WM im Blick: Team Deutschland-Achter startet in die finale Vorbereitung
Im Trainingslager in Ratzeburg soll der Feinschliff für die WM in Amsterdam erfolgenDas Team Deutschland-Achter biegt auf die Zielgerade der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften in Amsterdam ein. Ab dem heutigen Dienstag stehen für den Deutschland-Achter, Vierer und Zweier elf intensive Trainingstage in Ratzeburg auf dem Programm. Im letzten gemeinsamen Lehrgang vor dem Saisonhöhepunkt sollen die Erkenntnisse aus den Europameisterschaften einfließen und die letzten Grundlagen für die WM gelegt werden. Anschließend bereiten sich die Boote noch ein paar Tage in Dortmund vor, ehe die Reise nach Amsterdam beginnt, wo ab dem 24. August der Saisonhöhepunkt steigt.
Mit jedem Trainingstag in Ratzeburg wächst der Fokus auf das große Ziel: die Weltmeisterschaften in Amsterdam. „Die WM beschäftigt uns jetzt jeden Tag“, erzählt Bundestrainer Mark Emke: „Wir haben in den vergangenen Wochen wichtige Fortschritte gemacht. Jetzt geht es darum, die richtigen Schlüsse aus den Europameisterschaften zu ziehen. Wir wollen hart arbeiten und uns auch um den Feinschliff bei den kleinen Dingen kümmern.“ Nach den positiven Auftritten bei den EM soll in Ratzeburg der nächste Schritt folgen. Für alle drei Boote steht noch einmal ein ordentliches Programm an. „Wir haben gezeigt, dass wir in mehreren Bootsklassen vorne mitfahren können“, findet Bundestrainerin Sabine Tschäge: „Darauf können wir aufbauen und das wollen wir jetzt ausbauen, indem wir an den richtigen Stellschrauben drehen.“
Deutschland-Achter will den nächsten Schritt machen
Mit der Silbermedaille bei den Europameisterschaften hat sich der Deutschland-Achter neues Selbstvertrauen erarbeitet. Frederik Breuer, Paul Klapperich, Julius Christ, Tassilo von Müller, Mattes Schönherr, Olaf Roggensack, Theis Hagemeister, Sönke Kruse und Steuermann Jonas Wiesen sind heiß auf die Weltmeisterschaften. Gleichzeitig weiß die Mannschaft, dass nun mit Großbritannien und den Niederlanden zwei weitere Top-Nationen ins Feld zurückkehren werden. „Unsere Aufgabe ist es, Rumänien zu schlagen. Mit Großbritannien und den Niederlanden gehören sie momentan zu den stärksten Mannschaften der Welt. Da versuchen wir hinzukommen. Wir wollen die Lücke weiter schließen. Wir haben kleine, aber wichtige Fortschritte gemacht“, sagt Emke. Besonders zufrieden zeigte sich der Bundestrainer mit den ersten 1.000 Metern bei der EM. Nun gilt es, die Rennen noch konstanter über die gesamte Distanz zu gestalten. Dafür werden die Rennen aus Varese noch einmal intensiv analysiert. „Wenn wir die entscheidenden Situationen noch besser lösen, haben wir die Chance, ganz vorne mitzufahren“, so Emke.
Vierer bestätigt neue Formation
Auch der Vierer ohne Steuermann reist mit Rückenwind nach Ratzeburg. Die neue Sitzordnung, die sich bei den Europameisterschaften mit der Bronzemedaille erstmals international bewies, soll nun weiter gefestigt werden: René Schmela auf Schlag, dahinter ein Zwilling mit Benedict Eggeling und Mark Hinrichs, dann Jasper Angel im Bug. „Die neue Sitzreihenfolge hat sich bewährt. Die Jungs fühlen sich in ihren Positionen wohl und wir wissen, dass die Veränderungen der vergangenen Wochen die richtigen waren“, erzählt Tschäge. Vor allem die erste Streckenhälfte bei der EM war ganz nach den Vorstellungen der Bundestrainerin. Nun soll im Trainingslager daran gearbeitet werden, auch auf den letzten 500 Metern noch mehr Durchsetzungsvermögen und Selbstverständlichkeit in den Ruderschlag zu bringen. „Jetzt geht es darum, weitere Automatismen zu entwickeln. Was mich absolut positiv stimmt, ist die Moral in dieser Mannschaft“, erklärt Tschäge.
Zweier sammelt weiter wertvolle Erfahrung
Der neu formierte Zweier ohne Steuermann mit Leonard Brahms und Tobias Strangemann konnte bei seiner Wettkampfpremiere in Varese wichtige Erkenntnisse sammeln. Nach einem schwierigen Vorlauf steigerten sich die beiden im weiteren Wettkampfverlauf deutlich und belegten im B-Finale Rang zwei. „Man hat richtig gesehen, wie die beiden die Rennen genutzt haben, um sich weiterzuentwickeln“, sagt Tschäge: „Die positiven Ansätze wollen wir weiter ausbauen.“ In Ratzeburg steht bei dem von Trainer Heiner Schwartz begleiteten jungen Duo vor allem die weitere Abstimmung im Boot im Mittelpunkt. Die erste gemeinsame Rennerfahrung soll genutzt werden, um bis zur WM noch mehr Sicherheit und Geschwindigkeit zu entwickeln.
04.08.2026 | von Felix Kannengießer
Der Deutschland-Achter, der Vierer ohne Steuermann und der Zweier haben bei der EM Selbstvertrauen gesammelt.
Fotos: Detlev Seyb und Maren Derlien
Termine & Ergebnisse
Saison 2025/2026:
31.07.-02.08.2026: Europameisterschaften in Varese (Italien)
04.-15.08.2026: Trainingslager in Ratzeburg
24.-30.08.2026: Weltmeisterschaften in Amsterdam (Niederlande)
04.-06.09.2026: SH Netz Cup in Rendsburg
Unser weiterer Weg nach LA2028:
Weltmeisterschaften 2027 in Luzern (Schweiz)
Olympische Spiele 2028 in Los Angeles (USA, 14.-30. Juli 2028)
Deutschland-Achter GmbH
An den Bootshäusern 9-11
44147 Dortmund
Telefon: 0231-985125-11
Telefax: 0231-985125-25
info@deutschlandachter.de