„Die Ruderer haben sich den Urlaub redlich verdient“

Im Interview spricht Bundestrainer Uwe Bender über die Hintergründe der Pause, die ab der kommenden Woche eingelegt wird, die EM und die Olympischen Spiele.

In der vergangenen Zeit gab es für das Team Deutschland-Achter viele Dinge zu verarbeiten: Vom Trainingsausfall über die Absage zahlreicher Wettbewerbe bis hin zur Verschiebung der Olympischen Spiele, die eigentlich an diesem Wochenende begonnen hätten. In den kommenden zwei Wochen bekommen die Sportler etwas Zeit, den Kopf wieder frei zu kriegen. Das Team Deutschland-Achter legt eine Trainingspause ein. Was vorher noch ansteht, wie der Stand der Vorbereitung ist und ob die Olympia-Verschiebung noch im Kopf umherschwirrt, erzählt Bundestrainer Uwe Bender im Interview.

Nächste Woche geht es in die Pause, was steht bis dahin noch an?

Bender: Wir machen am Wochenende einen Stufentest, um die physiologischen Werte nochmal zu überprüfen. Und wir werden auch normal Rudern, am Sonntagmorgen ist dann die letzte Trainingseinheit vor der Pause.

Wieso wird jetzt eine Pause eingelegt?

Bender: Die Ruderer haben sich den Urlaub redlich verdient nach den letzten Wochen. Der Weg bis Olympia dauert noch genau ein Jahr. Das ist eine lange Zeit. Wir wollen nicht komplett bis dahin durchtrainieren, wir werden noch genug Zeit in Trainingslagern verbringen. Außerdem ist die Pause auch für den Kopf ganz gut. Die Sportler sollen mal auf andere Gedanken kommen.

Wie geht es danach weiter?

Bender: Nach der Pause wollen wir das Training komplett auf die Europameisterschaften in Posen ausrichten. Wir hoffen sehr, dass sie stattfinden können, das wäre wichtig für uns. Momentan ist die Austragung der EM aber wieder etwas wackelig geworden, weil in Polen die Corona-Zahlen wieder hochgeschnellt sind. Während unserer Pause ist der Stichtag der Entscheidung, ob die EM stattfinden kann oder nicht. Darauf werden wir entsprechend reagieren.

Wie ist denn der Stand der Vorbereitung auf die EM?

Bender: Wir trainieren gut und sind gut unterwegs. Wir haben ja die Erfahrungen der letzten Jahre, daran gemessen sehen auch die Trainingszeiten sehr ordentlich aus. Was fehlt, ist die Wettkampfpraxis. Aber das geht ja allen Teams so.

Am heutigen Freitag wäre die Eröffnungsfeier zu Olympia in Tokio gewesen. Kommt da etwas Wehmut auf?

Bender: Natürlich denkt man daran, dass wir jetzt eigentlich in Tokio gewesen wären. Wenn ich auf den Kalender schaue, ist das sofort im Kopf. Als damals die Absage kam, war das eine schwere Zeit, aber jetzt haben wir das alles schon verarbeitet. Wir bleiben positiv und schauen nach vorne.

24.07.2020 | Interview: Felix Kannengießer

Bundestrainer Uwe Bender gönnt seinen Athleten zwei Wochen Pause.

Den Deutschland-Achter sieht Bundestrainer Uwe Bender auf einem guten Stand.

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02-18.12.2020:
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