Vierer und Zweier mit starkem WM-Start

Glänzender WM-Auftakt: Der Zweier gewinnt den Vorlauf, der Vierer wird Zweiter hinter Weltmeister Australien. Die Auslosung ergab, dass der Deutschland-Achter am Mittwoch auf die Niederlande, Rumänien und Italien im Vorlauf trifft.
 

Gut gelaunt mit Kühlwesten ausgestattet saßen sie auf dem Rennrad: Felix Brummel, Nico Merget, Peter Kluge und Felix Drahotta hatten allen Grund zur Freude, schließlich lösten sie als souveräner Vorlauf-Zweiter hinter Titelverteidiger Australien bei der Ruder-WM im bulgarischen Plovdiv das Halbfinal-Ticket. „Wir haben zu unserer alten Stärke zurückgefunden“, freute sich Peter Kluge: „Wir sind aggressiv losgefahren und haben den gemeinsamen Abdruck ins Boot bekommen.“ Die intensive Arbeit in den Trainingslagern in Völkermarkt und Dortmund hat sich also ausgezahlt. „Ich hatte vorher schon ein gutes Gefühl und bin jetzt erleichtert, dass die Mannschaft auch das abrufen konnte, was sie kann“, meinte Bundestrainer Tim Schönberg.

Schließlich war das deutsche Quartett auch über die komplette Streckenlänge auf Tuchfühlung zum starken australischen Boot. Gut eine Sekunde betrug der Rückstand bei Streckenhälfte, im Ziel waren es gut zwei Sekunden. Die anderen Boote ließ der deutsche Vierer klar hinter sich. „Es war wichtig, fokussiert ins Turnier zu kommen. Wir wollen jedes Rennen mitgestalten. Das hat gut geklappt“, so Schönberg, dessen Team den Schwung aus dem guten Auftakt ins Halbfinale am Donnerstag mitnehmen will. Kluge: „Das ist eine ordentliche, aber lösbare Aufgabe. Da wollen wir noch mal einen drauflegen.“ 

Mit Lockerheit und starkem Finish zum Vorlaufsieg

Mit einem furiosen Vorlaufsieg starteten Laurits Follert/Paul Schröter im Zweier ohne Steuermann in die WM. Sie setzten sich gegen Australien, Neuseeland, die USA und die Niederlande durch. „Wir sind locker losgefahren und auch entspannt geblieben. Der Sieg gibt uns Mut für die nächsten Aufgaben, jetzt haben wir uns zwei freie Tage aber erst mal verdient“, sagte Laurits Follert gut gelaunt und heruntergekühlt. Denn sein erster Weg nach dem Rennen führte ihn ins auf elf Grad heruntergekühlte Wasserbecken. Zudem lobte er seinen Partner und Bugmann Paul Schröter, der zum ersten Mal den Fuß am Steuer hatte: „Wir sind keinen Meter zu viel gefahren. Zudem hat er taktisch die richtigen Kommandos gegeben.“

Im Rennen lag der deutsche Zweier bei Streckenhälfte noch auf dem dritten Rang, hatte aber stets Kontakt zu den führenden Booten aus Australien und Neuseeland. Zunächst schoben sich Follert/Schröter an den Kiwis, die den Weltcup in Luzern gewonnen hatten, vorbei, dann auf den letzten 500 Metern auch an den überraschend starken Australiern. „Im bisherigen Saisonverlauf war das letzte Streckendrittel immer ihre Problemzone, jetzt waren sie hier sehr stark. Das war ein sehr guter Einstieg in die WM-Woche. Bei schwierigen Bedingungen sind sie konstant gut gerudert. Jetzt wissen wir, was wir können. Aber wir wissen auch, dass die Aufgaben schwieriger werden“, meinte Bundestrainer Christian Viedt. Weiter geht’s am Mittwoch im Viertelfinale. 

Achter trifft im Vorlauf auf EM-Kontrahenten

Der Deutschland-Achter startet erst am Mittwoch in die WM-Regatta. Die Auslosung ergab, dass es das deutsche Flaggschiff im Vorlauf (11.41 Uhr Ortszeit/10.41 Uhr MESZ) mit den Niederlanden, Rumänien und Italien zu tun bekommt. Damit treffen die vier erstplatzierten Boote von der EM in Glasgow aufeinander. Die Plätze eins und zwei erreichen auf direktem Weg das Finale. „Ich bin zufrieden mit der Auslosung, erwarte wieder ein spannendes Rennen und einen Bord-an-Bord-Kampf mit Rumänien und Holland“, sagte Achter-Schlagmann Hannes Ocik.

09.09.2018 | von Carsten Oberhagemann

Fanden zurück zu alter Stärke: Felix Brummel, Nico Merget, Peter Kluge und Felix Drahotta im Vierer ohne Steuermann.

Mit einem Vorlaufsieg in die WM-Woche gestartet: Laurits Follert und Paul Schröter.

Training statt Rennen: Der Deutschland-Achter startet erst am Mittwoch ins Regattageschehen ein.

Fotos: Detlev Seyb

Ergebnisse, WM in Plovdiv

Vierer ohne Steuermann, Vorlauf: 1. Australien 5:52,65 Minuten, 2. Deutschland (Felix Drahotta, Peter Kluge, Nico Merget, Felix Brummel) 5:54,76, 3. Tschechien 6:00,53, 4. Neuseeland 6:02,49, 5. Russland 6:05,61.

Zweier ohne Steuermann, Vorlauf: 1. Deutschland (Laurits Follert, Paul Schröter) 6:24,43 Minuten, 2. Australien 6:26,02, 3. Neuseeland 6:26,28, 4. USA 6:29,25, 5. Niederlande 6:32,03.

Termine & Nominierungen

Samstag, 17.11.2018: BaselHead in Basel/Schweiz

Samstag/Sonntag, 1./2.12.2018: Ergotest und Langstrecke in Dortmund

 

 

Felix-Award: Online-Abstimmung zur Sportlerwahl NRW 2018 (nominiert: Deutschland-Achter)
nrw-sportlerdesjahres.de

Hamburgs Sportler des Jahres: Online-Abstimmung (nominiert: Torben Johannesen)
Hamburger Abendblatt 

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