Toller Empfang für die Olympia-Silber-Gewinner von Tokio

Am Flughafen in Frankfurt und in den Heimatstädten der Sportler war einiges los, wie schon während der Zeit in der Olympiastadt

Der Deutschland-Achter ist als Olympia-Silber-Gewinner von Tokio zurück in Deutschland. Am Flughafen in Frankfurt wurden die Ruderer, Steuermann Martin Sauer und Trainer Uwe Bender mit viel Jubel von Freunden, Familie und dem deutschen Olympischen Jugendlager begrüßt. Die Sportler zeigten sich überwältigt von der Anteilnahme, die schon in der Woche zuvor aus Tokio zu spüren war.

Zu den Rennen des Deutschland-Achters bei den Olympischen Spielen hatten sich viele der Sympathisanten, Freunde und Familienmitglieder der Ruderer zusammengetan, um mit den Sportlern mitzufiebern. Beim Hauptsponsor Wilo zum Beispiel fand ein Public Viewing der Mitarbeiter statt. Auch beim RC Westfalia Herdecke, dem Heimatverein von Bugmann Johannes Weißenfeld, wurde sich im Vereinsheim vor der Leinwand versammelt. Insgesamt 40 Frühaufsteher hatten sich zum Finale dort eingefunden, um dem Deutschland-Achter die Daumen zu drücken. Ganz vorne mit dabei: die Eltern und der Bruder von Johannes Weißenfeld.

Weißenfeld: „Einfach nur überglücklich“

Mittlerweile durfte die Familie die Silbermedaille schon bestaunen, Weißenfeld brachte sie auch zum Interview mit der Lokalzeit Dortmund im WDR mit, wo er auf das Finale von Tokio zurückblickte. „In der ersten Sekunde danach hat man sich über Platz zwei geärgert, weil die letzten Jahre ganz gut gelaufen sind für uns. Aber ich muss nachträglich sagen, ich ärgere mich fast darüber, dass ich im ersten Moment enttäuscht war, weil ich jetzt einfach nur überglücklich bin“, sagte Weißenfeld dem WDR: „Ich habe für diesen Moment 13 Jahre hart trainiert, das sind 50 Prozent meines ganzen Lebens. Am Ende geht’s um die Medaillen, aber was viel größer ist, das ist die Erinnerung und der Weg dahin.“

Hoffen und Bangen in der Heimat

Auch bei der Schweriner Rudergesellschaft, dem Heimatclub von Schlagmann Hannes Ocik, wurde beim Finale per Public Viewing ordentlich mitgezittert. Im Vereinsheim war einiges los, nach jeder Menge Anfeuern, Hoffen und Bangen, wurde am Ende des spannenden Rennens Silber bejubelt. Als Hannes Ocik vom Fanreporter vom Team Deutschland, der in Schwerin vor Ort war, die Glückwünsche von Freunden und Familie per Videobotschaft übermittelt wurden, war der Schlagmann mehr als gerührt. „Das bedeutet mir sehr sehr viel“, schickte er Grüße und einen „großen Dank“ in seine Heimat zurück, wo er nach seiner Ankunft nochmals als Olympia-Silber-Gewinner empfangen wurde – wie auch die anderen Sportler, die nun in den verdienten Urlaub gehen. Vom 27. bis zum 29. August steigt dann der Saisonabschluss beim SH Netz Cup in Rendsburg.

05.08.2021 | von Felix Kannengießer

Bei der Ankunft des Team Deutschland-Achter am Flughafen in Frankfurt war jede Menge los.

Ist „überglücklich“ mit seiner Silbermedaille: Johannes Weißenfeld.

Das Erinnerungsselfie mit Silbermedaille nach dem Finale in Tokio.

Fotos: Merijn Soeters

Termine & ergebnisse

SH Netz Cup in Rendsburg:

Stadtwerke SH Ergo-Cup der internationalen Achter (500 Meter): 1. Polen 1:20,3 Min., 2. Deutschland-Achter 1:20,4, 3. Niederlande 1:21,8

Emil Frey Küstengarage Ruder-Sprint-Cup der Internationalen Achter (400 Meter), 1. Rennen: 1. Deutschland-Achter 1:01,52 Min., 2. Niederlande 1:02,32, 3. Polen 1:04,06; 2. Rennen: 1. Deutschland-Achter 1:05,65 Min., 2. Niederlande 1:06,82, 3. Polen 1:07,07

 

 

SH Netz Cup über 12,7 Kilometer: 1. Deutschland 21:12,4 Minuten, 2. Niederlande 21:52,1, 3. Polen 42:25,0.

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