Ruderstützpunkt Dortmund trauert um Manni Beyer

Erfolgstrainer Manfred Beyer ist in der vergangenen Woche im Alter von 78 Jahren verstorben. Viele Jahre wirkte „Manni“ Beyer am Bundesstützpunkt Dortmund, er war am Aufstieg des Ruder-Standorts Dortmund maßgeblich beteiligt und prägte Generationen von Ruderern.

1979 kam Manfred Beyer aus seiner Heimatstadt Waltrop als Jugendtrainer zum RC Hansa Dortmund. Drei Jahre später folgte an gleicher Wirkungsstätte der Wechsel als Honorartrainer zum Bundesstützpunkt Dortmund, wo er zunächst im Senioren-B-Bereich seine Boote und Ruderer zu Titel- und Medaillengewinnen auf allen Ebenen führte. Er prägte und förderte ganze Generationen von Nachwuchsruderern und war für die heranwachsenden Sportler auch für Themen außerhalb des Bootes ein wichtiger Ansprechpartner – für viele als Mentor und für andere sogar als Ersatz-Vater. Unvergessen wird Manni für seine Schlagfertigkeit und sein schier unerschöpfliches Repertoire an witzigen Sprüchen sein.

„Er war der Erfolgsgarant für die Entwicklung des Rudersports am Standort Dortmund. Er hatte ein Händchen dafür, die besten Ruderer in Dortmund zusammenzuführen und legte den Grundstock für den späteren Aufstieg des Bundesstützpunktes am Dortmund-Ems-Kanal“, erinnert sich Klaus Walkenhorst an Manni Beyer. Schließlich gingen viele Nachwuchsruderer durch die Hände des Polizisten. Er sprach sie vom ersten Tag an konsequent als „Männer“ an und prägte ihre Persönlichkeit in einer wichtigen Phase ihrer Entwicklung.

So führte er in den 1980er Jahren die späteren Achter-Olympiasieger Eckhard Schulz, Armin Eichholz, Thomas Domian, Bahne Rabe und Matthias Mellinghaus heran. Vier Jahre später erlebte Manni Beyer nach vielen WM-Teilnahmen seine ersten Olympischen Spiele. In Barcelona gewann er mit den „Youngstern“ Peter Hoeltzenbein und Colin von Ettingshausen im Zweier ohne Steuermann die Silbermedaille. Im Anschluss an seine Zeit in Dortmund war er noch lange und erfolgreich als Vereinstrainer beim RV Münster tätig, wo er auch die jungen Athleten inspirierte und weiterentwickelte.

2012, wenige Wochen nach dem Olympiasieg des Deutschland-Achters in London, kam Manni Beyer anlässlich einer Bootstaufe noch einmal zurück zu seiner langjährigen Wirkungsstätte in Dortmund. Es war höchste Zeit, dass ein Boot auf „Manfred Beyer“ getauft wird: Der Zweier wird weiter am Dortmund-Ems-Kanal fahren und an ihn erinnern.

03.08.2020 | von Carsten Oberhagemann

Manni Beyer (Mitte) mit seiner Frau Renate und Ralf Holtmeyer. Das Bild entstand 2012 anlässlich der Bootstaufe in Dortmund.

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