„Mit nichts auf der Welt zu vergleichen“

Richard Schmidt ist mit Malte Jakschik Deutscher Meister im Zweier geworden, hat dafür den Dr.-Claus-Heß-Gedächtnispreis erhalten und ist wieder für den Deutschland-Achter nominiert. Sein schönster Moment im April aber war ein anderer. Welcher, das verrät er im Interview.

Bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften haben Richard Schmidt und Malte Jakschik ihren Titel im Zweier verteidigt, sind damit nun schon zum dritten Mal in Folge Deutscher Meister geworden und auch erneut für den Deutschland-Achter nominiert. Dazu gab es noch besondere Ehren: In diesem Jahr wurde für den Sieg bei der Kleinboot-DM erstmals der Dr.-Claus-Heß-Gedächtnispreis ausgelobt. Was Schmidt davon hält, wie er auf die kommenden Wochen im Achter blickt und was ihn momentan nachts wachhält, erzählt der 31-Jährige im Interview.

Glückwunsch zum dritten Zweier-Titel in Folge – war das für euch etwas ganz Besonderes?

Richard Schmidt: Die Deutschen Meisterschaften waren für uns natürlich extrem erfolgreich, aber jeder Sieg ist etwas Besonderes. Wir sind sehr glücklich, dass wir den Titel verteidigen konnten, vor allem gegen so starke Gegner. Wir waren wieder knapp vor Torben Johannesen und Johannes Weißenfeld. Das Duell mit den beiden pusht uns jedes Jahr aufs Neue, da werden wir richtig gefordert, das macht echt Spaß.

Bei der Siegerehrung gab es den Dr.-Claus-Heß-Gedächtnispreis. Was bedeutet das für euch?

Richard Schmidt: Für uns war es ein wenig überraschend, dass es einen Preis gab. Aber es ist eine große Ehre für uns. Claus Heß war ein herausragender Ruderer, der auch sehr viel für den Rudersport gemacht hat. Dass wir jetzt die ersten Preisträger sind, das ist schon genial. Da sind wir richtig stolz drauf. Außerdem ist der Preis an sich wunderschön. Ich finde, das Ganze ist eine super Idee.

Wie blickst du auf die Zeit, die nun im Deutschland-Achter folgt?

Richard Schmidt: Wir freuen uns, dass wir jetzt im Achter sitzen, aber wir wissen auch, dass es nur eine Vorentscheidung war. Wir müssen die ersten Ergebnisse abwarten. Die internationale Konkurrenz schläft nicht, es wird sicher nicht einfach. Ich bin gespannt, wie die nächsten Wochen laufen. In den vergangenen beiden Jahren hatten wir im Achter ein extrem hohes Niveau, und wir wollen immer besser werden. Da arbeiten wir jetzt dran.

Anfang April bist du Vater einer kleiner Tochter geworden. Was hat sich für dich dadurch verändert?

Richard Schmidt: Der Alltag ist schon ein wenig anstrengender geworden. Vor allem die Nächte sind dementsprechend anders, ich bekomme definitiv weniger Schlaf. Aber meine Frau kümmert sich ganz toll, und ich versuche, sie zu unterstützen, wo es geht. Natürlich gibt es auch viele positive Einflüsse durch das Baby. Wir haben uns riesig darauf gefreut. Und eine Geburt ist wirklich etwas Einzigartiges – das ist so ein schöner Moment gewesen, das ist mit nichts auf der Welt zu vergleichen.

19.04.2019 | Interview: Felix Kannengießer

Für Richard Schmidt ist der April nach Maß verlaufen.

Foto: Lennart Heyduck

Bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften landete er mit Malte Jakschik knapp vor Torben Johannesen und Johannes Weißenfeld auf Platz eins…

…und nahm bei der Siegerehrung den Dr.-Claus-Heß-Gedächtnispreis entgegen.

Bilder: Detlev Seyb

Der Preis

Der Dr. Claus Heß Gedächtnispreis wird dem Deutschen Meister im Männer-Zweier ohne Steuermann überreicht. Der Preis wurde zum Gedenken an den im April 2018 verstorbenen Ehrenvorsitzenden des Deutschen Ruderverbandes, Dr.Claus Heß – selbst Deutscher Meister im Zweier o. Stm. 1955 und 1956 – von seinen Freunden gestiftet.

Termine

23.05.2019: Präsentation Team Deutschland-Achter in Dortmund

31.05. - 02.06.2019: Europameisterschaften in Luzern/Schweiz

21.-23.06.2019: Weltcup in Posen/Polen

12.-14.07.2019: Weltcup in Rotterdam/Niederlande 

17.07. - 04.08.2019: Trainingslager in Völkermarkt/Österreich

12.-21.08.2019: Trainingslager in München

25.08. - 01.09.2019: Weltmeisterschaften in Linz-Ottensheim

06.-08.09.2019: SH Netz Cup in Rendsburg

 

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