Wechsel nach Dortmund soll sich auszahlen

Lasse Grimmer ist einer von vier Neuen in der U23-Trainingsgruppe am Stützpunkt und hat schon Flexibilität bewiesen: Für das Team ist er auf Steuerbord gewandert.
 

Lasse Grimmer ist Veränderungen gewohnt: Siebenmal ist er in seinem Leben schon umgezogen. Sportlich ist der 20-Jährige erst vom Skullen zum Riemen und dann von Backbord auf Steuerbord gewechselt. Die neueste Veränderung soll sich bald auszahlen, denn seit dieser Saison ist Grimmer einer von vier Neuen in der U23-Trainingsgruppe am Dortmunder Stützpunkt. Seine Ziele hat er klar gesteckt – im nächsten Sommer soll es für ihn erstmals zur U23-WM gehen.

Dreimal die Woche pendeln

Grimmer ist im bayrischen Erlangen in Mittelfranken geboren und seitdem viel herumgekommen. Nach ganzen sieben Umzügen wohnt er mittlerweile in Essen, die Nähe zum Dortmunder Stützpunkt will er nun ausnutzen. „Es gibt im Riemenbereich nichts besseres, als in Dortmund zu trainieren“, findet er. Momentan pendelt Grimmer jeden Mittwoch und an den Wochenenden zum Stützpunkt, am Hauptbahnhof Dortmund hat er extra ein Fahrrad platziert. Die anderen Tage verbringt er bei seinem Heimatverein, der Ruderriege ETUF Essen, auf dem Ergometer oder im Kraftraum.

Zwischen Sport und Studium

„Anders lässt es mein Studium aktuell leider nicht zu. Ich fühle mich aber in der Gruppe gut aufgenommen und hoffe, dass ich die ersten Schritte in die richtige Richtung machen konnte“, sagt der International Management Student der Hochschule Ruhr West in Mülheim. Seine Visitenkarte hat er in Dortmund auf jeden Fall schon hinterlassen, war bei den Regatten in Bernkastel-Kues, Boston und Basel im U23-Achter dabei. Außerdem hat er Flexibilität bewiesen. Weil es in der U23-Gruppe zu viele Backborder gibt, ist Grimmer Anfang November erstmals in seiner Ruderlaufbahn auf Steuerbord gewechselt. „Es läuft im Training schon ganz gut“, berichtet er: „In den hohen Frequenzen muss ich aber noch zulegen.“

Vom Skullen zum Riemen

Grimmer, der seit acht Jahren rudert, ist zuversichtlich, auch diese Veränderung zu stemmen. So wie er 2016 den Sprung vom Skullen zum Riemen geschafft hat. „Das hatte zwei Gründe. Zum einen hat es sich im Ruderboot einfach besser angefühlt. Zum anderen mag ich die Gruppendynamik im Riemenbereich. Da ist Rudern noch mehr ein Mannschaftssport. Beim Skullen verbringt man viel Zeit im Einer“, erzählt Grimmer. Der Wechsel hat sich sportlich ausgezahlt, bei der Junioren-WM hat er 2016 im Vierer mit Steuermann Silber eingefahren – unter anderem mit Oliver Peikert, auf den er nun in Dortmund wieder getroffen ist.

Die nächsten Ziele hat Lasse Grimmer schon vor Augen: „Es ist natürlich toll, auch die Ruderer aus dem A-Kader zu erleben und sich mit ihnen zu vergleichen. Aber ich fasse meine Ziele nicht in weiter Ferne, sondern schaue von Saison zu Saison. Für mich gilt es jetzt erst einmal, in der U23-Gruppe weiter Fuß zu fassen und mich für die U23-WM in Florida zu empfehlen.“

10.12.2018 | von Felix Kannengießer

Lasse Grimmer ist einer von vier Neuen am Dortmunder Stützpunkt.

2016 wagte Grimmer den Sprung vom Skullen zum Riemen.

Lasse Grimmer beim Training im U23-Achter auf dem Dortmund Ems Kanal.

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