Wilo-Foundation fördert zehn Nachwuchstalente

Mit Rückenwind in die Zukunft: Das sind die Stipendiaten der Saison 2026

Der Nachwuchs ist die Basis zukünftiger Erfolge im Team Deutschland-Achter. Um talentierte Athleten auf ihrem Weg im Leistungssport zu unterstützen, hat die Wilo-Foundation auch in diesem Jahr wieder Stipendien vergeben: Insgesamt zehn junge Ruderer aus dem U23-Bereich werden gefördert. Ein Ausbildungsstipendium haben Justus Beckmann, Vinzent Kuhn, Leon Gronbach, Max Goede, Julius Kaim, David Kalle und Leo Fischer erhalten. Moritz Bitz, Julius Watzka und Collin Liebe freuen sich über ein Juniorenstipendium. Wir stellen die Stipendiaten in zwei Teilen vor.

Die jungen Athleten haben alle den Traum, eines Tages im Deutschland-Achter zu sitzen. Das Stipendium der Wilo-Foundation ist eine Unterstützung, um ihrem Ziel etwas näherzukommen. Es beinhaltet eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 250 Euro pro Monat, damit sich die Athleten auf ihren Sport konzentrieren und die Entwicklung vorantreiben können. Die Förderung beinhaltet außerdem ein Mentorenprogramm, bei dem erfahrene Sportler aus dem A-Kader den jungen Ruderern zur Seite stehen.

Moritz Bitz

Moritz Bitz entschied sich Anfang des Jahres bewusst für Dortmund und gegen den Weg in die USA. „Das Angebot in Dortmund hat besser zu mir gepasst. Ich hatte einen super Eindruck von der Trainingsgruppe und den Bedingungen am Stützpunkt“, berichtet er. Der U19-WM-Bronzemedaillengewinner im Junioren-Achter von 2025 absolviert derzeit ein Praktikum bei Wilo und möchte anschließend Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Dortmund studieren. Am Stützpunkt will er sich „sportlich weiterentwickeln und perspektivisch am Horizont Olympia als Perspektive sehen – wenn es gut läuft“, sagt der 18-Jährige aus Marbach am Neckar: „Die Förderung nimmt mir ein bisschen finanziellen Druck und zeigt auch eine gewisse Anerkennung. Ich habe mich sehr darüber gefreut.“

Julius Watzka

Julius Watzka pendelt derzeit noch zwischen Marbach, Stuttgart und Dortmund. Während er in Marbach zu Hause ist und in Stuttgart Bundesfreiwilligendienst absolviert sowie Fachabitur macht, trainiert der in der Schweiz geborene 18-Jährige seit Januar regelmäßig am Stützpunkt und hat hier auch seine erste eigene Wohnung bezogen. Spätestens im September soll der komplette Umzug nach Dortmund folgen. Der U19-WM-Dritte im Achter schätzt vor allem die Trainingsgemeinschaft und das hohe Niveau vor Ort. „Die Gruppe hat mir vom ersten Trainingslager an sofort gut gefallen. Und hier in Dortmund sind die Möglichkeiten und Unterstützung groß. Ich will einen guten Einstieg schaffen und meine Chance nutzen“, sagt er energisch: „Das Stipendium ermöglicht mir, mich noch freier zu entwickeln.“

Collin Liebe

Für Collin Liebe begann nach dem Abitur direkt das nächste Kapitel. Der Mindener zog im Oktober 2025 nach Dortmund und studiert inzwischen Jura an der Ruhr-Universität Bochum. Nach U19-WM-Bronze im Vierer ohne Steuermann 2025 und einer weiteren WM-Teilnahme als Ersatzmann will er sich nun im U23-Bereich etablieren. „In Dortmund habe ich die besten Möglichkeiten dazu, wir haben hier eine sehr gute und große Trainingsgruppe“, sagt der 19-Jährige. Das Stipendium hilft ihm dabei, die ersten Schritte im neuen Umfeld zu meistern und sich voll auf seine sportliche und akademische Entwicklung zu konzentrieren. „Und es ist auch schon etwas Besonderes, zu dem Kreis der Stipendiaten dazuzugehören“, ergänzt er.

Max Goede

Der gebürtige Schweriner trainiert seit Herbst 2024 am Stützpunkt und hat in Dortmund physisch, technisch und persönlich einige Schritte nach vorne gemacht. „Die Umstellung war anfangs groß, aber es hat sich positiv entwickelt“, erzählt er. Nach Bronze bei der U19-EM und Platz vier bei der U23-EM jeweils im Achter möchte er in seinem letzten U23-Jahr nun erstmals zur Weltmeisterschaft fahren. Die Förderung der Wilo-Foundation hilft ihm dabei, seine Ziele befreiter anzugehen. „Das ist finanziell auf jeden Fall eine Entlastung für den Alltag. So kann ich den Fokus noch mehr aufs Studium und das Rudern setzen“, sagt der 21-Jährige, der Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Dortmund studiert.

Julius Kaim

Nach von Krankheiten und Verletzungen geprägten ersten U23-Jahren gelang Julius Kaim zuletzt der Durchbruch. Mit persönlichen Bestleistungen und starken Ergebnissen spielte sich der 20-jährige Essener wieder in den Kreis der WM-Kandidaten. Der Informatikstudent lebt seit 2023 in Dortmund und schätzt den Stützpunkt: „Die Förderung in Dortmund ist in Deutschland einzigartig.“ Nach Platz vier bei der U23-EM und den World University Games im vergangenen Jahr ist die U23-WM das große Ziel dieses Jahr. Das Stipendium unterstützt ihn, die hohen Anforderungen von Studium und Leistungssport zu bewältigen: „Es hilft mir, Lernen und Rudern unter einen Hut zu bringen und mir um die Miete weniger Gedanken zu machen.“

16.06.2026 | von Felix Kannengießer

 

Moritz Bitz, Julius Watzka, Collin Liebe, Max Goede und Julius Kaim sind fünf von zehn Stipendiaten.

Fotos: Tassilo von Müller

 

Termine & Ergebnisse

Saison 2025/2026:
26.-28.06.2026: Weltcup in Luzern (Schweiz)
06.-24.07.2026: Trainingslager in Ratzeburg
25./26.07.2026: The Finals in Hannover
31.07.-02.08.2026: Europameisterschaften in Varese (Italien)
04.-15.08.2026: Trainingslager in Ratzeburg
24.-30.08.2026:
 Weltmeisterschaften in Amsterdam (Niederlande)
04.-06.09.2026: SH Netz Cup in Rendsburg

Unser weiterer Weg nach LA2028:

Weltmeisterschaften 2027 in Luzern (Schweiz)

Olympische Spiele 2028 in Los Angeles (USA, 14.-30. Juli 2028)

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