In München werden die Boote schnell gemacht

Der Deutschland-Achter, der Vierer und der Zweier bestreiten das letzte Trainingslager vor der WM. Dabei steht die Geschwindigkeit im Vordergrund.

Es geht auf die Zielgerade zur WM: Das Team Deutschland-Achter hat das finale Trainingslager in München bezogen. Beim Deutschland-Achter, dem Vierer ohne Steuermann und dem Zweier ohne Steuermann wird jetzt noch einmal an den letzten Stellschrauben gedreht, bevor ab dem 25. August im österreichischen Linz-Ottensheim die Weltmeisterschaften beginnen.

Zuletzt im Trainingslager in Völkermarkt wurden die Grundlagen gelegt, nun geht es in München zehn Tage lang an die direkte Wettkampfvorbereitung. Dafür werden die Umfänge wieder heruntergefahren, das Pensum wird geringer, um die Regeneration bis zur WM zu fördern. Die Intensität beim Training steigt hingegen, denn beim Streckenfahren sind die Ruderer voll gefordert. Drei verschiedene Streckenlängen stehen auf der Regatta-Strecke in Oberschleißheim auf dem Programm. Der Gradmesser wird das Relationsrennen über 2.000 Meter am Sonntag mit den anderen DRV-Booten, die ebenfalls in München vor Ort sind.

Bender: „In den WM-Modus kommen“

„Dann werden wir sehen, wie schnell wir sind“, sagt Bundestrainer Uwe Bender: „Das Relationsrennen ist nicht mehr nur Training, da ist richtig Wettkampfcharakter drin. Da ist dann ordentlich Adrenalin im Spiel. Das ist eine wichtige Zeit hier. Es geht auch darum, so langsam in den WM-Modus zu kommen.“ Ganz auf den Höhepunkt wird die Spannung allerdings noch nicht gebracht, denn immerhin dauert es für die Ruderer und Steuermann Martin Sauer nach der Ankunft in Linz-Ottensheim noch ein paar Tage bis das erste WM-Rennen ansteht.

Die WM rückt nun für alle immer mehr in die Köpfe, auch das hat das Trainerteam einberechnet. „Wir bereiten uns auf allen Ebenen vor. Wir reden auch über das, was auf uns zukommt“, berichtet Bender und sieht seine Weltmeister-Crew im Deutschland-Achter bislang auf einem guten Stand: „Ich bin da sehr optimistisch. Wir haben in der Vorbereitung stetig Fortschritte gemacht und sind auf einem guten Level. Jetzt müssen wir den letzten Schritt machen, das Tempo und die Frische reinbekommen, die wir zur WM brauchen.“

Vierer liegt voll im Plan

Auch der Vierer ohne Steuermann hat sich über die Saison stark entwickelt. „Wir haben nicht nur die Leistungen stabilisiert, sondern weitere Schritte nach vorne gemacht. Jetzt müssen wir das Ganze in die Rennfrequenzen übertragen“, sagt Vierer-Trainer Tim Schönberg: „Technisch werden wir nur noch sehr feines Werkzeug anwenden, da liegen wir voll im Plan und werden nicht mehr viel verändern.“

In den vergangenen Tagen am Stützpunkt in Dortmund hat der Vierer schon die Frequenzen gesteigert und fiebert nun dem Relationsrennen am Sonntag entgegen. „Da werden wir alles genau so vorbereiten wie bei der WM. Vom Frühstück bis zum Training“, erzählt Schönberg. Gemeinsam mit ihrem Trainer werden Nico Mergert, Felix Wimberger, Maximilian Planer und Nico Merget nach dem Relationsrennen die Ziele für die WM festlegen, wie Schönberg berichtet: „Wir stimmen uns während des Trainingslagers immer mehr auf die Weltmeisterschaften ein. Zum Abschluss werden wir uns dann zusammensetzen und unsere Ziele besprechen.“

Zweier hat großen Sprung gemacht

Der Zweier ohne Steuermann hat in Völkermarkt einen großen Sprung nach vorne gemacht. Paul Gebauer und Wolf-Niclas Schröder rudern seit Ende Juni wieder zusammen und stellen sich immer besser aufeinander ein. „Für die beiden ist es sehr gut gelaufen. Sie haben physisch zugelegt und konnten bei den Belastungen mit dem Vierer verhältnismäßig gut mithalten. Ich bin bislang zufrieden mit ihrer Entwicklung“, sagt Zweier-Trainer Peter Thiede: „Die Jungs haben Selbstvertrauen getankt. Das Gefühl müssen wir jetzt transportieren und in München genau so konzentriert an die nächsten Aufgaben herangehen.“

12.08.2019 | von Felix Kannengießer

Der Deutschland-Achter stimmt sich nun in München auf die WM ein.

Der Vierer ohne Steuermann will in München die Ziele für die WM festlegen.

Wolf-Niclas Schröder und Paul Gebauer haben Selbstvertrauen getankt.

Termine

11.-26.11.2019: Trainingslager in Avis/Portugal

28.12.2019 - 13.01.2020: Ski-Trainingslager in St. Moritz/Schweiz 

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