Vom jungen Vierer zum Quartett mit Ambitionen

Nico Merget und Felix Brummel haben in dieser Saison mit Maximilian Planer und Felix Wimberger zwei neue Partner im Vierer. Bei der WM haben die Ruderer einen hohen Anspruch an sich selbst.

Im zweiten Jahr hintereinander sind Nico Merget und Felix Brummel ein Teil des Deutschland-Vierers. Doch im Vergleich zur vergangenen Saison hat sich einiges geändert. Das Duo hat sich enorm entwickelt und mit Felix Wimberger sowie Maximilian Planer nun zwei erfahrene Partner an der Seite, die Weltmeister im Deutschland-Achter geworden sind. Aus dem jungen, „wilden“ Vierer ohne Steuermann ist ein Quartett mit großen Ambitionen geworden. Wenn alles perfekt läuft, kann es bei den Weltmeisterschaften ab dem 25. August in Linz-Ottensheim mit einer Medaille klappen.

In Völkermarkt an der Technik gefeilt

Zweimal sprang in dieser Saison schon Bronze heraus: Bei den Europameisterschaften in Luzern und dem Weltcup in Rotterdam. Damit es auch bei der WM wieder nach vorne geht, dafür wurde zuletzt im Trainingslager in Völkermarkt hart gearbeitet. „In Völkermarkt hat alles gepasst, wir konnten unseren Plan komplett durchziehen, haben keine Einheit gekürzt“, sagt Merget: „Wir haben dabei viele technische Dinge herausgearbeitet, Fehler beseitigt und gute Sachen perfektioniert. Und wir haben uns die Sprint-Schnelligkeit für den letzten Streckenabschnitt geholt.“

Ehrgeiziges Quartett hilft sich gegenseitig

Das ehrgeizige Quartett feilt akribisch an den letzten Details, die bei der WM den Ausschlag geben könnten, und ist im Training kaum zu bremsen. Dabei schauen alle in eine Richtung, wie Brummel berichtet: „Wir arbeiten sehr gut zusammen, es herrscht eine tolle Arbeitsmoral. Jeder hilft dem anderen. Diese Hilfe wird dann auch angenommen und nicht als Kritik abgetan.“ Auch außerhalb des Bootes passt es: „Wir sind vier Charaktere, die sehr gut miteinander können und sich gut ergänzen. Wir haben viel Spaß in unserer Truppe“, erzählt Merget und betont: „Unser Trainer Tim Schönberg ist ebenso ein Puzzleteil – wir harmonieren alle sehr gut.“

Merget: „Extrem viel gelernt“

Planer und Wimberger sind der erfahrene Teil des Quartetts, aber auch Merget und Brummel haben in der vergangenen Saison ihre Erfahrungen gemacht, die sie nun voranbringen. „Wir haben extrem viel gelernt, kennen die Strecken besser und lassen uns nicht mehr so leicht aus der Ruhe bringen. Wir wissen jetzt, worauf es ankommt“, sagt Merget, der nun Schlagmann ist: „Da profitiere ich enorm davon, dass Max und Wimbo direkt hinter mir sitzen. Sie geben mir viel Input. Ich mag die Position und dass ich meine Idee des Schlages vorgeben kann. Für mich ist wichtig, dass ein Flow vorhanden ist, der sich immer fortsetzt – wie bei einer Fahrradkette.“

brummel: „JEder bringt seine stärken ein“

Brummel sitzt auf der anderen Seite des Bootes und hat im Bug die unruhigste Position. Mit seiner guten Technik hält er den Vierer stabil. „Jeder bringt seine Stärken ein, die Kombination macht es aus“, sagt der 24-Jährige und freut sich auf das anstehende Trainingslager in München: „Wenn es an die Strecken geht, an die direkte Rennvorbereitung, dann macht es am meisten Spaß. Das ist es ja, wofür wir trainieren.“ Von München geht es am 21. August direkt nach Linz-Ottensheim in Österreich. Bei der WM haben die Ruderer einen hohen Anspruch an sich selbst. „Wir haben gezeigt, dass wir in die Medaillenränge fahren können. Wir sind sehr erfolgshungrig und wollen immer mehr“, so Merget.

09.08.2019 | von Felix Kannengießer

In den vergangenen Wochen hat der Vierer ohne Steuermann unter den Augen von Bundestrainer Tim Schönberg auf dem Völkermarkter Stausee trainiert.

Zuletzt landete der Vierer beim Weltcup in Rotterdam auf dem dritten Rang. 

Termine

12.-21.08.2019: Trainingslager in München

25.08. - 01.09.2019: Weltmeisterschaften in Linz-Ottensheim/Österreich

 

06.-08.09.2019: SH Netz Cup in Rendsburg

11.-26.11.2019: Trainingslager in Avis/Portugal

28.12.2019 - 13.01.2020: Ski-Trainingslager in St. Moritz/Schweiz 

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