EM in Luzern: Achter und Vierer mit Siegen zum Auftakt

Der Deutschland-Achter erreicht mit Platz eins im Vorlauf direkt das Finale (Sonntag, 14.58 Uhr). Der Vierer ohne Steuermann tankt mit Vorlaufsieg Selbstvertrauen fürs Halbfinale am Samstag.

Auf direktem Kurs ins Finale: Mit einem Start-Ziel-Sieg ist der Deutschland-Achter seiner Favoritenrolle gerecht geworden und hat mit Vorlaufplatz eins bei den Europameisterschaften in Luzern das Ticket für das Finale (Sonntag, 14.58 Uhr) souverän gelöst. Nach einer schnellen ersten Streckenhälfte (2:38,54 Minuten) war die Vorentscheidung schon gefallen, als die Mannschaft von Steuermann Martin Sauer eine Bootslänge vor Rumänien lag und diesen Vorsprung behauptete. Letztlich gewann das deutsche Flaggschiff nach 5:27,39 Minuten mit einer Dreiviertel Länge vor Rumänien. Dahinter kamen Russland und Polen ins Ziel.

„Das wird eine heiße Kiste am Sonntag“

„Wir sind stark rausgefahren und haben das Rennen am Ende kontrolliert“, brachte es Richard Schmidt auf den Punkt, und Jakob Schneider ergänzte: „Es lief alles nach Plan. Jetzt haben wir einen Tag frei, werden aber im Training noch an ein paar Stellschrauben drehen. Ich hoffe, dass wir dann am Sonntag zum richtigen Zeitpunkt ein perfektes Rennen fahren können.“ Ein Finalgegner steht mit den Niederlanden schon fest. Die eingefahrenen Holländer gewannen im zweiten Vorlauf das bis ins Ziel packende Duell gegen Großbritannien mit einer guten Zeit von 5:22,95 Minuten. „Das war stark. Die Holländer sind aufgebohrt. Das wird eine heiße Kiste am Sonntag“, meinte Schmidt, der nach dem starken Auftritt zuversichtlich sein kann, nach sechs EM-Titeln in Serie in diesem Jahr erneut Gold zu gewinnen und die deutsche Nationalhymne am Luzerner Rotsee erklingen zu lassen.

Vierer: Mit Selbstvertrauen ins Halbfinale

Einen EM-Start nach Maß erwischte auch der Vierer ohne Steuermann. Die Mannschaft mit Schlagmann Nico Merget, Maximilian Planer, Felix Wimberger und Felix Brummel setzte sich im Vorlauf gegen Polen, Serbien und Österreich souverän durch. „Wir haben die Aufgabe erfüllt – nicht mehr und nicht weniger. Das Rennen hat gezeigt, dass wir in den letzten Wochen gut gearbeitet haben“, sagte Wimberger. Zufrieden mit dem Auftakt war auch Bundestrainer Tim Schönberg: „Neue Saison, neue Mannschaft – sie hat die Erwartungen bestätigt. Die Gegner werden in den nächsten Rennen aber stärker.“ So geht es im Halbfinale am Samstag (ab 14.15 Uhr) darum, das Finalticket zu lösen. Gegner sind Italien, die Niederlande, Weißrussland, Frankreich und Österreich. Wimberger: „Der Vorlauf gibt Selbstvertrauen. Wir schauen von Rennen zu Rennen weiter.“

Zweier über spannenden Hoffnungslauf weiter

Zwei Rennen zum Einzug ins Halbfinale benötigte der Zweier ohne Steuermann mit Anton Braun und Marc Leske. Nach Vorlaufrang fünf am Vormittag belegten sie am Nachmittag den zweiten Platz im Hoffnungslauf hinter Russland. In dem spannenden Rennen schoben sich Braun/Leske auf den letzten 500 Metern noch an dem griechischen Zweier vorbei und hielten im Endspurt auch die aufkommenden Boote aus Ungarn und den Niederlanden auf Distanz. Im Ziel lagen gerade einmal zwölf Hundertstel Sekunden zwischen Platz zwei und vier, der das Aus bedeutet hätte. „Sie sind bei den Schiebewind-Bedingungen cool geblieben und haben sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Mit Können und Glück sind sie eine Runde weiter“, freute sich Trainer Peter Thiede. Da machte sich letztlich auch bezahlt, dass sie im Vorlauf nicht alle Körner verschossen und das Rennen im Schongang beendet hatten. Damit ist das gesamte Team Deutschland-Achter, das an diesem Wochenende in Erinnerung an Maximilian Reinelt mit einem Trauerflor fährt, bei der EM eine Runde weiter.

31.05.2019 | von Carsten Oberhagemann

Vollgas auf dem Rotsse: der Deutschland-Achter löste direkt das Finalticket.

Erreichten das Halbfinale: der Vierer und der Zweier ohne Steuermann.

Bilder: Detlev Seyb

Weitere Bilder: Bildergalerie Luzern 2019 

Ergebnisse

EM in Luzern, Achter: 1. Deutschland-Achter (Hannes Ocik, Richard Schmidt, Malte Jakschik, Jakob Schneider, Torben Johannesen, Christopher Reinhardt, Laurits Follert, Johannes Weißenfeld, Steuermann Martin Sauer) 5:27,39 Minuten, 2. Rumänien 5:29,03, 3. Russland 5:31,99, 4. Polen 5:42,10.

Vierer ohne Steuermann: 1. Deutschland (Nico Merget, Maximilian Planer, Felix Wimberger, Felix Brummel) 5:54,66 Minuten, 2. Olen 5:55,75, 3. Serbien 5:57,07, 4. Österreich 6:08,66.

Zweier ohne Steuermann, Vorlauf: 1. Rumänien 6:37,61 Minuten, 2. Großbritannien 6:41,71, 3. Frankreich 6:42,84, 4. Griechenland 6:57,95, 5. Deutschland (Anton Braun, Marc Leske) 7:26,29.

Zweier ohne Steuermann, Hoffnungslauf: 1. Russland 6:33,06 Minuten, 2. Deutschland (Anton Braun, Marc Leske) 6:33,55, 3. Griechenland 6:33,63, 4. Ungarn 6:33,67, 5. Niederlande 6:33,87, 6. Ukraine 7:08,80.

Termine

12.-21.08.2019: Trainingslager in München

25.08. - 01.09.2019: Weltmeisterschaften in Linz-Ottensheim/Österreich

 

06.-08.09.2019: SH Netz Cup in Rendsburg

11.-26.11.2019: Trainingslager in Avis/Portugal

28.12.2019 - 13.01.2020: Ski-Trainingslager in St. Moritz/Schweiz 

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