Großes Kräftemessen beim Weltcup-Finale in Luzern

Auf dem Rotsee trifft das Team Deutschland-Achter auf die geballte internationale Konkurrenz

Der erste Auftritt des neuen Deutschland-Achter beim Weltcup in Posen verlief mit einem Start-Ziel-Sieg vor Australien und Polen verheißungsvoll. Beim Weltcup in Luzern kann sich das junge Team vom 8. bis 10. Juli gegen die geballte internationale Konkurrenz beweisen, denn auf dem Rotsee trifft fast die komplette Weltspitze im Achter aufeinander. Auch der Vierer ohne Steuermann hat einen harten Wettkampf vor sich und will den nächsten Schritt machen.

In Luzern haben insgesamt zehn Achter für das Weltcup-Finale auf dem Rotsee gemeldet. Neben Australien, das diesmal zwei Boote ins Rennen schickt, sind auch Kanada, die Niederlande, Italien, China, Großbritannien und ebenfalls mit zwei Booten Rumänien dabei. „Wir hatten in Posen einen guten Start durch den Sieg. Auch die Art und Weise, wie wir gefahren sind, war überzeugend. In Luzern wird es aber nochmal eine andere Nummer, es sind viel mehr Boote dabei und die Gegner sind andere Kaliber“, sagt Bundestrainer Uwe Bender: „Das wird eine richtige Standortbestimmung.“

Fokus auf der eigenen Leistung

Für den jungen Deutschland-Achter ist es erst der zweite Auftritt überhaupt. Schritt für Schritt findet sich das Team immer besser. „Nach dem letzten Weltcup haben wir gut trainieren können, trotz der Finals und eines Krankheitsfalls. Wir sind wieder vorangekommen“, bestätigt Bender, der den Fokus weiter auf die eigene Leistung legen will: „Wir müssen auf uns schauen und uns darauf konzentrieren, gut zu rudern. Wenn das gelingt, werden wir schnell unterwegs sein.“ Auf den möglichen Weltcup-Gesamtsieg verschwendet der Bundestrainer im Vorhinein hingegen keine Gedanken: „Dafür müssten wir vor den Briten landen und die sind momentan die uneingeschränkte Messlatte. Wenn wir mit unserem neu formierten, jungen Team mit den Briten mitfahren können, dann sind wir zum jetzigen Zeitpunkt schon gut bedient. Wir wollen unser bestes Rennen abrufen und dann werden wir sehen, wofür es reicht.“

Tom Tewes steht für einen Einsatz bereit

In welcher Besetzung der Deutschland-Achter bei seinem Vorlauf am Freitag an den Start geht, entscheidet sich erst kurzfristig, denn Torben Johannesen erwartet Nachwuchs und könnte kurzfristig abreisen. In diesem Falle würde Tom Tewes zu Mattes Schönherr, Wolf-Niclas Schröder, Benedict Eggeling, Laurits Follert, Julian Garth, Jasper Angl, Olaf Roggensack und Steuermann Jonas Wiesen ins Boot rücken. Bleibt Johannesen an Bord, tritt Tewes mit Mark Hinrichs im 25 Boote starken Zweier-Wettbewerb an. Leon Schandl und Henry Hopmann sind als Ersatzleute in Luzern dabei.

Vierer will den nächsten Schritt machen

Auch der Vierer ohne Steuermann geht auf dem Rotsee ins Rennen. Theis Hagemeister, Malte Großmann, Max John und Marc Kammann holten zuletzt beim Weltcup in Posen den Sieg im B-Finale. Diesmal hat das Quartett ein noch größeres Feld mit 15 Booten vor der Brust, darunter Italien, Großbritannien, Rumänien, Japan und abermals Olympiasieger Australien, der in Posen den Sieg davontrug. „Wir wollen sehen, dass es weiter in die richtige Richtung geht, auch wenn das Programm diesmal noch härter wird“, so Bender.

06,07.2022 | von Felix Kannengießer

 

Der Deutschland-Achter und der Vierer ohne Steuermann beim Weltcup in Posen.

Fotos: Detlev Seyb

 

Startzeiten

Deutschland-Achter: Freitag ab 13.30 Uhr Vorlauf; Samstag 13.28 Uhr Hoffnungslauf; Sonntag 14.45 Uhr A-Finale.
Vierer ohne Steuermann: Freitag ab 11.15 Uhr Vorlauf, ab 16.15 Uhr Hoffnungslauf; Samstag ab 12.04 Uhr Halbfinale; Sonntag 11.16 Uhr A-Finale.
Zweier ohne Steuermann: Freitag ab 09.15 Uhr Vorlauf, ab 15.05 Uhr Viertelfinale; Samstag ab 11.16 Uhr Halbfinale; Sonntag 10.16 Uhr A-Finale.

Termine

European Championships in München (11.-13.08.2022)

Trainingslager in Völkermarkt/Österreich (15.-30.08.2022)

Trainingslager in Ternate/Italien (03.-09.09.2022)

Weltmeisterschaften in Racice/Tschechien (18.-25.09.2022)

SH Netz Cup in Rendsburg (30.09.-02.10.2022)

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