Zwei aufsteiger wagen den Sprung

Arne Schwiethal und Torben Johannesen sind neu im Team Deutschland-Achter

Der eine hat den Sprung ins Team Deutschland-Achter schon im vergangenen Herbst geschafft, der andere ist seit Jahresbeginn dabei: Arne Schwiethal vom Ratzeburger Ruderclub und Torben Johannesen (RC Bergedorf), Bruder von Olympiasieger Eric. Beide verstärken die Mannschaft in der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Rio und sind auch im kommenden Trainingslager in Sevilla (21. Februar bis 10. März) dabei. Wie sie von ihrer Nominierung erfahren haben, wie sie im Team angekommen sind und was sie sich nun vorgenommen haben, verraten die Ruderer im Doppel-Interview.

Wie war es, als der Anruf von Bundestrainer Ralf Holtmeyer kam?

Schwiethal (24): Für mich war es eine echte Überraschung, als Ralf mich im vergangenen Herbst angerufen hat, um mich ins Trainingslager einzuladen. Ich habe mich lange im U23-Bereich aufgehalten und mich endlich herangerudert. Umso motivierter bin ich jetzt.
Johannesen (21): Ich kann mich noch genau daran erinnern, als der Anruf kam. Da saß ich gerade auf dem Ergometer. Ich habe mich riesig gefreut. Für mich war die Nominierung auch eine Überraschung. Ich hatte eigentlich damit gerechnet, diese Saison im U23-Bereich zu rudern. Die Chance hier will ich jetzt wahrnehmen.

Wie seid ihr aufgenommen worden?

Schwiethal: Ich bin sehr gut aufgenommen worden. Ich kannte viele ja noch von der U23, zum Beispiel Max Planer, Felix Wimberger oder Peter Kluge, meinen früheren Zweierpartner. Das Training war für mich erst einmal etwas ganz anders, was den Umfang und das technische Niveau betrifft. Aber das hat mich nur motiviert. Mittlerweile habe ich mich an das Pensum auch gewöhnt.
Johannesen: Das kann ich bestätigen, das Training hat auf jeden Fall ein anderes Niveau, ist intensiver. Anfangs war es schwer, da mitzuziehen. Mittlerweile habe ich die Umstellung aber verkraftet und komme gut zu Recht. Ich wurde auch positiv aufgenommen. Alle sind freundlich und nehmen einen als Sportler ernst. Mein Bruder Eric hat mir den Einstieg sicher erleichtert. Wir fahren jetzt auch immer gemeinsam nach Dortmund.

Was habt ihr euch für Ziele gesetzt?

Johannesen: Ich habe mir nicht sofort feste Ziele gesetzt. Ich will immer mein Bestes geben und versuche, mich zu zeigen. Aber ich bin auch hier, um zu lernen und will so viel wie möglich mitnehmen.
Schwiethal: Ich will als nächstes meine Physis weiter steigern und im Zweier mit Björn Birkner weitere Fortschritte machen. Das Trainingslager in Sevilla wollen wir nutzen. Langfristig versuche ich natürlich, in eines der Boote zu stoßen. Man muss gucken, was geht, im Olympia-Jahr sind gewisse Ansprüche schon abgesteckt. Ich werde jedenfalls mein Bestes geben.

12.02.16 I von Felix Kannengießer

2015 ruderte Torben Johannesen als Schlagmann im U23-Achter zu WM-Gold.

Schwiethal (2. v. re.) mit Clemens Ernsting, Tobias Oppermann und Jakob Schneider (v. re. nach li.), mit denen er im vergangenen Jahr bei der Universiade Gold holte.

Arne Schwiethal will sein „Bestes geben“.

Torben Johannesen will „so viel wie möglich mitnehmen“.

Termine

23.05.2019: Präsentation Team Deutschland-Achter in Dortmund

31.05. - 02.06.2019: Europameisterschaften in Luzern/Schweiz

21.-23.06.2019: Weltcup in Posen/Polen

12.-14.07.2019: Weltcup in Rotterdam/Niederlande 

17.07. - 04.08.2019: Trainingslager in Völkermarkt/Österreich

12.-21.08.2019: Trainingslager in München

25.08. - 01.09.2019: Weltmeisterschaften in Linz-Ottensheim

06.-08.09.2019: SH Netz Cup in Rendsburg

 

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