WM-Vorbereitung: Zwischen Spannung und Vorfreude

Der Deutschland-Achter befindet sich auf den letzten Metern zur Weltmeisterschaft. Richard Schmidt, Felix Wimberger und Bundestrainer Uwe Bender verraten, worauf es jetzt ankommt.
 

Es geht auf die Zielgerade zu: Die Weltmeisterschaften im bulgarischen Plovdiv (09.-16.09.) sind nur noch einen Steinwurf entfernt. Dementsprechend sind Spannung und Vorfreude beim letzten WM-Vorbereitungslager am Stützpunkt in Dortmund greifbar. „Man merkt, dass sich die Saison dem Ende zuneigt, wir haben ordentlich trainiert, sind jetzt heiß auf die WM und freuen uns darauf“, sagt Richard Schmidt aus dem Deutschland-Achter.

In Dortmund erwartet die Ruderer die letzte Phase der unmittelbaren Wettkampf-Vorbereitung. Die großen Umfänge werden nun nicht mehr gefahren, stattdessen ist das Training voll auf die WM zugeschnitten. „In Völkermarkt haben wir gut trainiert und die Grundlagen geschaffen. Das war echt anstrengend, aber es hat sich gelohnt. Jetzt werden wir hier in Dortmund am letzten Feinschliff arbeiten, wir üben die Sprintfähigkeit, fahren noch ein Relationsrennen und bereiten uns gegen Ende des Trainingslagers explizit auf die WM vor“, erzählt Schmidt.

Das Tempo wird schneller

Das Tempo wird jetzt im Training immer schneller, die Frequenzen werden höher. „Wir wollen an den Details feilen. Wir gehen in die Rennfrequenzen rein und drehen an den letzten Schrauben, um noch ein bisschen mehr Exaktheit hineinzubekommen, damit man beim Start nicht mehr über die Technik nachdenken muss, sondern einfach nur noch zieht“, so Wimberger, der bestätigt, dass das Team bislang im Zeitplan liegt: „Wir konnten unser volles Pensum abspulen, von daher ist es gut gelaufen.“

Das sieht auch Bundestrainer Uwe Bender so, weist aber darauf hin, dass auch noch einiges an Arbeit vor den Sportlern liegt: „Wir konnten bislang gut umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten. Völkermarkt ist sehr gut gelaufen und auch in Dortmund lief bis jetzt alles nach Plan. Aber wir haben noch ein paar Tage vor uns, und wir werden dann noch eine ganze Woche in Plovdiv auf der Wettkampfstrecke üben, bevor wir zum Vorlauf kommen. Die Zeit dort wollen wir auch ausnutzen“, so Bender. Die Abreise des Teams Deutschland-Achter nach Bulgarien erfolgt am 5. September.

Respekt vor den Gegnern

In Plovdiv lautet die Mission: Titelverteidigung. Doch die Saison hat gezeigt, dass die Siegesserie alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist, auch die anderen Nationen haben zugelegt. „Die Erwartungen sind durch die erfolgreiche Saison und als Titelverteidiger hoch, aber es gibt einige Nationen, die uns das Leben schwer machen wollen. Wir erwarten starke Amerikaner, die sind als Vize-Weltmeister des vergangenen Jahres ja auf keinem Weltcup aufgetaucht. Die Australier waren in Luzern nur einen Wimpernschlag hinter uns. Und auch die Holländer, Rumänen und die Briten kann man nicht von der Liste nehmen, die können alle vorne sein“, findet Bender. Das Neun-Boote-Feld komplettieren Italien, Neuseeland und Kanada.

Optimistische Einstellung

Die Ruderer strotzen zwar vor Selbstbewusstsein, aber auch sie wissen um die starke Konkurrenz. „Wir wollen das Ding natürlich verteidigen, aber uns ist durchaus bewusst, dass es sehr viele starke Gegner geben wird und es eine enge, harte Kiste wird“, meint Wimberger: „In erster Linie sind wir froh, dass die WM jetzt losgeht. Wir haben das ganze Jahr darauf hin trainiert.“ Auch Bender geht die entscheidenden Tage optimistisch an: „Es ist sicherlich ein bisschen Spannung da, aber auch viel Vorfreude, so dass wir das Ganze sehr positiv sehen.“

 

30.08.2018 | von Felix Kannengießer

Der Deutschland-Achter trainiert bis zur Abreise nach Plovdiv auf dem Dortmund-Ems-Kanal.

Richard Schmidt (re., mit Torben Johannesen) ist „heiß auf die WM“.

Felix Wimberger (Mitte, mit Maximilian Planer und Johannes Weißenfeld v.l.) will in Dortmund an den letzten Details feilen.

Bundestrainer Uwe Bender ist optimistisch.

Fotos: Detlev Seyb

Termine

18. SH Netz Cup in Rendsburg:

Freitag, 21.9., 19.00-19.30 Uhr: Ergo-Cup im Rendsburger Kreishafen
Samstag, 22.9., 17.00-17.30 Uhr: Ruder-Sprint-Cup im Rendsburg Kreishafen (anschließend Autogrammstunde am Stand der Sporthilfe)
Sonntag, 23.9.: 12,7-Kilometer-Langstrecke von Breiholz nach Rendsburg

 

TV-Berichterstattung:

Sonntag, 23.9.: 14.00-15.15 Uhr NDR TV live; ab 18.00 Uhr: ARD Sportschau; 22.50 Uhr: NDR Sportclub

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