Weißenfeld: „Zeigen, dass wir gut drauf sind“

Im Interview spricht Achter-Weltmeister Johannes Weißenfeld über den DRV-Wettkampf in der kommenden Woche und warum am vergangenen Wochenende ein Kamerateam in Dortmund zu Gast war.

Seit Anfang Juni trainiert das Team Deutschland-Achter wieder in Mittel- und Großbooten. Bis zum Zielwettkampf, der EM, dauert es allerdings noch bis zum Oktober. Einen ersten Vergleichswettkampf gibt es aber schon in der kommenden Woche. Die Athleten nehmen an einem internen DRV-Wettkampf in Ratzeburg am 3. und 4. Juli teil. Im Drei-Fragen-Interview verrät Johannes Weißenfeld, wie das Training nach den Lockerungsmaßnahmen angelaufen ist, auf welches Rennen er sich besonders freut und was hinter der Aktion Dortmund-Live steckt.

Am Wochenende war ein Kamerateam am Stützpunkt vor Ort. Was wurde gedreht?

Weißenfeld: Es ging um die Aktion Dortmund-Live. Dabei hat die Stadt Dortmund 24 Stunden live gestreamt, an 48 verschiedenen Standorten im Stadtgebiet. Wir hatten etwa 30 Minuten und haben die Zeit genutzt, uns über die Plattform zu präsentieren. Unser Bundestrainer Uwe Bender und ich standen am Ruderleistungszentrum Rede und Antwort, während der U23-Achter seine Runden über den Dortmund-Ems-Kanal gezogen hat. Wir haben viele Fragen zu Olympia beantwortet und auch ganz allgemein, was den Deutschland-Achter ausmacht. Das war eine kurze, knackige Session, die sehr angenehm war. Ich finde, das war eine echt gute Idee und klasse umgesetzt.

Seit Anfang Juni dürft ihr wieder im Großboot trainieren. Wie läuft es im Deutschland-Achter?

Weißenfeld: Wir haben anfangs schon etwas gestrauchelt, aber es geht langsam bergauf. Wir sind jetzt auf dem richtigen Kurs, auch wenn wir noch nicht ganz da sind, wo wir sein wollen. Das ist wegen der Coronapause aber normal. Wir sind froh, dass wir aktuell im Großboot trainieren können und wollen konzentriert weiter machen. Wir haben ja lange darauf hingearbeitet, wieder ein Stückchen Normalität reinzukriegen. Durch die Olympia-Verschiebung und die veränderte Situation ist man schon in ein kleines Motivationstief gefallen. Aber durch die Arbeit im Großboot und im Team ist die Motivation wieder voll da. Wir nutzen die Zeit, so gut es geht. Wir wissen: Alles, was wir jetzt machen, bringt uns im nächsten Jahr bei Olympia weiter. Das ist natürlich schon im Kopf. Der nächste Schritt ist aber erst einmal die EM im Oktober. Da sie der einzige internationale Wettkampf über 2000 Meter in dieser Saison ist, hat die EM einen hohen Stellenwert. Wir sind alle ziemlich heiß darauf.

Nächste Woche ist ein interner DRV-Wettkampf in Ratzeburg angesetzt. Was erwartet euch dort?

Weißenfeld: Das Ganze geht über zwei Tage. Am 3. Juli werden wir in verschiedenen Viererkombinationen gegeneinander antreten: der Vierer ohne Steuermann, der noch in die Olympia-Nachqualifikation geht, und zwei Vierer, die aus dem Achter gebildet werden. Am nächsten Tag fahren wir mit dem Deutschland-Achter gegen den Doppelvierer der Skuller und den Vierer ohne Steuermann das Relationsrennen, das wir sonst immer vor der WM machen. Da freue ich mich schon drauf, da herrscht ein gesunder Konkurrenzkampf. Auch die Zweier kommen mit und fahren Rennen. Insgesamt sind die zwei Tage zwar eher eine Trainingsmaßnahme, aber für uns ist es auch wichtig, mal wieder eine Art Wettkampf zu haben. Die Rennen sind das, was uns Spaß macht. Wir sind ja nicht Ruderer geworden, um nur zu trainieren. Von daher ist es eine willkommene Abwechslung und eine gute Möglichkeit, um zu zeigen, dass wir gut drauf sind.

24.06.2020 | Interview: Felix Kannengießer

Johannes Weißenfeld stand bei Dortmund-Live Rede und Antwort.

Der Deutschland-Achter darf wieder aus der Bootshalle geholt werden.

Der Zielwettkampf für den Deutschland-Achter ist die EM.

Termine

02-18.12.2020:
Trainingslager in Avis (Portugal)

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