Team Deutschland-Achter nimmt die Saison in den Blick

Von den ersten Rennen im Herbst bis zur WM mit Olympia-Qualifikation im August 2027

Seit Ende September läuft am Dortmunder Stützpunkt wieder das gemeinsame Training des Team Deutschland-Achter. Nach der Wettkampfpause sind die Athleten inzwischen größtenteils zurück, sowohl die WM-Fahrer als auch diejenigen aus dem erweiterten Kader, die in der vergangenen Saison nicht in Amsterdam am Start waren. Damit beginnt die Phase, in der die Karten neu gemischt werden. Das große Ziel steht bereits fest: die Weltmeisterschaften in Luzern, bei denen auch die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2028 ausgefahren wird.

Am 14. November wartet mit dem BaselHead der erste Wettkampf der neuen Saison. Der Deutschland-Achter schickt drei Boote auf den Rhein, wo die Dortmunder bereits einige Erfolge feiern konnten. Auf der 6,4 Kilometer langen Strecke und im zuvor ausgefahrenen Sprint können die Athleten erste Wettkampfpraxis sammeln. Ende November folgt in Leipzig die erste DRV-interne Leistungsüberprüfung. Auf dem Programm stehen der Ergotest über 2.000 Meter und die Langstrecke im Zweier. „Leipzig gibt uns einen ersten Aufschluss über die individuellen Leistungen durch den Ergometertest. Und auch im Ruderboot können wir sehen, wie sich die Athleten entwickelt haben, vor allem diejenigen, die nicht bei der WM waren“, sagt Bundestrainerin Sabine Tschäge.

Lago Azul vor und nach dem Jahreswechsel

Vom 3. bis 19. Dezember verlagert sich das Training nach Portugal. Insgesamt 18 Athleten werden nach Lago Azul reisen, über gute Ergebnisse in Leipzig können sich die Ruderer für das Trainingslager empfehlen. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt in Portugal auf dem Vierer und Achter. Mitte Februar 2027 kehrt das Team für rund drei Wochen zurück nach Lago Azul. Neben der weiteren Grundlagenarbeit rückt dann der Zweier stärker in den Mittelpunkt. Die Trainingsphase dient der Vorbereitung auf die Deutschen Kleinbootmeisterschaften, bei denen die individuelle Leistung im Boot entscheidend sein wird.

Im Zweier in München und Brandenburg

Ende März steht in München eine weitere Leistungsüberprüfung an. Dabei müssen die Athleten sich zunächst auf dem Ergometer zeigen. Hinzu kommen zwei Belastungen über jeweils 1500 Meter im Zweier. Dabei können die Ruderer die Rennfrequenzen üben, die wenige Wochen später gefragt sind: vom 23. bis zum 25. April bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften in Brandenburg. Der Wettkampf bildet eine wichtige Grundlage für die anschließenden Nominierungsentscheidungen. Wer sich im Kleinboot durchsetzt, verbessert seine Ausgangslage für die weiteren Schritte in Richtung WM.

Von Duisburg über Bled nach Racice

Mitte Mai geht es bei der Wedau-Regatta in Duisburg weiter. Das Team Deutschland-Achter plant, dort im Zweier, Vierer und Achter anzutreten. „Da findet 2028 der Weltcup statt. Von daher ist es gut, mal wieder in Duisburg zu starten. Es ist auch eine schöne Regatta, bei der wir etwas ausprobieren können“, so Tschäge. Für das Trainerteam bietet sich damit die Gelegenheit, verschiedene Besetzungen unter Wettkampfbedingungen zu testen und die Erkenntnisse aus den Kleinbootmeisterschaften in die Arbeit mit den größeren Booten zu übertragen. Im weiteren Saisonverlauf rückt die internationale Konkurrenz in den Fokus. Ende Mai geht’s los mit den Europameisterschaften im slowenischen Bled (28.-30. Mai). Am 9. Juli steht der dritte Weltcup im tschechischen Račice auf dem Plan. Ob das Team auch die ersten beiden Weltcups im Juni bestreitet, hängt davon ab, wo diese stattfinden werden und wie sich die Termine mit der eigenen Planung vereinbaren lassen.

Höhepunkt der Saison in Luzern

Vor den Weltmeisterschaften in Luzern ist ein Trainingslager in Ratzeburg vorgesehen. Dort soll der letzte Feinschliff für den Saisonhöhepunkt erfolgen. Vom 23. bis zum 29. August trifft sich die internationale Ruderelite dann bei den Weltmeisterschaften in der Schweiz. Auf dem Rotsee geht es nicht nur um die WM-Medaillen: In den olympischen Bootsklassen werden zugleich die ersten Startplätze für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles vergeben. Von den ersten Kilometern auf dem Rhein bis zu den entscheidenden Rennen auf dem Rotsee spannt sich damit der Bogen einer Saison, in der nicht nur die Grundlagen für die Gegenwart, sondern auch für die Zukunft gelegt werden sollen. Mit dem SH Netz Cup in Rendsburg (eine Woche nach der WM, 3.-5.9.2027) endet für den Deutschland-Achter schließlich die Regattasaison 2027.

25.10.2026 | von Felix Kannengießer

 

Die ersten Vorbereitungen laufen: Das Team Deutschland-Achter nimmt die Saison in den Blick.

Termine

14.11.2026: BaselHead in Basel (Schweiz)
28./29.11.2026:
Langstrecke in Leipzig

Unser weiterer Weg nach LA2028:
Weltmeisterschaften 2027 in Luzern (Schweiz, 23.-29. August 2027)
Olympische Spiele 2028 in Los Angeles (USA, 14.-30. Juli 2028)

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