„Das große Ziel ist Olympia“

Die Stimmen zur Präsentation des Team Deutschland-Achter

Am Donnerstag wurde am Stützpunkt Dortmund das Team Deutschland-Achter präsentiert. Für die Sportler geht es damit nach Monaten der harten Arbeit in Trainingslagern endlich in die Wettkampfphase, die mit dem Weltcup in Varese am 12. April beginnt und ihren Höhepunkt ab dem 27. Juli mit den Olympischen Spielen in Paris findet. Wir haben bei einigen der Athleten aus dem Deutschland-Achter und dem Vierer ohne Steuermann sowie bei Zweier-Trainer Alexander Weihe nachgehört, wie die Gefühlslage nach der Nominierung war und welche Ziele nun bevorstehen.

Hannes Ocik: „Es macht mich unfassbar stolz, dass ich es nach dieser quasi gefühlten Achterbahnfahrt der letzten eineinhalb Jahre geschafft habe, mich jetzt für Paris empfehlen zu können und im Achter zu sitzen. Ehrlicherweise habe ich im Winter schon fast nicht mehr dran geglaubt, dass es klappt und es kam für mich sehr überraschend. Umso stolzer und froher bin ich, dass ich jetzt mit der Mannschaft angreifen kann. Paris ist für mich was ganz Besonderes, vor gefühlt ‚heimischer‘ Kulisse – es werden ja ganz viele Ruderfans auch aus Deutschland dabei sein. Genau das ist es, was mich am Ende sehr motiviert.“

Benedict Eggeling: „In der Vorbereitung auf die Saison hat man auf jeden Fall schon gemerkt, dass ein bisschen mehr Zug drin war als in den letzten Jahren. Jeder hat versucht, in den Deutschland-Achter reinzukommen. Da war die Motivation für mich nochmal umso größer, meinen Platz zu verteidigen. Ich bin glücklich, dass es am Ende gereicht hat, und ich blicke auf die Aufgaben, die auf uns als Mannschaft zukommen. Bis zum ersten Weltcup ist es jetzt wichtig, als Team zusammenzukommen und so viel Stabilität – im Sinne der Konstanz über die Strecke – ins Boot zu bekommen, wie es geht. In den letzten Wochen haben wir gute Fortschritte gemacht und blicken mit Zuversicht Richtung Varese.“ 

Mattes Schönherr: „Es ist eine coole Sache, für den Deutschland-Achter nominiert zu sein, und jedes Mal aufs Neue besonders. Es ist ein laufender Prozess, weil wir auch noch nicht fertig mit dem sind, was wir uns vorgenommen haben. Ich habe immer probiert, mir Jahr für Jahr kleine Ziele zu stecken und immer das maximal Mögliche rauszuholen und das Höchste mitzunehmen. Jetzt ist es Olympia und ich bin sehr glücklich, dass dieser riesige Lebenstraum in Erfüllung geht.“

Olaf Roggensack: „Es ist erfreulich, dass ich die Leistung gehalten habe und wieder im Deutschland-Achter sitzen darf. Die Vorfreude auf die Saison ist riesig, vor allem mit Hinblick auf die Olympischen Spiele. Ich war ja schon in Tokio dabei – das war ohne Zuschauer und unter besonderen Umständen. In Paris wird das Feeling hoffentlich besser sein. Deswegen ist die Vorfreude auf diese Olympischen Spiele bei mir noch größer. Sportlich wollen wir unsere bestmögliche Leistung abrufen und jeder hofft dann natürlich am Ende, um die Medaillen mitzufahren. Der Achter kommt immer mehr ins Rutschen. Wir ersehenen jetzt den ersten Wettkampf und gucken, was dabei rumkommt.“

Max John: „Es ist ein aufregendes Gefühl, es nochmal geschafft zu haben. Letztes Jahr war es für mich das erste Mal im Deutschland-Achter. In der neuen Saison steigt man dann natürlich mit demselben Ziel ein und dann arbeitet man dafür. Im Herbst ging es schon gut los mit guten Werten, dann habe ich über den Winter hart gearbeitet – so ist es jetzt ein befriedigendes Gefühl und ein Stück weit Stolz, dass man die Leistung durchhalten und sich gegen andere durchsetzen konnte, die auch stark gearbeitet haben mit dem gleichen Ziel. Das macht für den Moment stolz, zeigt aber auch, dass jetzt noch eine Aufgabe kommt mit sehr viel Erwartungshaltung und noch sehr vielen Dingen, die wir angehen müssen. Das große Ziel am Ende der Saison ist Olympia. Dafür gilt es jetzt viel zu tun.“

Torben Johannesen: „Dieses Jahr war es eine besondere Situation, weil bislang nur ein Boot für Olympia qualifiziert ist. Dadurch haben wir nur acht Ruderer-Plätze, die sicher für Olympia sind. Deswegen haben alle Sportler auf genau diese Plätze geschielt. Wir hatten drei Trainingslager, worüber wir uns qualifiziert haben. Das war schon enorm anstrengend, dreimal drei Wochen den Druck aufrecht zu erhalten – da geht jetzt viel Anspannung ab. Meine Rolle im Team ist relativ klar. Ich will meine Erfahrung und meine technische Stabilität einbringen. Ich versuche, einfach viel weiterzugeben und auch dass wir als Team geschlossener auftreten und rudern können.“ 

Malte Großmann: „Wir haben im Vierer auf jeden Fall ein echt gutes Team. Ich als Dienstältester im Boot mit 28 Jahren würde sagen, dass wir eine sehr frische Dynamik im Boot haben, von der ich auch profitiere. Ich habe außerdem meine Erfahrung, die ich mitbringe, und den Neuen mitgeben kann. Wir arbeiten als Team gut zusammen. Auch physisch gesehen haben wir uns verbessert. Was das letztendlich auf dem Wasser wert sein wird, werden wir beim Weltcup in Varese erfahren. Das ist die Generalprobe, dann wissen wir, wo wir stehen. Ich glaube, wir haben auf jeden Fall gute Chancen, uns zu beweisen.“ 

Alexander Weihe: „Wir haben ein gutes Team im Zweier. Vom physiologischen Hintergrund sind die Jungs gut aufgestellt. Und in den Trainingslagern haben wir eine gute Passfähigkeit hergestellt. Der Weltcup in Varese wird jetzt die erste Standortbestimmung. Da wollen wir Erkenntnisse sammeln.“

05.04.2024 | Interviews: Felix Kannengießer

 

Die Athleten des Team Deutschland-Achter bei der Teampräsentation am 4. April 2024.

Fotos: Detlev Seyb

Termine

Trainingslager in Völkermarkt (Österreich, 18. Juni - 3. Juli 2024)
Einkleidung in Düsseldorf (05. Juli 2024)
Trainingslager in Ratzeburg (08.-20. Juli 2024)

Anreise zu den Olympischen Spielen in Paris (Frankreich, 23. Juli 2024)
Olympische Spiele in Paris
(Frankreich, 27. Juli - 3. August 2024)
SH Netz Cup in Rendsburg (6.-8. September 2024)

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