Verstärkung für das Trainerteam

Alexander Weihe wechselt zum A-Kader. Larina Wiesen ist neu im U23-Bereich

In der olympischen Saison wird das Trainerteam des Team Deutschland-Achter wieder auf drei Personen aufgestockt. Neben Bundestrainerin Sabine Tschäge und Thomas Affeldt ist Alexander Weihe nun der dritte Trainer, der sich um die aktuell 24 Sportler am Stützpunkt in Dortmund kümmert. Seine Stelle im U23-Bereich übernimmt Larina Wiesen, die bis zum Sommer noch Steuerfrau des Frauenachters war.

Weihe ist seit Oktober im A-Kader dabei. „Ich wurde super aufgenommen. Natürlich kennen wir uns im Trainerteam schon, aber jetzt ist es eine richtige Zusammenarbeit. Wir können jetzt unsere Vorstellungen übereinanderlegen und ich bekomme die Möglichkeit mich einzubringen“, erzählt Weihe. Auch bei der jungen Mannschaft musste er sich nicht groß einführen, viele der Sportler hat er bereits im U23-Bereich trainiert. „Es ist schön, sie jetzt im nächsten Schritt weiter begleiten zu dürfen“, so Weihe.

In Vorbereitung auf die Langstrecke gilt für das Trainerteam das Rotationsprinzip. Das heißt, bei den Zweiern gibt es keine feste Zuteilung, sodass alle drei Trainer die Übersicht über die Boote und jeden gesehen haben. Dennoch ist zu erkennen, dass Weihe sich vor allem den jüngsten Sportlern im Team zuwendet. „Ich verstehe meine Aufgabe auch so, dass ich die jungen Athleten dabei unterstütze, in die Folgejahre überzugehen. Wir wollen mit dem Deutschland-Achter bei Olympia nach vorne und die beiden anderen Boote nachqualifizieren, aber auch die Sportler dahinter nicht vernachlässigen und für einen guten Anschluss nach Paris 2024 sorgen“, erzählt Weihe.

In der Arbeit mit jungen Sportlern hat sich Weihe in den vergangenen Jahren bewiesen. Im Vergleich zum U23-Bereich sieht er aber einige Unterschiede: „Es gibt natürlich eine große Schnittmenge, was beispielsweise die täglichen Abläufe betrifft, inhaltlich unterscheidet sich das Training aber schon. Die Kommunikation ist anders, der Austausch mit den erfahrenen Sportlern erfolgt auf einem sehr hohen Niveau. Und natürlich herrscht eine besondere Stimmung, Olympia ist überall präsent. Ich empfinde es als ein Privileg, gemeinsam mit diesen Sportlern etwas zu entwickeln.“

Weihes Engagement gilt zunächst für die Olympiasaison. Wie es nach Paris weitergeht, ist noch nicht final entschieden, zumal für Weihe auch die Lehramtstätigkeit (Deutsch/Sport) eine Option ist. Gerade schreibt er seine Masterarbeit zum Thema „Differenzielles Lernen im Hochleistungsrudern“ – ein Thema, welches aktuell in Zusammenarbeit mit der TU Dortmund und Messtechniker Dr. Stefan Weigelt biomechanisch untersucht wird und dass auch den Stützpunkt Dortmund auf lange Sicht nach vorne bringen könnte. Weihe arbeitet auf allen Ebenen am Erfolg.

Larina Wiesen neu im U23-Bereich

Die frei gewordene Stelle im U23-Bereich ist auch schon wieder besetzt: mit Larina Wiesen, die viele noch unter dem Namen Hillemann kennen. Die Ehefrau von Jonas Wiesen war lange Steuerfrau des Frauenachters, hat unter anderem EM-Silber gewonnen. Im Sommer 2023 beendete sie ihre aktive Laufbahn als EM-Vierte im Frauenachter.

Der nächste Schritt erschien fast logisch. „Als Steuerfrau war ich ohnehin immer Schnittstelle zwischen Team und Trainer“, erzählt Larina Wiesen. Im Anschluss an ihre aktive Karriere sammelte sie schon erste Trainererfahrungen bei der U23-EM, wo sie kurzfristig den Frauen-Doppelzweier übernahm und im größten Teilnehmerfeld Platz fünf erreichte. Bereits im Vorfeld der U23-EM hatte sie mit U23-Bundestrainer Christian Viedt gesprochen und so ging es danach am Stützpunkt Dortmund weiter.

„Wir waren uns schnell einig, aber geplant war das nicht“, verrät die 27-Jährige. Eigentlich hatte sie Wirtschaftspsychologie studiert und wollte in diesem Bereich arbeiten. Als sie aber als Werkstudentin erste Einblicke erhalten hatte, merkte sie: „Es fehlte was. Mir macht es einfach Spaß, Menschen zu entwickeln. Als Trainerin kann ich beide Bereiche verbinden. Ich will mich auf den Trainerjob zu 100 Prozent konzentrieren und dem Ganzen eine Chance geben.“

In der großen U23-Trainingsgruppe mit 20 Männern, 4 Frauen und jetzt auch 4 Trainern – neben Larina Wiesen und Christian Viedt sind dies noch Friedrich-Wilhelm Bücker und Peter Thiede – hat sie sich gut eingefügt. „Manchmal ist es noch ungewohnt, dass ich jetzt auf der anderen Seite stehe. Als aktiver Athlet kann man sich manchmal nicht vorstellen, was alles an Planung und Organisation an Land anfällt. Jetzt merke ich langsam, welche Faktoren da alle mit reinspielen. Ich komme aber erstaunlich schnell rein“, berichtet Wiesen, die mit dem aktiven Rudersport nun auch abgeschlossen hat. „Manchmal juckt es zwar noch in den Fingern, aber ich freue mich, nun aus einer anderen Perspektive helfen zu können.“

26.11.2023 | von Felix Kannengießer

Alexander Weihe und Larina Hillemann.

Termine

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SH Netz Cup in Rendsburg (6.-8. September 2024)

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