„Ein geiler Tag“ – Breuer feiert Boat-Race-Sieg
Der 24-Jährige führt Cambridge als Achter-Schlagmann beim traditionsreichen Rennen der Elite-Universitäten zum umjubelten Erfolg auf der Themse und blickt schon auf die Deutschen Kleinbootmeisterschaften in München (17.-19. April).Das Rennen in London verlangte ihnen alles ab. 6,8 lange, nicht enden wollende Kilometer von Putney nach Mortlake. Starker Wellengang, der immer wieder Wasser ins Boot kippte, was wiederum mit extra eingebauten Pumpen rausgepumpt werden musste. Mit Oxford ein Gegner, der nie aufgab und immer dranblieb. „Das war insgesamt schon heftig. Die Bedingungen waren schlecht und herausfordernd zugleich. Die Erleichterung war nach so einem harten Rennen und der monatelangen Vorbereitung schließlich riesengroß. Insgesamt war es ein geiler Tag“, sagte Freddy Breuer und schilderte seine Gedanken auf dem letzten Streckenabschnitt: „Trotz der Führung, die wir uns zuvor bis zur Hammersmith Bridge erarbeitet hatten, ging mir immer wieder eins durch den Kopf: Jetzt bloß keinen Krebs ziehen.“ Denn durch einen solchen technischen Fehler hätte sich das Blatt noch einmal komplett wenden können. Der Vorsprung von mehreren Bootslängen wäre schlagartig geschmolzen, im schlimmsten Fall hätte sogar eine Disqualifikation gedroht – so das strenge Boatrace-Reglement, weil sich Cambridge im Oxford-Fahrwasser befunden hatte.
Es blieb beim Gedankenspiel. Die eingefahrene Cambridge-Crew um den Schlagmann vom Bonner RC blieb technisch sauber und überquerte nach 17:56,84 Minuten mit einem komfortablen Vorsprung von 11,4 Sekunden die Ziellinie kurz vor der Chiswick Bridge. Der Jubel der Massen am Ufer war überwältigend, die Siegerehrung der verdiente Lohn für das Geleistete. In Erinnerung bleiben wird sicher auch das große Dinner des Cambridge University Boat Clubs (CUBC) in Westminster mit mehreren hundert Personen. Hier wurden die siegreichen Mannschaften von Cambridge – neben den Männern gewannen auch die beiden Reserveteams mit den Deutschen Leonard Brahms und Alex Finger (Goldie) und Mathilda Kitzmann (Blondie) sowie Nikita Mohr im Leichtgewichts-Boot – noch einmal gebührend gefeiert. Bei der großen Afterparty ging dieser ganz besondere Rudertag im Leben von Freddy Breuer dort zu Ende, wo er begann: in Putney.
Und wie geht es weiter? „Jetzt steige ich mit Leo Brahms in den Zweier. Wir haben knapp zwei Wochen, um uns auf die Deutschen Kleinbootmeisterschaften vorzubereiten“, sagte Breuer. Zunächst trainieren die Beiden in Cambridge, dann geht es mit dem Berliner Ruderclub, dem Verein von Leonard Brahms, in ein Kurztrainingslager nach Varese. Breuer: „Bis gestern stand das Boatrace im Fokus. Jetzt wollen wir uns auch fürs Nationalteam anbieten. Es ist jetzt keine optimale Vorbereitung auf den Zweier. Aber mal schauen, was in so kurzer Zeit geht.“
06.04.2026 | von Carsten Oberhagemann
Das Siegerfoto: Frederik Breuer (hintere Reihe 3.v.l.) mit seinem Team und dem großen Pokal.
Foto: Nordin Ćatić
Termine & Ergebnisse
Saison 2025/2026:
17.-19.04.2026: Deutsche Kleinbootmeisterschaften in München
29.-31.05.2026: Weltcup in Sevilla (Spanien)
12.-14.06.2026: Weltcup in Plovdiv (Bulgarien)
26.-28.06.2026: Weltcup in Luzern (Schweiz)
25./26.07.2026: The Finals in Hannover
30.07.-02.08.2026: Europameisterschaften in Varese (Italien)
23.-30.08.2026: Weltmeisterschaften in Amsterdam (Niederlande)
04.-06.09.2026: SH Netz Cup in Rendsburg
Unser weiterer Weg nach LA2028:
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