Junges Team will sich bei der U23-EM beweisen

Im belgischen Hazewinkel gehen vom Dortmunder Leistungszentrum ein junger Achter und Zweier an den Start

Elf junge Athleten haben sich am Mittwoch von Dortmund nach Belgien aufgemacht, um in Hazewinkel die deutschen Farben bei den U23-Europameisterschaften zu vertreten. Für viele der Ruderer ist es das erste U23-Jahr und auch der erste internationale Wettkampf in diesem Bereich. Dennoch wollen und brauchen die Sportler aus dem Achter und dem Zweier sich nicht verstecken.

„Das ist jetzt sozusagen der Nachwuchs vom Nachwuchs. Auch das sind Deutschlands Beste in ihrem Jahrgang. Die Jungs bekommen nun die Chance, sich hier in einem internationalen Feld zu beweisen. Für viele ist das der Einstieg in den U23-Bereich, aber ich bin sicher, dass diese junge Truppe ihre Karten noch ausspielen wird“, sagt Alexander Weihe, der den Achter in Belgien als Trainer begleitet: „Wir haben uns vorgenommen, bei der EM in erster Linie die internationale Erfahrung mitzunehmen. Und natürlich wollen wir das, was wir uns im Training erarbeitet haben, im Wettkampf umsetzen. Wir wollen Teil des Renngeschehens sein und unsere Möglichkeiten auch vorne suchen.“

Nur der Steuermann mit EM-Erfahrung

Im Achter sitzen bei der U23-EM Sven Achterfeld auf Schlag, Hannes Post, Ole Bartenbach, Lennart van Beem, Paul Martin, Valentin Wiering, Simon Holtmeyer, Max Rosenfeld und Steuermann Florian Wünscher, der als einziger schon EM-Erfahrung vorweisen kann – im vergangenen Jahr holte er mit dem Achter Bronze. Im Zweier, den Trainer Peter Thiede betreut, treten die Ersatzleute der U23-WM an: Julius Lingnau und Kaspar Virnekäs. „Auch sie haben sich im Training gut geschlagen. Sie sind gut vorangekommen, da hat sich richtig was getan“, so Weihe.

Fünf Wochen Vorbereitung

Fünf Wochen lang haben sich die Sportler gemeinsam vorbereitet und dabei gute Entwicklungsschritte gemacht. Nur die unmittelbare Wettkampfvorbereitung in Berlin musste verlegt werden. Stattdessen ging’s zum Streckenfahren nach Köln. „Da sind alle gut dabei gewesen. Insgesamt waren unsere Trainingswochen sehr ordentlich, es gab keine Ausfälle, die Entwicklung ist positiv, die Jungs sind super motiviert und es ist ein gutes Miteinander“, sagt Weihe.

Starkes Teilnehmerfeld

Bei der EM gilt es, die Geschwindigkeit auf die Strecke zu bringen. Das Teilnehmerfeld verspricht spannende Rennen. Der Zweier muss sich in einem Feld von neun Booten durchsetzen, darunter der WM-Zweite Litauen und der WM-Dritte Rumänien. Im Achter gehen Estland, Tschechien, Polen, Rumänien und U23-Weltmeister Großbritannien an den Start. Die Briten treten mit einer im Vergleich zur WM leicht veränderten Mannschaft an, Polen und Rumänien schicken ihre WM-Formationen. „Das ist ein hochkarätiges Feld, hier können wir uns mit der U23-Weltelite messen. Da freuen wir uns drauf“, so Weihe.

02.09.2022 | von Felix Kannengießer

Impressionen vom Training bei der U23-EM in Belgien am Donnerstag.

Fotos: Detlev Seyb 

Besetzungen

U23-Achter: Sven Achterfeld (RRG Mülheim), Hannes Post (LRV Mecklenburg-Vorpommern), Ole Bartenbach (RG Speyer 1883), Lennart van Beem (Essen-Werdener RC von 1896), Paul Martin (Essener RG), Valentin Wiering (RV Treviris Trier), Simon Holtmeyer (RC Hansa Dortmund), Max Rosenfeld (Lübecker RG von 1885), Steuermann Florian Wünscher (RG Rotation Berlin).
U23-Zweier ohne Steuermann: Julius Lingnau (Bonner RG), Kaspar Virnekäs (Münchener RC von 1880).

Zeitplan

U23-Achter: Samstag, 12 Uhr, Bahnverteilungsrennen; Sonntag, 15.48 Uhr, Finale.
U23-Zweier ohne Steuermann: Samstag, 10.25 Uhr, Vorlauf; Sonntag, 14 Uhr, A-Finale.

Termine

SH Netz Cup in Rendsburg

Freitag, 30.09.: Ergo-Cup im Rendsburger Hafen (19.30 Uhr)
Samstag, 01.10.: Sprintrennen im Rendsburger Hafen (16.10 Uhr)
Sonntag, 02.10.: 12,7-Kilometer-Langstrecke von Breiholz nach Rendsburg (13.10 Uhr)
Nationen: Deutschland, Niederlande, USA, Ukraine

TV-Übertragung:
NDR Schleswig-Holstein Magazin (Fr., ab 19.30 Uhr)
NDR live (So., 13.00 Uhr - 14.00 Uhr)
Weitere Infos: shnetzcup.de

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