U23-WM: Deutsche Riemenboote bleiben in Duisburg ohne Medaille
Bei der Heim-WM erreicht der U23-Achter mit Platz fünf die höchste PlatzierungDie Heim-Weltmeisterschaften in Duisburg verliefen für die deutschen U23-Riemenboote anders als erhofft. Weder Zweier noch Vierer erreichten das A-Finale, während der U23-Achter zwar den Sprung ins Medaillenrennen schaffte, dort jedoch nicht im Kampf um die Podestplätze eingreifen konnte. Am Ende stand ein fünfter Platz im Finale – und damit ein Wochenende, das hinter den eigenen Erwartungen zurückblieb, aber klare Ansatzpunkte für die weitere Entwicklung lieferte.
Für das Trainerteam gilt es nun, die Titelkämpfe in Ruhe zu besprechen und die richtigen Schlüsse aus den Rennen zu ziehen. „So einen Tag arbeitet man nicht von heute auf morgen auf“, sagte U23-Bundestrainer Christian Viedt nach dem Wettkampf: „Wir werden die WM genau analysieren. Heute ist vieles nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgenommen hatten.“
Hanack/Flöter im Zweier
Im Zweier ohne Steuermann konnten Ole Hanack und Ensio Flöter ihre Leistungen aus der Vorbereitung nicht vollständig abrufen. Im Vorlauf blieb das Duo hinter den eigenen Möglichkeiten, am Ende gelang der Sprung ins A-Finale nicht. Im B-Finale belegten die beiden schließlich Rang zwei. In dieser Bootsklasse gelang – mit anderen Kombinationen – in den vergangenen zwei Jahren der Gewinn von zwei Silbermedaillen. Auch Hanack/Flöter hatten sich mehr vorgenommen.
Vierer gewinnt B-Finale
Der Vierer ohne Steuermann mit Johannes Benien, Maximilian Brill, Georg Rieck und Jakob Knapp blieb ebenfalls unter seinen Möglichkeiten. Nach einer nicht einfachen Vorbereitung fehlte dem Boot im Wettkampf vor allem die Abstimmung. Trotz einer kämpferischen Leistung reichte es am Ende nicht für den ganz großen Wurf. Bitter: Im Halbfinale fehlten lediglich 15 Hundertstelsekunden zum Einzug ins A‑Finale – ein denkbar knappes Ergebnis. Im B-Finale konnte die Vierer-Crew ihr letztes Rennen gewinnen und so noch einen versöhnlichen Abschluss feiern.
Schwieriger Start im Achter
Mit großen Hoffnungen war auch der U23-Achter in die Titelkämpfe gestartet. Die Mannschaft hatte sich im Trainingslager gut entwickelt und im Vorlauf trotz schwieriger Windbedingungen und des Ausfalls von Leon Gronbach einen überzeugenden Eindruck hinterlassen. Im Finale konnte die Crew mit Justus Beckmann, dem wieder genesenen Leon Gronbach, Leonardo Rosenquist, Lino Zastrow, Carl Sgonina, Julius Kaim, Vinzent Kuhn, Felix Zeymer und Steuerfrau Mia Wegele jedoch nicht ganz an diese Leistung anknüpfen. Nach einem verzögerten Startverfahren aufgrund des Seitenwinds fand der Achter nicht gut ins Rennen und musste früh einem Rückstand hinterherfahren. Im weiteren Rennverlauf gelang es nicht mehr, den Anschluss an die Medaillenplätze herzustellen. Rang fünf spiegelte am Ende nicht das Leistungsvermögen wider, das die Mannschaft zuvor bereits gezeigt hatte. Auch im Mixed-Achter sammelte das Team weitere internationale Erfahrung und belegte Rang sechs.
26.07.2026 | von Felix Kannengießer
Die Eindrücke von der U23-WM.
Fotos: Detlev Seyb
Termine & Ergebnisse
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04.-15.08.2026: Trainingslager in Ratzeburg
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