U23-Bereich bringt Talente aus ganz Deutschland zusammen

Zwei Trainingswochenenden am Stützpunkt Dortmund boten jungen Ruderern die Gelegenheit, sich zu zeigen

Das Trainerteam um U23-Bundestrainer Christian Viedt hat zuletzt gleich zweimal junge Ruderer aus ganz Deutschland am Stützpunkt Dortmund zusammengebracht. Bei zwei Trainingswochenenden standen das gemeinsame Arbeiten im Achter und die Sichtung neuer Talente im Mittelpunkt. Die jungen Athleten konnten sich im direkten Vergleich präsentieren und das Trainerteam erhielt einen breiteren Überblick über den Nachwuchs aus den verschiedenen Regionen.

Den Auftakt machte vom 16. bis 18. Oktober ein von der Wilo-Foundation unterstütztes Trainingswochenende. Insgesamt 30 junge Ruderer trainierten von Freitag bis Sonntag in Dortmund. Neben der U23-Heimgruppe des Stützpunkts waren vor allem Aufsteiger aus dem Juniorenbereich dabei, die nicht an der Junioren-Weltmeisterschaft teilgenommen hatten. „Wir wollten noch mehr Talenten die Chance geben, sich zu zeigen, und den Kreis bei der Sichtung erweitern“, erklärt Viedt. Die Teilnehmer kamen aus dem gesamten Bundesgebiet – von München bis Rostock. Gefahren wurde vor allem im Großboot. Mit dabei waren deswegen drei Steuerfrauen: Mia Wegele, Ella Lötsch und Ann-Kathrin Brinken. Viedts Fazit fiel positiv aus: „Wir haben neue Talente entdeckt.“

40 Athleten am Stützpunkt

Am vergangenen Wochenende folgte das zweite Treffen mit insgesamt 40 Athleten. Dabei kam erstmals in dieser Saison der größere Kreis des U23-Bereichs zusammen. Neben der Dortmunder Heimgruppe waren sowohl bereits erfahrene U23-Ruderer als auch neu aufgestiegene Sportler aus dem Juniorenbereich vertreten. Für Viedt war es eine wichtige Gelegenheit, die gesamte Gruppe erstmals gemeinsam auf dem Wasser zu erleben.

Auch diesmal lag der Schwerpunkt auf dem Großboot. In Achtern und gemischten Kombinationen wurden die Athleten zusammengesetzt. Dabei ging es auch darum, dass jüngere Ruderer von den Erfahrungen der bereits etablierten U23-Athleten profitieren. „Wir haben gut trainiert und Alt und Jung zusammengebracht. Es war das erste Mal in dieser Saison, dass wir alle gemeinsam gesehen haben – ein guter Auftakt“, bilanzierte Viedt, der an beiden Wochenenden von seiner Trainerkollegin Jana Peters unterstützt wurde. Außerdem waren mit Alex Weihe und Peter Thiede zwei ehemalige U23-Bundestrainer jeweils an einem der Trainingswochenenden vor Ort und brachten ihre Erfahrung ein.

Schüler-Achter zu Besuch

Darüber hinaus waren am vergangenen Wochenende zwei Schüler-Achter zu Gast am Stützpunkt in Dortmund. Die jeweils neun Schüler von der Poelchau-Schule in Berlin und dem Humboldt-Gymnasium aus Hannover haben die Einladung zum Wochenende beim Schüler-Achter-Cup, der im Rahmen von „Jugend trainiert für Olympia“ in Berlin ausgetragen wurde, gewonnen. Berlin als Sieger von diesem Jahr, Hannover war als Zweitplatzierter vom Vorjahr nachgerückt.

Die Schüler im Alter von 14 bis 19 Jahren konnten in den Trainingsalltag hineinschnuppern und viel mitnehmen. Teilweise waren – inklusive des U23-Lehrgangs – sechs Nachwuchs-Achter gleichzeitig auf dem Wasser. Dazu dann noch zwei Achter aus dem Team Deutschland-Achter am Samstagvormittag. Neben dem Training im Großboot von Freitag bis Sonntag hatte das Team Deutschland-Achter für die Schüler ein Highlight parat: gemeinsame Ausfahrten am Samstag-Mittag in gemischten Achtern. Für zweimal 45 Minuten waren jeweils vier Schüler mit vier Nationalmannschaftsruderern in einem Boot auf dem Wasser. „Dieses Erlebnis, aber auch das ganze Wochenende werden sie hoffentlich lange prägen. Im Ruderboot, aber auch generell für ihren weiteren Lebensweg“, sagt Geschäftsführer Carsten Oberhagemann.

04.11.2026 | von Felix Kannengießer und Carsten Oberhagemann

 

Eindrücke von den U23-Trainingswochenenden und dem Besuch der Schüler-Achter am Stützpunkt Dortmund.

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