den Rennverlauf anders vorgestellt hatten, war es ein riesiges Erlebnis“, so Metzger. Entsprechend nutzte die Mannschaft die verbleibenden Tage, um weitere Rennen zu verfolgen, sich mit internationalen Teams auszutauschen und die besondere Atmosphäre an der Themse aufzusaugen.

Zweier im Halbfinale

Auch den Rennen des Zweiers mit Sven Achterfeld und Paul Martin wohnte die Achter-Crew bei und feuerte von der Tribüne aus an. Das deutsche Duo aus dem Entwicklungsteam konnte das erste Rennen am Freitag im Silver Goblets and Nickalls‘ Challenge Cup gegen Charlie Fortner und Milo Epstein aus den USA souverän für sich entscheiden. Im Halbfinale mussten sie sich jedoch einem stark besetzten britischen Boot geschlagen geben. Gegen Jake Wincomb und den Achter-Olympiasieger Thomas Digby zeigten Achterfeld und Martin dennoch eine gute Leistung und verabschiedeten sich erhobenen Hauptes aus dem Wettbewerb.

Positives Gesamtfazit

Während der sportliche Verlauf insgesamt zwar hinter den Erwartungen blieb, überwiegt im Gesamtfazit der Mehrwert für die jungen Ruderer. Die Erfahrungen auf und neben dem Wasser, die Begegnungen mit internationalen Top-Teams und das Kennenlernen der besonderen Henley-Kultur hat die Mannschaft auf der Rückreise am Montagmorgen im Gepäck.

05.07.2026 | von Felix Kannengießer

 

Eindrücke von der Henley Royal Regatta.

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31.07.-02.08.2026: Europameisterschaften in Varese (Italien)
04.-15.08.2026: Trainingslager in Ratzeburg
24.-30.08.2026:
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