Erstmals beim Windermere Cup am Start

Acht Ruderer, Steuermann Jonas Wiesen und Trainer Peter Thiede haben sich auf den Weg über den großen Teich gemacht. Neben der sportlichen Herausforderung werfen die Athleten in Seattle auch einen Blick über die Bordwand hinaus.

Der Windermere Cup im amerikanischen Seattle hat eine große Tradition. Jedes Jahr lädt die Universität Washington zu den Rennen eine Achter-Crew ein, um sich selbst mit den Gästen zu messen. In diesem Jahr flatterte in Dortmund eine Einladung herein, die mit Freude angenommen wurde. Am Wochenende wird somit erstmals ein Boot aus dem Team Deutschland-Achter bei der Regatta auf dem Lake Washington Kanal antreten.

Weil 19 der Athleten aus dem Team Deutschland-Achter sich aktuell auf die Wedau-Regatta in Duisburg in der kommenden Woche vorbereiten, ist eine ganz junge Crew in die Vereinigten Staaten gereist. Vor allem die Ruderer, die gerade aus der U23 aufgestiegen sind, bilden den deutschen Achter beim Windermere Cup. Mit dabei sind Jacob Schulte-Bockholt, Anton Schulz, Jakob Gebel, Janek Schirrmacher, Paul Gebauer, Malte Großmann, Peter Kluge, Maximilian Korge und Steuermann Jonas Wiesen. Begleitet werden sie von Bundestrainer Peter Thiede.

Toller Empfang in Washington

Seit vergangenem Sonntag befindet sich die Crew in den USA, die Gastgeber von der Universität Washington haben für einen tollen Empfang gesorgt, wie Jonas Wiesen berichtet: „Wir wurden sehr gut aufgenommen, hier wird sich rund um die Uhr um uns gekümmert.“ Die Ruderer wohnen in einem Hotel gleich in der Nähe der Uni, wo sich auch das Bootshaus befindet, das die deutschen Athleten mitnutzen können.

„Das Bootshaus ist gleichzeitig Essensraum für alle Sportarten hier. So kommt man viel in Kontakt mit den Leuten“, erzählt Wiesen: „Uns wurde hier alles gezeigt. Die Amerikaner wollen gleichzeitig aber auch einiges wissen.“ Auch auf einige deutsche Ruderer ist die Dortmunder Gruppe gestoßen. So studieren unter anderem die ehemaligen U23-Athleten Philipp Nonnast, Alexander Vollmer und Nils Vorberg im US-Bundesstaat Washington.

Ruderer beim Baseball

Täglich von 9 bis 15 Uhr haben die Athleten die Chance, auf dem Lake Washington zu trainieren. Nach dem Rudern bleibt meistens noch Zeit, die Gegend zu erkunden. Die Gastgeber der Uni Washington haben für die Deutschen ein volles Programm zusammengestellt. Neben der Besichtigung des Universitätsgebäudes standen auch schon ein Baseballspiel und ein Ausflug zum Yachthafen auf dem Plan. „Wir haben tolle Eindrücke gesammelt“, sagt Wiesen.

Sprintrennen zum Auftakt

Im Vordergrund steht aber natürlich der Windermere Cup. An den Rennen nehmen viele Universitäts-Teams aus der Region teil. Der Brauch, einen internationalen Gegner im Achter einzuladen, entstand 1987, als das Team der Sowjetunion zu Gast war. Am Freitagabend geht es im Sprintrennen über 600 Meter. Am Samstag steht dann das große Rennen über 2000 Meter gegen die Achter-Crews der Universitäten von Washington und Boston an.

„Wir freuen uns, dass wir hier an den Start gehen dürfen. Wir haben das Gewässer jetzt gut kennengelernt und sind gespannt auf das Rennen“, berichtet Wiesen: „Wir haben es mit starken Gegnern zu tun, die schon deutlich mehr Kilometer im Achter haben als wir. Trotzdem treten wir hier mit dem Ziel an, das Rennen zu gewinnen.“

02.05.2019 | von Felix Kannengießer

Die deutsche Crew in Seattle.

Jeden Tag kann die Achter-Crew bis 15 Uhr auf dem Lake Washington trainieren.

Als Trainer begleitet Peter Thiede die junge Achter-Crew in die USA.

Termine

Weltcup in Rotterdam/Niederlande:
Vierer ohne Steuermann, Finale, So., 14.7., 12.34 Uhr:
DEN, GER, AUS, GBR, Pol, ROU
Achter, Finale: So., 14.7., 13.59 Uhr:
NED, ROU, GBR, GER, NZL, AUS
Live-Stream: worldrowing.com

17.07. - 04.08.2019: Trainingslager in Völkermarkt/Österreich

12.-21.08.2019: Trainingslager in München

25.08. - 01.09.2019: Weltmeisterschaften in Linz-Ottensheim

06.-08.09.2019: SH Netz Cup in Rendsburg

 

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