Vierer sammelt „fantastische Eindrücke“ in Henley

Ein Quartett aus dem Team Deutschland-Achter hat sich auf die Reise nach Großbritannien gemacht. Bei der Henley Royal Regatta gab es knallharte Duelle und viel zu sehen.

Die Henley Royal Regatta ist die älteste Ruderregatta der Welt. Bereits seit 1839 messen sich in Henley-on-Thames Ruderer aus aller Welt, Boot gegen Boot im K.O.-Modus, 2112 Meter über die Themse. Auch ein Quartett vom Team Deutschland-Achter war in diesem Jahr, beim 180-jährigen Jubiläum, mit dabei. Jacob Schulte-Bockholt, Maximilian Korge, Anton Schulz und Jakob Gebel kamen bis ins Viertelfinale, wo der irische Meister im Vierer ohne Steuermann knapp die Bootsspitze voraus hatte. „Wir haben trotzdem viele fantastisch Eindrücke gesammelt“, sagt Schulte-Bockholt.

Im ersten Rennen lief es für das deutsche Quartett optimal. Gegen eine Rudergemeinschaft des Leander Boat Clubs und des Thames Rowing Clubs entwickelte sich zunächst ein spannendes Rennen. „Wir haben Boot an Boot gekämpft, dann haben wir einen schwachen Moment des Gegners genutzt, sind davongezogen und konnten den Sieg nach Hause fahren“, beschreibt Schulte-Bockholt.

Viertelfinal-Aus gegen irischen Meister

Im Viertelfinale wartete der irische Meister, der auch die U23-Weltmeister 2018 im Zweier ohne Steuermann an Bord hatte. In der ersten Rennhälfte gaben die Deutschen noch den Ton an, schienen physisch überlegen. „Dann aber hat uns die Konstanz gefehlt, und wir sind auch nicht gut mit dem unruhigen Wasser zurecht gekommen. So haben uns die Iren noch einkassiert“, erzählt Schulte-Bockholt: „Da haben uns auch die Trainingskilometer gefehlt. Wir sind nicht wirklich eingefahren, unser Vierer hat sich ja spät gebildet.“

Einzigartige Atmosphäre

Sportlich hatte sich das Quartett zwar mehr vorgenommen, doch die Royal Regatta war allemal eine Reise wert. „Henley ist mit keiner anderen Regatta zu vergleichen. Jedes Rennen ist ein Finale, da ist richtig Rennhärte drin. Auch die ganze Atmosphäre ist ansteckend, vor allem auf den letzten Metern vor dem Ziel kommt die Stimmung besonders gut rüber. Es sind so viele tausend Menschen an der Strecke, die jeden Ruderer anfeuern. Das ist einzigartig“, sagt Schulte Bockholt, der zum zweiten Mal dabei war: „Es war wieder etwas ganz Besonderes.“ Für Gebel war es sogar das erste Mal in Henley, er zeigte sich „überwältigt“.

Dresscode und Gastfamilien

Die Vier waren ohne Trainer angereist und sind, wie es dort üblich ist, in Gastfamilien untergebracht. Somit mussten sie sich komplett selbst organisieren. „Das war ziemlich ungewohnt, aber es hat sehr gut funktioniert“, berichtet Schulte-Bockholt, der ein Freund vom Dresscode der Veranstaltung ist: „Ich mag diese feine englische Art, und es ist auch ganz cool, dass hier alle im Anzug herumlaufen. Das ist mal was anderes, das alles hier macht viel Spaß.“

Bis Sonntag sind die Ruderer noch vor Ort und wollen die Atmosphäre weiter aufsaugen. Auf jeden Fall wollen sie das Finale des neu eingeführten King’s Cup schauen, ein Mixed-Achter Rennen nur für Militärbedienstete. Der Achter der Sportfördergruppe der Bundeswehr, unter anderem besetzt mit Anton Braun, kann in London erster Sieger des neuen Wettbewerbs werden. „Wir werden sie anfeuern und auch ansonsten so viele Rennen wie möglich schauen. Wir wollen alles mitnehmen, was geht, und die restliche Zeit hier genießen.“

06.07.2019 | von Felix Kannengießer

In den K.O.-Duellen bei der Royal Regatta ging es knallhart zu.

Der Vierer ohne Steuermann von Henley: Maximilian Korge, Jakob Gebel, Anton Schulz und Jacob Schulte-Bockholt.

Termine

10.-26.11.2019: Trainingslager in Avis/Portugal

28.12.2019 - 13.01.2020: Ski-Trainingslager in St. Moritz/Schweiz 

28.01.-13.02.2020: Trainingslager in Lago Azul/Portugal 

01.-16.03.2020: Trainingslager in Gavirate/Italien

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