Kooperation mit der Ruhr-Uni für einen gesunden Rücken

Von einer Studie zum Rumpftraining konnten sowohl die Bochumer Wissenschaftler als auch die Sportler vom Team Deutschland-Achter profitieren.

Das Zusammenspiel von Wissenschaft und Sport zeigt sich beim Team Deutschland-Achter an vielen Stellen. Gerade hat ein Projekt zum Thema Rumpftraining, das vor drei Jahren an der Ruhr-Universität Bochum auf den Weg gebracht wurde, seinen Abschluss gefunden. Davon profitieren nicht nur die Wissenschaftler, sondern auch die Ruderer, die bei der Studie und der Entwicklung des daraus entstandenen Trainingsprogramms tatkräftig mitgeholfen haben.

Vor drei Jahren kam der sportmedizinische Lehrstuhl (Prof. Platen) der Ruhr-Universität Bochum (RUB) auf den Stützpunkt Dortmund zu, um die Zusammenarbeit bei einer Studie anzufragen. Dafür sollten die Sportler in ihr Trainingsprogramm ein sensomotorisches Rumpftraining mit zusätzlichen Störreizen einbauen: das durch das nationale Forschungsnetzwerk MiSpEx (Medicine in Spine Exercise) entwickelte Ran Rücken-Training. „Ich war begeistert, wie offen und kooperativ mir die Leute beim Team Deutschland-Achter begegnet sind, sowohl die Trainer als auch die Sportler und Geschäftsführer Carsten Oberhagemann“, sagt Studienkoordinator Robin Schäfer, für den die Studie ein Teil seiner Promotion darstellt.

Übungen haben es in den Trainingsplan geschafft

Schnell waren sich beide Parteien über die Rahmenbedingungen einig. Von April bis Juli 2018 waren bei Teilen des Trainings an Land die RUB-Wissenschaftler mit dabei und leiteten neue Übungen zur Rumpfstabilisierung an, die ein Training im individuellen Grenzbereich der koordinativen Fähigkeiten ermöglichen. „Das war eine gute Auflockerung unseres Trainings, ein interessanter neuer Ansatz“, berichtet Achter-Weltmeister Jakob Schneider und verrät: „Manches davon hat es auch in den regulären Trainingsplan geschafft, einige Dinge haben wir nach Ende der Studie übernommen.“

Training ist online abrufbar

Das freut wiederum die Wissenschaftler, die in ihrer Analyse der Studie unter anderem einen positiven Effekt der Übungen auf die Prävention von Rückenschmerzen verzeichnen konnten. Vor und nach der elfwöchigen Testphase gab es Überprüfungen, der B-Kader diente außerdem als Kontrollgruppe. Aus der Studie wurde schließlich ein stufenbasiertes Trainingsprogramm speziell für Leistungssportler abgeleitet, das nun kostenlos im Internet veröffentlicht wurde. Für die Fotos und Videos dazu halfen die Athleten wieder aus. Jakob Schneider und Johannes Weißenfeld aus dem Weltmeister-Achter standen ebenso zur Verfügung wie Ex-Ruderer Peter Kling, der 2018 noch Teil des Team Deutschland-Achter war.

Positives Fazit

„Es war eine spannende Zeit, auch mal hinter die Kulissen des Team Deutschland-Achter zu schauen. Das wird ein Teil meines Studiums bleiben, den ich in guter Erinnerung behalten werde“, zieht Schäfer ein positives Fazit. Und auch Schneider blickt mit Wohlwollen zurück: „Das war eine äußerst gute Zusammenarbeit, die uns neue Möglichkeiten aufgezeigt hat.“

11.03.2021 | von Felix Kannengießer

Jakob Schneider freute sich bei den Übungen über „einen interessanten neuen Ansatz“.

Aus der Studie entstanden ist ein Trainingsprogramm, für dessen Broschüre auch Achter-Weltmeister Johannes Weißenfeld und…

…Ex-Ruderer Peter Kling Modell standen.

Fotos: Ruhr-Universität Bochum

Termine

Olympische Ruder-Regatta in Tokio (Japan):

M8+, Vorlauf 1: 1. GER, 2. USA, 3. ROU, 4. AUS; Vorlauf 2: 1. NED, 2. NZL, 3. GBR
M8+, Hoffnungslauf: 1. NZL, 2. GBR, 3. USA, 4. AUS, 5. ROU
M8+ Finale: 1. NZL, 2. GER, 3. GBR, 4. USA, 5. NED, 6. AUS

 

 

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