U23-Team reist hoffnungsvoll zur Heim-WM in Duisburg

Titelkämpfe im Ruhrgebiet. U23-Bundestrainer Christian Viedt: „Die Top-Leute von morgen werden hier gemacht.“

Vor heimischer Kulisse wartet auf die deutschen U23-Ruderer der Höhepunkt der Saison: In Duisburg werden vom 23. bis 26. Juli die Weltmeistertitel und -medaillen vergeben. Nach einem intensiven Trainingslager in Breisach reiste das Team am Montag ins Ruhrgebiet und absolviert nun vor Ort die letzten Einheiten. Die Hoffnungen sind groß: Achter, Vierer und Zweier wollen ihre Entwicklung der vergangenen Wochen bestätigen und im Kampf um die Medaillen ein Wort mitreden.

„Es war ein sehr schönes und produktives Trainingslager mit hervorragenden Rahmenbedingungen“, zieht U23-Bundestrainer Christian Viedt ein positives Fazit aus der direkten WM-Vorbereitung. Bei guten Wetterbedingungen hat sich die Mannschaft sportlich noch einmal deutlich weiterentwickelt. Nun gilt es, die Form auf den Punkt abzurufen für die Titelkämpfe auf der modernisierten Regattastrecke in Duisburg. „Wir sind gut vorbereitet und freuen uns auf die Heim-WM. Vor den eigenen Fans zu starten, ist natürlich etwas Besonderes“, so Viedt.

Achter-Crew „zusammengewachsen“

Der Achter reist mit Zuversicht zur Heim-WM. Nach der Bronzemedaille im vergangenen Jahr möchte das Team erneut im Kampf um die Podestplätze mitmischen. In der Vorbereitung konnte sich die Achter-Crew Schritt für Schritt steigern und befindet sich pünktlich zur U23-WM in guter Form. „Im Trainingslager ist die Mannschaft noch enger zusammengewachsen, auch die Athleten mit bislang wenig Achter-Erfahrung haben sich schnell integriert. Wir haben gute Fortschritte gemacht“, erzählt Viedt. In Duisburg treffen Justus Beckmann, Leon Gronbach, Leonardo Rosenquist, Lino Zastrow, Carl Sgonina, Julius Kaim, Vinzent Kuhn, Felix Zeymer und Steuerfrau Mia Wegele auf insgesamt acht Achter.

Vierer hat physisch zugelegt

Auch der Vierer ohne Steuermann blickt hoffnungsvoll auf die U23-Weltmeisterschaften. Nach einer anspruchsvollen Vorbereitung präsentierten sich Johannes Benien, Maximilian Brill, Georg Rieck und Jakob Knapp zuletzt bei den Deutschen U23-Meisterschaften in starker Form. Im Vergleich zum Vorjahr wurde die Mannschaft insbesondere physisch noch einmal verstärkt. Mit dieser Entwicklung soll nun auch international der nächste Schritt gelingen. „Der Vierer ist stark besetzt“, sagt Viedt. Nach Platz sechs bei der U23-WM 2025 möchte sich der Vierer im 16 Boote starken Feld in Duisburg in diesem Jahr noch weiter nach vorne schieben.

Schnellste Ruderer im Zweier

Gute Perspektiven hat der Zweier ohne Steuermann, in dem die in dieser Saison insgesamt stärksten Ruderer sitzen: Ole Hanack und Ensio Flöter. Das Boot hat in den vergangenen Wochen seine gute Entwicklung mit überzeugenden Leistungen bestätigt. Bei den Deutschen U23-Meisterschaften setzte sich das Duo unter anderem gegen den amtierenden U23-Vizeweltmeister durch und reist als schnellster deutscher Zweier nach Duisburg. Nach zwei Silbermedaillen in den vergangenen Jahren ist eine Medaille auch diesmal das Ziel. „Wir hoffen, dass die beiden ganz vorne mitmischen können. Die Voraussetzungen haben sie“, findet Viedt. Gegen 17 Konkurrenten muss sich das Duo durchsetzen.

Zeitplan

Als erstes geht der Zweier am Donnerstag in seinen Vorlauf (ab 11:11 Uhr), am Freitag (ab 10:19 Uhr) folgt das Halbfinale, am Samstag das A-Finale um 11:50 Uhr. Der Vierer hat seinen Vorlauf am Donnerstag (ab 14:21 Uhr), das Halbfinale am Freitag (ab 11:03 Uhr), und das A-Finale steigt am Samstag um 12:48 Uhr. Der Achter startet am Donnerstag (ab 15:13 Uhr) mit dem Vorlauf, das A-Finale wartet am Sonntag um 11:03 Uhr. Als Ersatzfahrer halten sich Jakob Bergmann und Julius Watzka bereit.

Wie stark die internationale Konkurrenz letztlich einzuschätzen ist, lässt sich im U23-Bereich nur schwer vorhersagen. „Die Top-Leute von morgen werden hier gemacht. Deshalb schauen wir vor allem auf uns und unsere eigene Leistung“, so Viedt.

21.07.2026 | von Felix Kannengießer

 

Die ersten Trainingsläufe bei der U23-WM in Duisburg.

Fotos: Detlev Seyb

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04.-15.08.2026: Trainingslager in Ratzeburg
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