Deutschland-Achter will Weltcup-Triple perfekt machen

Das deutsche Flaggschiff trifft in Luzern auf die geballte Achter-Konkurrenz. Härteste Widersacher auf dem Rotsee sind Australien und die Niederlande

Bei den ersten beiden Weltcups siegte der Deutschland-Achter. Auf dem Rotsee in Luzern will das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes ab dem 13. Juli das Triple perfekt machen. Zudem winkt wie im Vorjahr der Gewinn des Gesamtweltcups. Die Hauptkonkurrenten haben die Deutschen mittlerweile kennengelernt, dabei einige Erfahrungen und viel Selbstvertrauen mitgenommen. Kurzum: Der Deutschland-Achter ist bereit für das Weltcup-Finale auf dem Göttersee (Finale am Sonntag um 14.48 Uhr, Livestream auf worldrowing.com).

„Starke australische Mannschaft“

Der hartnäckigste Konkurrent war bislang Großbritannien, das in diesem Jahr seine stärksten Athleten in den Achter gesetzt hat. Den Weltcup in Luzern lassen die Briten, eine Woche nach der Henley Royal Regatta, allerdings aus. Dafür sind die USA (mit einem jungen Team) und Kanada erstmals mit dabei. Die größte Konkurrenz in dem elf Boote umfassenden Achter-Feld kommt aber wohl aus den Niederlanden und Australien. Die Ruderer aus Down Under haben zwei Achter gemeldet. Davon ist einer mit der starken Vierer-Crew besetzt und hat gerade in Henley die Briten deutlich geschlagen. Der andere australische Achter machte beim Time-Trial in Linz auf sich aufmerksam, wo er 32 Hundertstel Sekunden vor dem Deutschland-Achter lag.

„Wir rechnen mit einer starken australischen Mannschaft. Es wird eine harte Regatta, auch wenn die Briten nicht dabei sind“, glaubt Bundestrainer Uwe Bender, der optimistisch in die Schweiz fährt: „Wir haben bei den ersten beiden Weltcups gezeigt, was wir können und uns dabei stetig entwickelt. Wir haben gesehen, dass wir in Drucksituationen starke Leistungen abrufen können, und wir haben viele Erfahrungen gesammelt.“ Bei den ersten beiden Weltcups haben Johannes Weißenfeld, Felix Wimberger, Maximilian Planer, Torben Johannesen, Jakob Schneider, Malte Jakschik, Richard Schmidt, Hannes Ocik und Steuermann Martin Sauer nämlich nicht nur die Rennen, sondern auch jede Menge Erkenntnisse gewonnen.

„Die Mannschaft hat enormen Charakter bewiesen“

In Belgrad gelang ein Auftakt nach Maß: Nach einem souveränen Sieg im Vorlauf gab der Deutschland-Achter auch im Finale vom Start weg den Ton an. Die Konkurrenz konnte dem Tempo auf den ersten 1.000 Metern kaum folgen, lediglich die Briten blieben hartnäckig bis zum Schluss dran und sorgten für ein spannendes Finish. „Aus dem Rennen haben wir mitgenommen, dass wir von der Leistung weiterhin vorne sind, es aber enger geworden ist und die Briten nah dran sind“, sagt Bender.

In Linz kam es im Finale erneut zum Duell mit Großbritannien und wieder hatte der Deutschland-Achter die Nase vorne. Diesmal aber lag die Crew vorher im Time-Trial hinter Australien und im Hoffnungslauf hinter den Briten auf Platz zwei. Eine ungewohnte Situation. „Das war ein kleiner Rückschlag, aber die Mannschaft hat enormen Charakter und Kampfgeist bewiesen. Im Finale haben wir ein Top-Rennen abgeliefert und allen Unkenrufen getrotzt“, so Bender, der vor dem Finale viele Gespräche geführt hat: „Wir haben besprochen, dass wir das Rudern nicht verlernt haben, dass wir mit viel Energie und Vertrauen in unsere Leistungsfähigkeit das Rennen angehen können.“

Das gleiche Motto gilt nun auch für das Weltcup-Finale in Luzern. In den vergangenen zwei Wochen hat der Deutschland-Achter noch einmal an der Technik gefeilt. „Wir haben uns weiter verbessert. Die Jungs machen im Training einen sehr guten Eindruck“, befindet Bender, der den Trainingsplan vor dem Rennwochenende etwas umgestellt hat: „Damit wir noch frischer in das Rennen gehen.“

11.07.2018 | von Felix Kannengießer

Zuletzt beim Weltcup in Linz siegte der Deutschland-Achter am Ende eines schwierigen Wochenendes im Finale.

Beim ersten Weltcup in Belgrad war der Deutschland-Achter ebenfalls erfolgreich.

Bundestrainer Uwe Bender ist optimistisch für das Weltcup-Finale.

Fotos: Detlev Seyb

Zeitplan

Weltcup-Finale in Luzern (Schweiz) vom 13. bis 15. Juli 2018:

Deutschland-Achter: Freitag ab 14 Uhr (Vorläufe); Samstag ab 16 Uhr (Hoffnungsläufe); Sonntag, 14.48 Uhr (Finale).

Termine & Nominierungen

Samstag, 17.11.2018: BaselHead in Basel/Schweiz

Samstag/Sonntag, 1./2.12.2018: Ergotest und Langstrecke in Dortmund

 

 

Felix-Award: Online-Abstimmung zur Sportlerwahl NRW 2018 (nominiert: Deutschland-Achter)
nrw-sportlerdesjahres.de

Hamburgs Sportler des Jahres: Online-Abstimmung (nominiert: Torben Johannesen)
Hamburger Abendblatt 

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