EM in Posen: Achter mit einem Neuling an Bord - Wilo verlängert bis 2024

Gut besuchter Medientag am Ruderleistungszentrum Dortmund - Hauptsponsor Wilo gibt Vertragsverlängerung bekannt

In dieser Saison mussten die Sportler aus dem Team Deutschland-Achter auf vieles verzichten. Umso mehr steigt nun die Vorfreude auf die erste und einzige Regatta über die olympische 2.000-Meter-Distanz in dieser Saison: die Europameisterschaften vom 9. bis zum 11. Oktober in Posen (Polen). Allen Umständen zum Trotz geht der Deutschland-Achter als Titelverteidiger selbstbewusst in den Wettkampf. Mit an Bord ist erstmals der 23-jährige Olaf Roggensack. Weiterhin fester Bestandteil des deutschen Flaggschiffs sind Johannes Weißenfeld, Laurits Follert, Jakob Schneider, Torben Johannesen, Malte Jakschik, Richard Schmidt, Hannes Ocik und Steuermann Martin Sauer.

„Das war eine in vielerlei Hinsicht besondere Saison, und auch die EM wird für uns in dieser Situation etwas ganz Besonderes“, sagt Bundestrainer Uwe Bender: „So eine Erfahrung, wie jetzt während der Corona-Pandemie, hat noch niemand von uns gemacht. Die Saison war für alle nicht einfach, Enttäuschung und Verunsicherung waren zwischenzeitlich groß. Die Zusage der EM war für uns in diesem Sinne eine riesige Erleichterung. Wir brauchen diesen einen Wettkampf.“

Der Deutschland-Achter gewann seit 2013 sieben Mal in Serie den EM-Titel. Olaf Roggensack, der Neuling im Boot, hat eine verrückte Saison hinter sich. Erst sicherte er sich als jüngster im Team einen Rollsitz im deutschen Flaggschiff, dann kam noch vor dem ersten Wettkampf die Corona-Pause und, als das Training wieder losging, stoppte ihn eine Schulterverletzung. Doch der 23-Jährige kämpfte sich in Rekordzeit zurück. „Olaf ist ein junger, wertvoller Mann für den Deutschland-Achter. Er hat sich schnell wieder rangearbeitet und den Rückstand aufgeholt“, lobt Bender. Roggensack fiebert seinem ersten Wettkampf im Deutschland-Achter entgegen: „Ich verspüre eine große Vorfreude. Natürlich herrscht auch eine gewisse Anspannung, aber wir fahren gut vorbereitet zur EM.“

Im Hinblick auf die Ziele bei der EM, bei der das deutsche Flaggschiff auf die Niederlande, Italien, Rumänien und Litauen trifft, ist Bender vorsichtig optimistisch: „Es wird Unterschiede in der Art und Weise geben, wie die Nationen durch die Corona-Pandemie gekommen sind. Wir wissen nicht, wie diese ausfallen, aber wir sind gut vorbereitet. Das Boot läuft, wie wir uns das vorgestellt haben. Deswegen haben wir unsere Ziele wie immer hochgesteckt. Wir haben die letzten sieben Jahre in Reihe den EM-Titel gewonnen und wollen auch diesmal ganz unabhängig von allen Dingen drumherum erfolgreich sein.“

Standortbestimmung für den Vierer ohne Steuermann

Das langfristige Ziel bleiben die ins kommende Jahr verschobenen Olympischen Spiele in Tokio. Der Deutschland-Achter hat als Weltmeister seinen Platz sicher, der Vierer ohne Steuermann muss sein Ticket in der Qualifikation Mitte Mai 2021 in Luzern noch lösen. Die EM, zu der insgesamt 13 Vierer gemeldet haben, ist deswegen eine gute Standortbestimmung. „Das Mindestziel ist es, alle anderen nicht für Olympia qualifizierten Nationen hinter uns zu lassen. Ansonsten wollen wir schauen, was geht. Natürlich würden wir gerne wieder dahin kommen, wo wir letztes Jahr waren“, sagt Vierer-Bundestrainer Tim Schönberg.

Der Vierer errang im vergangenen Jahr EM-Bronze. Aus dem erfolgreichen Quartett von damals sind Felix Wimberger und Maximilian Planer dabei, dazu kommen Wolf-Niclas Schröder und Paul Gebauer. Planer ist vor einigen Wochen dazugestoßen. Der 29-Jährige hatte nach einem Nierenversagen beim internen Ergometertest Ende Januar und dem zwischenzeitlichen Gedanken an ein Karriereende, ein beeindruckendes Comeback hingelegt. „Das Team hat sich gut eingefahren, wir haben die richtigen Schritte gemacht. Es wird Zeit, dass wir jetzt endlich wieder Rennen haben“, so Schönberg. Als Ersatzleute komplettieren Marc Leske und Maximilian Korge das Team Deutschland-Achter bei den Europameisterschaften in Posen.

Wilo unterstützt Vorzeigesportler auch in stürmischen Zeiten

Seit 2010 ist die Wilo Gruppe, einer der Weltmarktführer für Pumpen und Pumpensysteme, Hauptsponsor des Teams Deutschland-Achter und unterstützt die Vorzeigesportler auch in stürmischen Zeiten wie diesen. Folgerichtig verlängerte das Unternehmen trotz der Pandemie vorzeitig sein Engagement um eine weitere Olympiade, also weitere vier Jahre. „Wir sind stolz darauf, das Flaggschiff des deutschen Rudersports auf seinem langen Erfolgsweg unverändert zu begleiten“, erklärt Oliver Hermes, Vorstandsvorsitzender und CEO der Wilo Gruppe. „Speziell mit Blick auf die verschobenen Olympischen Sommerspiele in Tokio und der damit verbundenen Enttäuschung ist es uns ein Anliegen, dem Team Deutschland-Achter auch weiterhin den Rücken zu stärken und unser Engagement im Zuge unserer langfristigen Strategie beizubehalten.“ Die vergangenen Monate hätten gezeigt, dass gerade in herausfordernden Zeiten verlässliche Partnerschaften von besonderem Wert seien, so Oliver Hermes. Dies zeigt sich in einer hohen wechselseitigen Identifikation zwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Athleten, die im Zuge ihres Studiums zum Beispiel regelmäßig Praktika im Unternehmen absolvieren.

Die Zusammenarbeit ist ein Erfolgsmodell: In die vergangene, äußerst erfolgreiche Dekade fallen Siege bei sieben Europameisterschaften, vier Weltmeisterschaften sowie bei den Olympischen Spielen in London 2012. In diesem von der Coronapandemie geprägtem Jahr liegen, auch ohne die verschobenen Olympische Spiele in Japan, dennoch zwei äußerst spannende Herausforderungen vor den Athleten um Steuermann Martin Sauer: Nach langer Wettkampfpause wird sich die Mannschaft im Oktober bei den Europameisterschaften im polnischen Posen sowie im Rahmen des traditionellen Saisonabschlusses beim SH Netz Cup in Rendsburg mit der internationalen Ruder-Elite messen. „Die Beziehung zwischen Wilo und dem Team Deutschland-Achter geht weit über bloßes Sponsoring hinaus. Aus Überzeugung verstehen wir diese Zusammenarbeit als nachhaltige Partnerschaft“, erklärt Kay Hoffmann, Director Government & Public Affairs.

Nachwuchs-Förderung durch die Wilo Foundation ist solide Basis für zukunftsorientiertes Handeln

Dass der Nachwuchs kürzlich bei der U23-Europameisterschaft in Duisburg souverän den Titel im Achter eingefahren hat, ist eine Bestätigung des in dieser Form einmaligen Konzepts. „Die umfangreiche Nachwuchs-Förderung durch die Wilo Foundation ermöglicht, dass der Rudersport in Deutschland, speziell aber auch am Standort Dortmund, eine solide Basis behält und die Erfolgsgeschichte trotz des Umbruchs, der nach den kommenden Olympischen Spielen zu erwarten ist, fortgeführt werden kann“, erläutert Wilo-Chef Oliver Hermes. Zukunftsorientiert zu handeln heiße vor allem, Verantwortung für das Gemeinwohl zu übernehmen, da Unternehmen und Gesellschaft gerade in schwierigen Zeiten in einem Boot säßen.

01.10.2020

Medientag in Dortmund: der Deutschland-Achter.

Der Vierer ohne Steuermann mit Felix Wimberger, Maximilian Planer, Wolf-Niclas-Schröder und Paul Gebauer.

Wilo, in Person von Kay Hoffmann, nutzte die Gelegenheit und verkündete im Ergoraum am Stützpunkt Dortmund die Verlängerung der langfristigen Partnerschaft. Die Ruderer gaben viele Interviews.

Fotos: Detlev Seyb

Termine

SH Netz Cup in Rendsburg:
Freitag (16.10.2020):
Ergo-Cup um 18.45 Uhr, Bühne Kreishafen
Samstag (17.10.2020):
Sprint Cup um 17 Uhr, Kreishafen
Sonntag (18.10.2020):
12,7-Kilometer-Langstrecke um 14.30 Uhr, Breiholz-Rendsburg (Livestream: www.shz.de)

03.-19.11.2020:
Trainingslager in Lago Azul (Portugal)
02-18.12.2020:
Trainingslager in Avis (Portugal)

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