Bronze für Schubert/Virnekäs bei den World University Games

Achter und Vierer liefern in London (Kanada) beherzte Leistungen und kommen jeweils auf den fünften Platz

Alle drei Boote des Stützpunkts Dortmund haben bei den die FISU World University Rowing Championships in Kanada das A-Finale erreicht und damit die zuvor gesteckten Ziele erfüllt. Am Ende gab es für die Athleten aus dem Perspektivkader und U23-Bereich in London, Ontario, eine Medaille zu feiern: Simon Schubert und Kaspar Virnekäs holten im Zweier die Bronzemedaille, der Vierer ohne Steuermann und der Achter belegten jeweils Rang fünf.

„Dass alle drei Boote das A-Finale erreichen, ist nicht selbstverständlich. Insgesamt ist es ein gutes Ergebnis, auch wenn wir auf mehr Medaillen gehofft hatten und im Zweier vielleicht noch mehr drin gewesen wäre“, bilanziert Trainerin Jana Peters. Letztlich überwog die Freude über die positiven Eindrücke des Großereignisses Kanada: „Die Zusammenarbeit mit den jungen Athleten hat viel Spaß gemacht. Die schöne gemeinsame Abschlusszeremonie hat das nochmal abgerundet.“

Zweier mit schnellster Zeit im Vorlauf

Der Zweier mit Simon Schubert und Kaspar Virnekäs hatte schon im Vorfeld Hoffnungen auf Edelmetall geweckt. Das eingespielte Duo unterstrich sein Potenzial im Vorlauf. Mit der schnellsten Zeit aller Boote qualifizierten sich die beiden souverän für das A-Finale. Auch dort zeigten sie ein starkes Rennen, mussten auf den letzten Metern allerdings dem Doppelstart Tribut zollen. Nur wenige Stunden zuvor waren Schubert und Virnekäs bereits im Achter gefordert gewesen.

„Die Medaille ist auf jeden Fall schön, aber wir sind nach dem guten Vorlauf nicht hundertprozentig zufrieden. Durch den Doppelstart hatten wir am Ende leider nicht mehr die nötige Kraft“, haderte Schubert. Trotzdem freute sich das Duo über Bronze. Für Schubert war es bereits die zweite Medaille bei den World University Games nach Silber im Achter bei seiner Premiere 2024 in Rotterdam. „Diesmal war das Niveau gefühlt sogar noch einmal höher“, so Schubert.

Vierer steigert sich von Rennen zu Rennen

Auch der Vierer mit Julian Garth, Friedrich Amelingmeyer, Paul Martin und Sven Achterfeld musste im A-Finale mit der besonderen Belastung der Doppelstarts umgehen, hier lagen nur zwei Stunden zwischen den Rennen. Trotzdem konnte sich der Vierer im Vergleich zum Vorlauf technisch nochmal verbessern, auch wenn der Akku am Ende für keine Medaille, sondern für Platz fünf reichte. „Wir haben uns von Rennen zu Rennen gesteigert und konnten im Finale noch einmal einen guten Auftritt zeigen“, fand Peters.

Spannendes Finale im Achter

Der Achter mit Simon Schubert, Kaspar Virnekäs, Friedrich Amelingmeyer, Julian Garth, Sven Achterfeld, Paul Martin, Leo Fischer und Tom Tewes saß bei den World University Games erstmals unter Wettkampfbedingungen mit der kurzfristig eingesprungenen Steuerfrau Natalie Sendjuk zusammen. Hinzu kamen auch hier die besonderen Bedingungen der Doppelstarts. Im Bahnverteilungsrennen funktionierte deswegen noch nicht alles wie gewünscht.

Im Finale, das aufgrund loser Bojen mit Verzögerung begann, war die Crew deutlich besser aufeinander eingespielt. Den Start erwischte der Achter allerdings nicht optimal und musste zunächst einem Rückstand hinterherfahren. Im weiteren Rennverlauf kämpfte sich die Mannschaft mit einer beherzten Leistung immer näher an die Medaillenplätze heran. Am Ende fehlte in einem engen Feld nicht viel: Platz fünf stand zu Buche, aber die Niederlande auf Platz drei waren nur eine halbe Sekunde entfernt.

„Besonderes Erlebnis“

„Wir haben im Finale nochmal gut aufgeholt. Leider hat es dann nicht gereicht“, sagt Tom Tewes. Der 25-Jährige gehört mit vier Teilnahmen an den World University Games zu den Erfahrensten des Dortmunder Teams. Er nimmt viele positive Eindrücke aus Kanada mit: „Es war ein besonderes Erlebnis. Auch die Strecke mitten in der Natur war super schön.“ Für die Ruderer geht es nun teilweise noch privat in Kanada weiter, bevor sie die Heimreise antreten. Peters kehrt derweil zum Stützpunkt nach Dortmund zurück und bereitet bereits das nächste internationale Projekt vor: Bei der U23-Europameisterschaft wird sie den deutschen Vierer ohne Steuermann betreuen.

17.08.2026 | von Felix Kannengießer

 

Eindrücke von den FISU World University Rowing Championships in Kanada.

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