Unbedrängt ins WM-Finale: Deutschland-Achter mit klarem Vorlaufsieg

Das deutsche Flaggschiff gewann bei wechselnden Windbedingungen vor Italien, den Niederlanden und Rumänien. Die Vorentscheidung fiel nach 1.000 Metern. Zweier-Viertelfinale wegen zu starkem Wind auf Donnerstag, 9.33 Uhr verschoben.
 

Der Weg ins Finale war schnell geebnet. Der Deutschland-Achter ließ bei seinem ersten Auftritt bei den Ruder-Weltmeisterschaften im bulgarischen Plovdiv keine Zweifel aufkommen, ließ beim souveränen Vorlaufsieg die Konkurrenz aus Europa klar hinter sich und zog sicher in den Endlauf am Sonntag (13.15 Uhr Ortszeit/12.15 Uhr MESZ) ein.

„Wir waren fast überrascht, wie unbedrängt wir auf ersten 1.000 Metern losfahren konnten“, sagte Schlagmann Hannes Ocik, dessen Team sich auf der ersten Streckenhälfte einen Vorsprung von einer kompletten Bootslänge herausarbeitete. Da war die Vorentscheidung gefallen und es reichte, den Sieg kräftesparend nach Hause zu fahren. Das sah auch Bundestrainer Uwe Bender so, der das Rennen von der Tribüne aus auf der Leinwand verfolgte: „Nach dem großen Vorsprung fehlte die Notwendigkeit, mit der letzten Konsequenz noch mehr Gas geben zu müssen.“ Schließlich setzte sich im Zweikampf um Platz zwei Italien gegen die Niederlande durch. Rumänien wurde Vierter.

„Es hat von Schiebe- auf Seitenwind gedreht“

„Das war ein vernünftiger Einstieg – nicht mehr, aber auch nicht weniger“, sagte Felix Wimberger, der die wechselnden Windbedingungen auf der Strecke als schwierig ansah: „Es hat von Schiebe- auf Seitenwind gedreht. Angefühlt hat es sich aber wie Gegenwind. Es war immer unruhig, das hat nicht so viel Spaß gemacht.“

Sehr schneller zweiter Vorlauf – „Wir sollten gewarnt sein“

Der andere Vorlauf, der kurz vorher gestartet wurde, war hingegen viel umkämpfter. Hier lieferten sich die USA und Australien einen packenden Bord-an-Bord-Kampf bis auf die Ziellinie. Schließlich siegten die US-Amerikaner in der Top-Zeit von 5:19,20 Minuten gerade einmal fünf Hundertstel Sekunden vor den Australiern. Die Weltbestzeit, die der Deutschland-Achter im vergangenen Jahr beim Weltcup in Posen aufgestellt hatte (5:18,68), verpassten sie nur knapp. „Das war sehr stark und wir sollten gewarnt sein. In diesem Lauf waren mindestens zwei Achter, die richtig was drauf haben“, sagte Ocik. Schließlich dürfe man auch die Briten, die als Vorlauf-Dritter in den Hoffnungslauf (Freitag) müssen, nicht abschreiben.

„Das wird ein enges Finale“

In jedem Fall darf man zum Abschluss der Ruder-WM in Plovdiv am Sonntag ein packendes Finale erwarten. Mit Deutschland, dem WM-Zweiten des Vorjahres USA, dem WM-Dritten Italien und Australien haben sich bereits vier Top-Nationen qualifiziert. „Hier gilt es, auf den Punkt hundertprozentig fit zu sein und bis auf die Ziellinie um jeden Meter zu kämpfen“, meinte Johannes Weißenfeld. Ähnlich sah es Steuermann Martin Sauer: „Das wird ein enges Finale. Das hat sich heute angedeutet.“

Zweier-Viertelfinale abgesagt – zu starker Wind

Das Viertelfinale im Zweier ohne Steuermann konnte hingegen nicht wie geplant am Mittwoch Nachmittag ausgetragen werden. Die Rennen wurden wegen zu starkem Wind abgesagt und auf Donnerstag (9.33 Uhr Ortszeit/8.33 Uhr MESZ) verschoben. Damit hieß es für Laurits Follert und Paul Schröter: Training statt Rennen.

12.09.2018 | von Carsten Oberhagemann

Gelungener Start in die WM: Der Deutschland-Achter löste das Final-Ticket.
Vollgas Richtung Finale: Der Deutschland-Achter auf den ersten 500 Metern.

Noch ein Schluck Wasser, Abklatschen, Boot ausrichten – passt: Die Vorbereitung vor dem WM-Vorlauf.

Fotos: Detlev Seyb

Ergebnisse, WM in Plovdiv

Achter, Vorlauf: 1. Deutschland-Achter (Hannes Ocik, Richard Schmidt, Malte Jakschik, Jakob Schneider, Torben Johannesen, Maximilian Planer, Felix Wimberger, Johannes Weißenfeld, Martin Sauer) 5:22,88 Minuten, 2. Italien 5:24,30, 3. Niederlande 5:24,65, 4. Rumänien 5:30,63.

Termine

18. SH Netz Cup in Rendsburg:

Freitag, 21.9., 19.00-19.30 Uhr: Ergo-Cup im Rendsburger Kreishafen
Samstag, 22.9., 17.00-17.30 Uhr: Ruder-Sprint-Cup im Rendsburg Kreishafen (anschließend Autogrammstunde am Stand der Sporthilfe)
Sonntag, 23.9.: 12,7-Kilometer-Langstrecke von Breiholz nach Rendsburg

 

TV-Berichterstattung:

Sonntag, 23.9.: 14.00-15.15 Uhr NDR TV live; ab 18.00 Uhr: ARD Sportschau; 22.50 Uhr: NDR Sportclub

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