„Ein fleißiger Lerner“

Paul Klapperich erzählt im Interview vom Sieg auf der Dortmunder Langstrecke und von seinen Zielen im A-Kader.

Mit Paul Klapperich und Jasper Angl hat ein junges Duo, das eigentlich noch im U23-Bereich antreten könnte, die DRV-Langstrecke über 6.000 Meter auf dem Dortmund-Ems-Kanal gewonnen. Beim ersten Leistungstest der noch frischen Saison haben die beiden im Zweier ohne Steuermann damit ein echtes Zeichen gesetzt. Während Angl in der vergangenen Saison im Deutschland-Achter saß, rückte Klapperich, der Bauingenieurswesen an der TU Dortmund studiert, im Herbst in den A-Kader. Im Interview verrät der 20-Jährige, was ihn antreibt, wie er den Leistungstest erlebt hat und was er sich für die Zukunft vorgenommen hat.

Wie ist das Wochenende des DRV-Leistungstets aus Deiner Sicht gelaufen?

Klapperich: Der Samstag war nicht so schön, denn der Ergotest ist nicht so gelaufen, wie ich mir das vorgenommen habe – am Ende lag ich über meinem Bestwert, den ich im Frühjahr aufgestellt hatte. Eigentlich wollte ich daran anknüpfen, leider hat es nicht geklappt. Das könnte daran gelegen haben, dass es jetzt das erste Mal ist, dass ich im A-Kader mittrainiere. Vom Volumen und vor allem der Intensität ist das nochmal was ganz anderes als im B-Kader. Das war ich anfangs noch nicht so gewohnt. Dann war ich kurz vor dem Test eine Woche krank und bin anschließend sofort wieder voll eingestiegen. Das war vielleicht ein Fehler, da fehlte mir Power, was sonst eine meiner Stärken ist.

Wie bist du dann die Langstrecke angegangen?

Klapperich: Ich wollte die Langstrecke nach dem Ergotest umso besser fahren, um mit einem guten Gewissen nach Hause gehen zu können. Ich habe es als Möglichkeit gesehen, dass ich mich jetzt auf meine Ruderfähigkeiten verlassen muss. Zum Glück hat das gut geklappt.

Wie funktioniert das Zusammenspiel mit Jasper Angl?

Klapperich: Wir kennen uns schon von der Langstrecke in Leipzig im April. Damals sind unsere Zweierpartner ausgefallen und wir wurden kurzfristig zusammengesetzt. Obwohl wir nur zwei Einheiten miteinander hatten, war das Rennen vielversprechend. Bis zur 5.000 Meter-Marke waren wir damals vorne mit dabei, dann haben wir leider einen Busch mitgenommen. Es passt bei Jasper und mir, auch menschlich. Ruderisch versuche ich, alles umzusetzen, was Jasper mir als Tipps mitgibt. Ich bin da offen für alles, nehme viel auf und probiere Dinge aus – ich würde sagen, ich bin ein fleißiger Lerner.

Wie bist du überhaupt im A-Kader aufgenommen worden?

Klapperich: Grundsätzlich bin ich ganz nett aufgenommen worden. Aber es ist an manchen Stellen auch schwierig als U23-Aufsteiger hochzukommen. Es gibt einen großen Unterschied beim Training, aber auch in Sachen Alter und Erfahrung – ich bin im letzten Jahr zum ersten Mal bei einer U23-WM gefahren. Wenn ich zum Beispiel mit Hannes Ocik im Boot sitze, haben wir elf Jahre Altersunterschied.

Was hast du dir für Ziele vorgenommen?

Klapperich: Ich liebe Herausforderungen und nehme sie dankend an. Ich versuche aber auch, nicht zu viel Druck aufzubauen – ich will es mit einer gewissen Gelassenheit angehen. Ich werde auf jeden Fall mein Bestes geben und bin dankbar, wenn das am Ende für einen Platz in einem der Boote reicht.

08.12.2022 | Interview: Felix Kannengießer

 

Paul Klapperich bei der Langstrecke in Dortmund.

Fotos: Detlev Seyb

 

Termine

Weltcup in Varese (Italien, 16.-18.06.2023)

Weltcup in Luzern (Schweiz, 07.-09.07.2023)

Trainingslager in Völkermarkt (Österreich, 21.07.-06.08.2023)

Trainingslager in Ratzeburg (16.-26.08.2023)

Weltmeisterschaften in Belgrad (Serbien, 03.-10.09.2023)

SH Netz Cup in Rendsburg (15.-17.09.2023)

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