„Selbstvertrauen und Respekt“ vor der WM

Achter-Ruderer Jakob Schneider gibt im Interview Einblicke, wie die letzten Trainingstage vor der Abreise nach Plovdiv gelaufen sind und mit welchem Gefühl die Ruderer zu den Weltmeisterschaften fahren.

Am Mittwoch tritt das Team Deutschland-Achter die Reise nach Bulgarien an, ab dem 9. September wird bei den Weltmeisterschaften in Plovdiv um Medaillen gekämpft. Wie die letzten Eindrücke aus dem finalen WM-Trainingslager in Dortmund sind, wie das Relationsrennen gelaufen ist und mit was die Ruderer bei der WM rechnen, verrät Jakob Schneider im Drei-Fragen-Interview.

Wie sind die letzten Trainingstage in Dortmund gelaufen?

Jakob Schneider: Wir haben ja ein bisschen gepokert, haben im Trainingslager in Völkermarkt noch viel an den Grundlagen gearbeitet und sind im Vergleich zum vergangenen Jahr erst spät in die hohen Schlagfrequenzen eingestiegen. Von daher war es wichtig, dass die Strecken in Dortmund jetzt gut sitzen. Und es hat zum Glück alles gut geklappt. Es hat wieder richtig Spaß gemacht, mit viel Tempo zu fahren. Die hohen Frequenzen sind für uns Ruderer die Belohnung für die harte Arbeit. Es war auch gut, dass wir hier in Dortmund geblieben sind. In unserem gewohnten Umfeld fühlen wir uns alle wohl. So sind wir vom Kopf her frei für die kommenden Aufgaben.

Was hat das Relationsrennen am Samstag für Aufschlüsse gebracht?

Jakob Schneider: Das Relationsrennen ist gut gelaufen, die Ergebnisse haben uns beruhigt. Natürlich sind wir noch nicht genau da, wo wir bei der WM sein wollen, aber das ist ganz normal. Bis zum ersten Vorlauf ist ja noch genug Zeit, um physisch wieder voll auf der Höhe zu sein. Wir werden jeden Tag fitter. Und das Zusammenspiel sitzt sowieso, da sind wir auf einem hohen Level.

Mit welchem Gefühl fahrt ihr zur WM?

Jakob Schneider: Mit Selbstvertrauen und Respekt. Wir sind gut vorbereitet, aber die Gegner sind teilweise eine Wundertüte. Wir wissen nicht genau, was auf uns zukommt. Auf die USA zum Beispiel treffen wir zum ersten Mal seit Rendsburg vergangenes Jahr. Ich würde sechs oder sieben Booten das Treppchen zutrauen. Das wird eine spannende Angelegenheit. Wir fahren natürlich mit dem Ziel zur WM, unseren Titel zu verteidigen. Die Saison ist gut gelaufen und wir wollen sie jetzt auch erfolgreich zu Ende bringen.

04.09.2018 | Interview: Felix Kannengießer

Volle Konzentration auf die WM: Jakob Schneider.

Zuletzt bei den Europameisterschaften stand Jakob Schneider mit dem Deutschland-Achter oben auf dem Podest.

In Dortmund wurde noch einmal an den letzten Stellschrauben gedreht.

Fotos: Detlev Seyb

Termine

18. SH Netz Cup in Rendsburg:

Freitag, 21.9., 19.00-19.30 Uhr: Ergo-Cup im Rendsburger Kreishafen
Samstag, 22.9., 17.00-17.30 Uhr: Ruder-Sprint-Cup im Rendsburg Kreishafen (anschließend Autogrammstunde am Stand der Sporthilfe)
Sonntag, 23.9.: 12,7-Kilometer-Langstrecke von Breiholz nach Rendsburg

 

TV-Berichterstattung:

Sonntag, 23.9.: 14.00-15.15 Uhr NDR TV live; ab 18.00 Uhr: ARD Sportschau; 22.50 Uhr: NDR Sportclub

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