„Eine ganz andere Situation für mich“

Laurits Follert spricht im Interview über das Trainingslager in Lago Azul und was sich für ihn verändert hat

Das Team Deutschland-Achter befindet sich im Trainingslager in Lago Azul in den letzten Zügen. Noch bis Mittwoch wird weiter in Portugal gearbeitet, dann wird das Training zurück an den Stützpunkt in Dortmund verlegt. Im Interview erzählt Olympia-Silbermedaillen-Gewinner Laurits Follert vom Trainingslager, vom Umbruch im Team und der neuen Rolle, die sich für ihn ergeben hat.

Wie läuft’s im Trainingslager in Lago Azul?

Follert: Das Trainingslager ist bis jetzt sehr gut verlaufen. Die Bedingungen sind top und das Wetter hat gut mitgespielt. Wir konnten große Umfänge rudern und haben als Truppe gut funktioniert. Es sind ja viele junge Ruderer dabei, für die es das erste Trainingslager mit der A-Nationalmannschaft ist. Es ist aufgrund der Coronalage auch ganz gut, mal zwei Wochen rauszukommen. Wir sind hier in unserer Blase, sind die ganze Zeit unter uns und können hier ohne Angst vor dem Virus konzentriert trainieren. Das ist auch für den Kopf ganz wichtig.

Du hast die jungen Ruderer angesprochen. Wie nimmst du den Umbruch wahr?

Follert: Die jungen Leute sind auf jeden Fall sehr motiviert und haben hier im Trainingslager gut durchgezogen. Sie sind sehr trainingsfleißig und versuchen, viel Input aufzunehmen. Sie machen ihre Sache gut und es macht Spaß, mit ihnen zu trainieren.

Vor wenigen Jahren warst du selbst einer der U23-Aufsteiger, nun gehörst du zu den erfahrenen Ruderern. Wie hat sich deine Rolle verändert?

Follert: Am Anfang war es eine große Umstellung für mich. Früher war ich einer der jüngsten im Team, jetzt bin ich der Zweitälteste – das ist eine ganz andere Situation für mich. Ich nehme das an und stehe auch gerne zur Verfügung, wenn jemand einen Rat braucht. Aber das sind oft auch nur Kleinigkeiten, die meisten sind schon weit genug und brauchen nicht viele Tipps.

Wächst das Team gerade neu zusammen?

Follert: Im Trainingslager hat es sich auf jeden Fall so angefühlt, als ob wir ein richtiges Team sind. Es wird sich gegenseitig unterstützt und gepusht. Es geht in die richtige Richtung, aber natürlich muss noch an der einen oder anderen Stellschraube gedreht werden.

Wie blickst du auf das, was in dieser Saison noch kommt?

Follert: Da habe ich mir noch nicht so viele Gedanken drüber gemacht. Es dauert ja noch ein bisschen, bis die ersten Wettkämpfe losgehen. Und viele der anderen Nationen hatten auch einen Umbruch, da weiß man gar nicht, wie es bei denen läuft. Es ist wie ein Schuss ins Blaue. Ich bin gespannt auf das, was kommt.

15.02.2022 | Interview: Felix Kannengießer

Laurits Follert in Lago Azul im Zweier und im Achter.

Fotos: Stefan Weigelt

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