U23 sammelt weitere Erkenntnisse in Ratzeburg

Gute Leistungen bei der Kleinbootüberprüfung und der Ratzeburger Ruderregatta. Noch ein Schritt bis zur U23-WM.

Die Sportler aus dem U23-Bereich des Team Deutschland-Achter haben intensive Tage in Ratzeburg hinter sich gebracht. Nach der zweiten Kleinbootüberprüfung am Freitag nutzten die Athleten die anschließende Internationale 67. Ratzeburger Ruderregatta, um sich am Samstag und Sonntag in unterschiedlichen Kombinationen im Zweier, Vierer ohne Steuermann und Achter zu präsentieren. Für das Trainerteam um U23-Bundestrainer Christian Viedt brachten die Rennen einige neue Erkenntnisse, die jedoch die anstehenden Entscheidungen auf dem Weg zur U23-WM nicht einfacher machen.

Die Kleinbootüberprüfung am Freitag fand unter anspruchsvollen Bedingungen statt. Mit zunehmender Dauer frischte der Wind immer weiter auf und beeinflusste die Rennen spürbar. Dadurch ergab sich ein Ergebnisbild, das an einigen Stellen von den Eindrücken der Deutschen Meisterschaften in München abwich. Einige Athleten konnten sich unter den schwierigen Bedingungen besonders in Szene setzen und sich für die weiteren Nominierungsentscheidungen empfehlen.

„Genau abwägen“

Den Sieg im Zweier ohne Steuermann holten Ole Hanack und Ensio Flöter vor Vinzent Kuhn und Leonardo Rosenquist, den Vize-Weltmeistern in dieser Bootsklasse aus dem Vorjahr. Auf Rang drei folgten Georg Rieck und Jakob Knapp kurz vor Lino Zastrow/Julius Kaim und Maximilian Brill/Johannes Benien. „Einige haben einen Schritt nach vorne gemacht. Das hat uns wieder ein Stück weitergebracht, macht die Entscheidungen für die Bootsbildung für uns als Trainer aber noch komplexer“, erklärt Viedt: „Wir müssen jetzt genau abwägen.“ Entsprechend wichtig war der anschließende Test bei der Ratzeburger Ruderregatta, um möglichst viele Athleten in unterschiedlichen Konstellationen auf dem Wasser zu beobachten.

Internationale 67. Ratzeburger Ruderregatta

Erstmals in dieser Saison gingen die U23-Athleten dabei auch im Achter an den Start. Entsprechend lag der Fokus im ersten Rennen am Samstag zunächst darauf, Erfahrungen im Großboot zu sammeln und Abläufe zu festigen. Trotzdem sprang Platz drei heraus hinter Nereus aus den Niederlanden sowie der Durham University aus Großbritannien und vor einem Achter aus dem Perspektivteam des A-Kaders. Am Sonntag wechselte das Trainerteam rund die Hälfte der Besetzung im Achter, da der Fokus an diesem Tag auf dem Vierer lag. Dennoch holte der U23-Achter Silber hinter Nereus und knapp vor dem A-Achter aus dem Perspektivteam.

Spannendes Finale im Vierer

Auch die Viererrennen lieferten wertvolle Hinweise. Während am Samstag bereits erste Rennen im Vierer ohne Steuermann stattfanden und U23-Quartette auf Platz eins und drei landeten, rückten die Vierer am Sonntag noch stärker in den Fokus – hier konnte ein deutscher Doppelsieg gefeiert werden. Im A-Finale entwickelte sich insbesondere auf den letzten Streckenmetern ein spannendes Rennen, das dem Trainerteam weitere wichtige Anhaltspunkte für die Mannschaftsbildung lieferte.

Kuhn und Rosenquist souverän

Im Zweier wurde am Sonntag die Kombination Vinzent Kuhn und Leonardo Rosenquist ins Rennen geschickt. Rosenquist war erst wenige Tage zuvor aus den USA nach Deutschland zurückgekehrt und hatte nach seiner Anreise aus San Francisco über Berlin und Dortmund am Samstag eine Belastungspause erhalten, bevor er am Sonntag wieder ins Wettkampfgeschehen einstieg. Die beiden gewannen ihr Rennen souverän per Start-Ziel-Sieg. Am Samstag trumpften dafür Paul Martin und Sven Achterfeld aus dem A-Kader mit dem Sieg auf.

Entscheidung bei den U23-Meisterschaften

Zusätzliche Unterstützung erhielt das Trainerteam während des gesamten Wochenendes durch den Einsatz des Messbootes. Die gesammelten Daten ergänzen die Eindrücke von der Strecke und liefern weitere wichtige Informationen. Die U23-Mannschaft ist zunächst in Ratzeburg geblieben. Dort werden in den kommenden Tagen die Boote für die Deutsche U23-Meisterschaft – die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften wurden heute vom Deutschen Ruderverband kurzfristig von Essen nach Krefeld verlegt – gebildet. Danach fällt endgültig die Entscheidung darüber, welche Athleten Deutschland bei der U23-Weltmeisterschaft vertreten werden.

09.06.2026 | von Felix Kannengießer

Eindrücke von der Internationalen 67. Ratzeburger Ruderregatta.

Fotos: Detlev Seyb/Maren Derlien

 

Termine & Ergebnisse

Saison 2025/2026:
26.-28.06.2026: Weltcup in Luzern (Schweiz)
06.-24.07.2026: Trainingslager in Ratzeburg
25./26.07.2026: The Finals in Hannover
31.07.-02.08.2026: Europameisterschaften in Varese (Italien)
04.-15.08.2026: Trainingslager in Ratzeburg
24.-30.08.2026:
 Weltmeisterschaften in Amsterdam (Niederlande)
04.-06.09.2026: SH Netz Cup in Rendsburg

Unser weiterer Weg nach LA2028:

Weltmeisterschaften 2027 in Luzern (Schweiz)

Olympische Spiele 2028 in Los Angeles (USA, 14.-30. Juli 2028)

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