WM-Bronze für den U23-Achter

Die deutsche Achter-Crew gewinnt in einem spannenden Finalrennen bei der U23-WM in Racice die erhoffte Medaille

Es war ein spannendes und hochklassiges Finale, das erst auf den letzten Metern entschieden wurde. Am Ende gewann der deutsche U23-Achter bei den U23-Weltmeisterschaften in Racice (Tschechien) die Bronze-Medaille. „Das war ein super Rennen. Ich freue mich, wie die Medaille sportlich errudert wurde und bin mit dieser Leistung sehr zufrieden. Der Aufwand hat sich für die Sportler gelohnt“, lobte U23-Bundestrainer Christian Viedt. Die Vierer landeten im A-Finale jeweils knapp hinter den Medaillenrängen. Der Zweier musste sich mit Platz elf begnügen.

Der U23-Achter, angetreten als U23-Europameister, startete mit Platz drei im Vorlauf in die WM und musste sich durch den Hoffnungslauf kämpfen. Dort wussten Marc Hinrichs, Henry Hopmann, Benedict Eggeling Floyd Benedikter, Tassilo von Müller, Mattes Schönherr, Julian Garth, Jasper Angl und Steuermann Till Martini mit einem Sieg zu überzeugen – im Finale erreichten sie dann Topform: Nach einem verhaltenen Start legte der deutsche U23-Achter im Finale am Sonntag mächtig zu und lag nach 250 Metern an der Spitze. Anschließend entwickelte sich ein packender Vierkampf zwischen Italien, den USA, Großbritannien und Deutschland.

„So macht Rudern Spaß – Erwartungen voll erfüllt“

Auf dem letzten Streckenabschnitt wurde es dramatisch. Die Italiener, die eine Zeit lang vorne lagen, konnten auf den finalen 500 Metern das hohe Tempo nicht mehr mitgehen. Zwischen den Amerikanern, den Briten und dem deutschen U23-Achter war bis zum Schluss alles offen. Am Ende konnten sich die Ruderer um Steuermann Till Martini über Bronze freuen. Silber ging an die USA, Gold an Großbritannien. „Das war ein top Ding. Das Rennen war richtig mitreißend – so macht Rudern Spaß“, freute sich Viedt: „Diese Bronzemedaille ist viel Wert. Die Jungs haben unsere Erwartungen voll erfüllt.“

Vierer mit Steuermann auf Platz vier

Der Vierer mit Steuermann trat bei der U23-WM ebenfalls als U23-Europameister an. Im Bahnverteilungsrennen hatte es noch zu Platz drei gereicht, im Finale schrammten Robin Goeritz, Tom Tewes, Henning Köncke, Julius Christ und Steuermann Florian Koch knapp an einer WM-Medaille vorbei und wurden Vierter. „Wir hatten uns eine Medaille erhofft, aber es hat im Finale von der individuellen Leistung leider nicht zu mehr gereicht“, kommentierte Viedt. Gold ging an Italien, das ihre besten U23-Leute in den Vierer mit Steuermann gesetzt hatte und das Rennen klar dominierte.

Vierer ohne kämpft sich durch großes Feld

Der Vierer ohne Steuermann schaffte es in einem 17 Boote großen Feld bis ins A-Finale. Nach einem starken zweiten Platz im Vorlauf, gelang im Halbfinale mit Rang drei die Quali für das A-Finale. Auch dort wussten Luis Ellner, Paul Kirsch, Ryan Smith und Leon Knaack zu überzeugen, der Lohn war Platz fünf. „Die Jungs waren gut, die anderen Nationen waren ein bisschen besser. Insgesamt war das Niveau im Viererfeld sehr hoch“, befand Viedt.

Zweier im B-Finale

Der Zweier ohne Steuermann musste sich, ebenfalls in einem großen Feld mit 18 Booten, mit Platz elf begnügen. Im Vorlauf ruderten Simon Schubert und Constantin Conrad auf Platz vier und mussten somit in den Hoffnungslauf, wo sie als Zweiter den Sprung ins Halbfinale stemmten. Dort reichte es allerdings nur zu Rang vier. Im B-Finale fehlten dem Duo Schubert/Conrad ein bisschen die Körner. „Die Konkurrenz war groß, aber das Ergebnis im Zweier ist am Ende sicherlich etwas enttäuschend. Die Jungs können das besser“, so Viedt.

11.07.2021 | von Felix Kannengießer

Die Bilder vom Wochenende von der U23-WM in Racice.

Der U23-Achter konnte sich bei der U23-WM in Racice über Bronze freuen.

Fotos: Detlev Seyb

 

Ergebnisse

Achter, A-Finale: 1. Großbritannien 5:34.34; 2. USA 5:34.55; 3. Deutschland (Marc Hinrichs, Henry Hopmann, Benedict Eggeling Floyd Benedikter, Tassilo von Müller, Mattes Schönherr, Julian Garth, Jasper Angl, Steuermann Till Martini) 5:35.58; 4. Italien 5:41.99; 5. Niederlande 5:42.88; 6. Tschechien 5:52.52.
Vierer mit Steuermann, A-Finale: 1. Italien 6:06.40; 2. Irland 6:12.84; 3. USA 6:14.69; 4. Deutschland (Robin Goeritz, Tom Tewes, Henning Köncke, Julius Christ, Steuermann Florian Koch) 6:17.35; 5. Niederlande 6:18.80; 6. Frankreich 6:22.58.
Vierer ohne Steuermann, A-Finale: 1. Kanada 5:56.68; 2. Irland 5:58.66; 3. Großbritannien 6:02.01; 4. Russland 6:02.01; 5. Deutschland (Luis Ellner, Paul Kirsch, Ryan Smith, Leon Knaack) 6:07.37; 6. Bulgarien 6:10.21.
Zweier ohne Steuermann, B-Finale: 1. Frankreich 6:39.84; 2. Spanien 6:41.41; 3. Uruguay 6:41.43; 4. Italien 6:42.56; 5. Deutschland (Constantin Conrad, Simon Schubert) 6:42.91; 6. Dänemark 6:51.35.

Termine

Ergometer-Test in Dortmund (5 Kilometer, 22.12.2021)

Ergometer-Test in Dortmund (5 Kilometer, 29.01.2022)

 

 

 

Trainingslager in Lago Azul (Portugal, 31.01.-16.02.2022)

Trainingslager in Lago Azul (Portugal, 03.-19.03.2022)

Langstrecke und 2-Kilometer-Ergotest in Leipzig  (02./03.04.2022)

Deutsche Kleinbootmeisterschaften in Köln (22.-24.04.2022)

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