Deutsches Flaggschiff trifft erstmals auf die geballte Achter-Konkurrenz

Beim zweiten Weltcup in Linz-Ottensheim haben acht Achter gemeldet – dabei sind neben Großbritannien erstmals auch der WM-Dritte Italien, die Niederlande, Australien und Neuseeland.

 

Der erste Weltcup im Belgrad stand vor allem im Zeichen des Duells zwischen dem britischen Großboot und dem Deutschland-Achter, der sich am Ende zweimal durchsetzte. Beim zweiten Weltcup am Wochenende (22.-24. Juni) im österreichischen Linz-Ottensheim kommen weitere Konkurrenten hinzu. Erstmals in dieser Saison trifft der Deutschland-Achter auf den WM-Dritten Italien, Australien, Neuseeland und die Niederlande, die mit zwei Achtern an den Start gehen. Außerdem haben Großbritannien und Polen gemeldet. „Das sind interessante Gegner für uns. Es wird sicher eine große Herausforderung, aber wir haben seit dem letzten Weltcup weiter gut gearbeitet und treten mit viel Selbstvertrauen an“, sagt Bundestrainer Uwe Bender, der am vergangenen Wochenende noch einen Stufentest ansetzte: „Auch der ist sehr gut ausgefallen.“

Bender: „Den nächsten Schritt gehen“

Zuletzt beim ersten Weltcup in Belgrad spielte der Deutschland-Achter seine Stärken vor allem auf den ersten 1.000 Metern aus. Das Paradeboot ruderte sich einen so großen Vorsprung heraus, dass die Briten die Lücke nicht mehr schließen konnten. Die Ansprüche des deutschen Flaggschiffs sind deswegen nicht niedriger geworden – die schon über ein Jahr währende Siegesserie soll weiter ausgebaut werden. Bender verrät: „Wir haben gesehen, dass wir unsere Stärken im vorderen Teil haben und damit den Gegner gehörig unter Druck setzen können. Jetzt wollen wir den nächsten Schritt machen und auch auf den dritten 500 Metern die schnellste Zeit hinlegen. Ich bin da zuversichtlich.“

Vierer will ein Zeichen setzen

Auch die Vierer-Crew hat sich für den zweiten Weltcup einiges vorgenommen. Nach dem vierten Platz in Belgrad will der deutsche Vierer ohne Steuermann untermauern, dass er mit der Weltspitze mithalten kann. Diesmal wird das Starterfeld noch besser eingeschätzt. Schließlich sind unter den 13 gemeldeten Nationen auch Weltmeister Australien und Vize-Weltmeister Italien. „Die Konkurrenz ist sehr stark, aber wir erhoffen uns, ein weiteres Zeichen setzen zu können. Wir wollen zeigen, dass wir im Vierer auf dem richtigen Weg sind“, so Bender.

Beim ersten Weltcup hatte Felix Drahotta wegen einer wichtigen Prüfung für seine Kfz-Mechatroniker-Ausbildung aussetzen müssen. Nun rotiert der 29-Jährige als Schlagmann für René Schmela ins Boot. Dahinter bleibt die Besetzung bei Peter Kluge, Nico Merget und Felix Brummel.

Großes Starterfeld im Zweier

Im Zweier ohne Steuermann gehen Laurits Follert und Paul Schröter an den Start. Bei seinem ersten internationalen Auftritt musste sich das deutsche Duo mit Platz zwei im B-Finale begnügen. Diesmal soll es höher hinausgehen. „Der erste Weltcup war ganz ordentlich, aber wir wollen noch eine Schippe drauf legen und weiter nach vorne kommen. Die Ergebnisse der Vorbelastung waren gut“, ist Bender optimistisch. Das Starterfeld ist jedoch groß, 23 Boote sind gemeldet.

Eric Johannesen als Ersatzmann dabei

Die Ruderer, Steuerleute und Trainer sind am heutigen Mittwochmorgen in Richtung Österreich aufgebrochen, mit dabei war auch Eric Johannesen: Der Achter-Olympiasieger von London und Olympia-Zweite von Rio de Janeiro ist als Ersatzmann dabei. Der frisch gebackene Vater hatte ein Pausenjahr eingelegt und hart für seine Rückkehr gearbeitet, nun steht der 29-Jährige gemeinsam mit Malte Großmann in Linz für alle Fälle bereit.

Vorläufe werden als Time Trials gefahren

Sämtliche Vorläufe am Freitag werden beim Weltcup in Linz als Time Trials gefahren. Jedes Boot startet dabei im 30-Sekunden-Abstand alleine auf der gleichen Bahn. Aus der Reihenfolge der Zeiten nach 2.000 Metern ergibt sich der weitere Regattaplan.

 

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Beim ersten Weltcup In Belgrad hat der Deutschland-Achter seine Stärke bewiesen und den Sieg geholt.

Fotos: Detlev Seyb

In Österreich müssen sich Hannes Ocik, Richard Schmidt, Malte Jakschik, Jakob Schneider, Torben Johannesen, Maximilian Planer, Felix Wimberger, Johannes Weißenfeld, Martin Sauer einer noch größeren Konkurrenz stellen.

Foto: Detlev Seyb

Felix Drahotta (li.), hier bei Olympia in Rio mit Richard Schmidt und Hannes Ocik, kehrt in den Vierer zurück.

Foto: Detlev Seyb

Für Paul Schröter und Laurits Follert soll es diesmal höher hinaus gehen als beim ersten Weltcup.

Foto: Detlev Seyb

Zeitplan

Der Zeitplan für den Weltcup in Linz-Ottensheim (Österreich) vom 22. bis 24. Juni 2018:

Deutschland-Achter: Freitag, ab 14.15 Uhr (Vorläufe als Time Trials); Samstag, 13.18 Uhr (Hoffnungslauf); Sonntag, 12.03 Uhr (Finale).
Vierer ohne Steuermann: Freitag, ab 11.35 Uhr (Vorläufe), ab 17.00 Uhr (Hoffnungslauf); Samstag, ab 11.54 Uhr (Halbfinale); Sonntag, 10.48 Uhr (Finale).
Zweier ohne Steuermann: Freitag, ab 10.20 Uhr (Vorläufe), ab 16.25 Uhr (Hoffnungsläufe); Samstag, ab 11.06 Uhr (Halbfinale); Sonntag, 9.48 Uhr (Finale).

Termine

23.05.2019: Präsentation Team Deutschland-Achter in Dortmund

31.05. - 02.06.2019: Europameisterschaften in Luzern/Schweiz

21.-23.06.2019: Weltcup in Posen/Polen

12.-14.07.2019: Weltcup in Rotterdam/Niederlande 

17.07. - 04.08.2019: Trainingslager in Völkermarkt/Österreich

12.-21.08.2019: Trainingslager in München

25.08. - 01.09.2019: Weltmeisterschaften in Linz-Ottensheim

06.-08.09.2019: SH Netz Cup in Rendsburg

 

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