Trotz Hindernissen zum Doppelsieg

Im Interview verrät Olaf Roggensack, was ihm und Mattes Schönherr zum Sieg in Leipzig und Krefeld verholfen hat

Olaf Roggensack und Mattes Schönherr haben nach der Langstrecke in Leipzig auch die Deutschen Kleinbootmeisterschaften in Krefeld gewonnen. Das Duo, das seit Beginn des Jahres miteinander rudert, hat sich damit die beste Ausgangslage für die Bootsbildung des Team Deutschland-Achter für die Internationale Hügelregatta in Essen verschafft. Dabei war der Weg in der Vorbereitung zunächst holprig. Warum das so war und wie die beiden letztlich zu einem Siegerboot geworden sind, erzählt Olaf Roggensack im Interview.

Wie ist dein Weg bis zur Kleinbootmeisterschaft verlaufen?

Roggensack: Für mich war der Weg schwierig. In der Vorbereitung gab es für mich einen richtigen Schlag, als eine Herzrhythmusstörung bei mir vermutet wurde. Das musste natürlich abgeklärt werden und deswegen konnte ich nicht mit ins erste Trainingslager nach Lago Azul. Ich habe dann in Dortmund locker weiter trainiert und erst als am Herzen nichts gefunden wurde, bin ich wieder richtig eingestiegen. Es war nicht ganz so leicht, auch weil ich mit Mattes Schönherr einen neuen Partner hatte, mit dem ich noch nicht lange zusammen gerudert bin.

Wie habt ihr trotzdem so schnell zueinander gefunden?

Roggensack: Wir haben schon bei den Messbooteinheiten sehr schnell gemerkt, dass unser Druck im Wasser sehr gut übereinander läuft. Somit hat es bei uns ruderisch gut gepasst – und menschlich sowieso. Es war dann auch schon mal ein gutes Zeichen, dass wir uns bei der Langstrecke in Leipzig vorne an die Spitze setzen konnten. Danach waren wir für die Kleinbootmeisterschaft sehr zuversichtlich.

Wie ist die Meisterschaft dann abgelaufen?

Roggensack: Wir haben über die Rennen festgestellt, dass wir vorne am Start schnell sind. Das haben wir auch bei der Kleinbootmeisterschaft genutzt und uns im Finale gleich zu Beginn ein gutes Stück vor die anderen Boote gesetzt. Wir wollten bis zum Ende dann einen guten Streckenschlag halten – das ist uns ja gelungen.

Viele junge Ruderer versuchen sich aktuell im Team Deutschland-Achter. Ist der Umbruch nach wie vor zu spüren?

Roggensack: Ich denke, das werden wir noch über die ganze Saison spüren. Wir haben eine junge Mannschaft mit einigen Ruderern, die noch im U23-Bereich antreten könnten. Das Team befindet sich fortlaufend im Umbruch, das wird seine Zeit dauern.

Hat sich dadurch deine Rolle verändert?

Roggensack: In gewisser Weise schon, weil ich ja nun schon zwei Jahre Erfahrung im Achter besitze. Ich habe schon versucht, Mattes in manchen Dingen weiterzuhelfen und ihn ans Team heranzuführen. Aber ich sehe mich trotzdem jetzt nicht als den erfahrenen Mann im Team.

Wie schaust du auf die kommenden Wochen?

Roggensack: Ich bin gespannt, was bei der Mannschaftsbildung herauskommt. Dann müssen wir schauen, wie es sich entwickelt.

28.04.2022 | Interview: Felix Kannengießer

Olaf Roggensack und Mattes Schönherr im Finale der Deutschen Kleinbootmeisterschaft 2022.

Fotos: Detlev Seyb und Maren Derlien

Termine

Weltcup in Posen/Polen (17.-19.06.2022)

Weltcup in Luzern/Schweiz (08.-10.07.2022)

European Championships in München (11.-13.08.2022)

Trainingslager in Völkermarkt/Österreich (15.-30.08.2022)

Weltmeisterschaften in Racice/Tschechien (18.-25.09.2022)

SH Netz Cup in Rendsburg (30.09.-02.10.2022)

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