Chaotische Regatta für den U23-Nachwuchs

Plätze 8, 6 und 4 für den Zweier, Vierer und Mixed-Achter bei den U23-Europameisterschaften im polnischen Kruszwica

Eine chaotische U23-EM erlebten die Nachwuchssportler vom Dortmunder Ruderleistungszentrum zum Saisonabschluss: Im polnischen Kruszwica mussten die sechs Athleten nicht nur mit den Gegnern auseinandersetzen, sondern vor allem auch mit den Bedingungen kämpfen. Technische Probleme an der Startbrücke, Verzögerungen, Seitenwind, der keine fairen Bedingungen zuließ, und im Einzelzeitfahren ausgetragene Rennen sorgten für schwierige Umstände bei den kontinentalen Titelkämpfen in Polen.

Der Start in die Regatta verlief für den Zweier ohne Steuermann mit Carl Sgonina und Justus Beckmann alles andere als planmäßig. Die Beiden fuhren bereits zum Start ihres Vorlaufrennens, wurden dann aber zurückbeordert. Das Vorlaufrennen wurde aufgrund von Funktionsstörungen an der Startbrücke um vier Stunden verschoben. Dann, als es endlich soweit war, wurde der Rennmodus auf Einzelzeitfahren geändert – die Information erreicht die Beiden ebenfalls erst, als sie bereits auf dem Wasser waren. Schließlich reichte es für mit der viertbesten Zeit ihres Vorlaufrennens hinter Rumänien, Belgien und Polen nicht fürs anvisierte A-Finale. Im B-Finale am Sonntag belegten Beckmann/Sgonina schließlich den zweiten Platz hinter dem Boot aus der Türkei, mit sie sich ein kämpferisches Duell auf der Strecke geliefert hatten. „Im Vorlauf hätte es ihnen sicher gutgetan, mit Gegnern zu fahren. Das B-Finale war dann aber ein guter Abschluss“, sagte Trainerin Jana Peters.

„Wichtige Erfahrungen gesammelt“

Für den Vierer ohne Steuermann mit David Kalle, Julius Watzka, Moritz Bitz und Collin Liebe lief es reibungsloser. Alle Rennen konnten mit Gegnern stattfinden. Das junge Quartett mit drei Aufsteigern aus dem Juniorenbereich schaffte zunächst als Vorlaufzweiter (hinter Gastgeber Polen) den sicheren Einzug ins A-Finale. Dort lagen sie bis 1500 Meter auf einem guten vierten Platz, mussten auf dem letzten Streckenabschnitt aber noch Italien und Kroatien passieren lassen. „Die anderen Boote kamen besser mit den Gegenwind-Bedingungen zurecht. Aber die vier jungen Sportler konnten hier wichtige Erfahrungen bei der internationalen Regatta sammeln“, meinte Peters.

Das abschließende Mixed-Achter-Finalrennen war dann erneut ein Kampf gegen die Uhr – also wieder Einzelzeitfahren und diesmal sogar ein Finale. Das deutsche Boot, mit Carl Sgonina, Justus Beckmann, Julius Watzka und Moritz Bitz an Bord – belegte hinter Rumänien, Tschechien und Italien den vierten Platz. Zu einer erhofften Medaille fehlten gut zwei Sekunden.

08.09.2026 | von Carsten Oberhagemann

Der U23-Zweier mit der U23-EM in Kruszwica: Justus Beckmann und Carl Sgonina.

Bilder: Detlev Seyb & Maren Derlien

Platz 6 im A-Finale: der Vierer ohne Steuermann mit David Kalle, Julius Watzka, Moritz Bitz und Collin Liebe, trainiert von Jana Peters. 

Platz 4 am Ende für dn Mixed-Achter. Das Finale wurde im Zeitfahren ausgetragen.

Bilder: Detlev Seyb & Maren Derlien

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