„Die Vorfreude ist groß“

Nach seiner Nominierung als Schlagmann des Deutschland-Achter spricht Marc Kammann im Interview über seine Eindrücke

Die Besetzungen des Team Deutschland-Achter für die Europameisterschaften im slowenischen Bled (25.-29. Mai) wurden beim Medientag am Stützpunkt Dortmund vorgestellt. Neu im Deutschland-Achter ist neben Max John auch Marc Kammann, der in der vergangenen Saison im Vierer ohne Steuermann ruderte. Der 25-Jährige wird als Schlagmann im Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes sitzen. Wie er die Nominierung aufgenommen hat, woran im Deutschland-Achter nun gearbeitet wird und wie er auf die kommenden Wettbewerbe schaut, verrät Kammann im Interview.

Wie fühlt es sich an, für den Deutschland-Achter nominiert worden zu sein?

Marc Kammann: Sehr gut, es macht mich glücklich und auch ein bisschen stolz. Es ist der Lohn für das, was ich geleistet habe in den letzten Jahren. Das war nicht immer ganz einfach, vor allem in der Coronazeit. Ich habe jetzt richtig Bock, es macht viel Spaß mit den Jungs im Achter zu fahren. Die Vorfreude auf die Saison ist groß.

Wie gehst du die Rolle als Schlagmann an?

Marc Kammann: Die Rolle des Schlagmanns kenne ich schon aus anderen Bootsklassen, da ändert sich für mich nicht viel. Im letzten Jahr war ich Schlagmann im Vierer ohne Steuermann. Jetzt habe ich halt sieben statt drei Ruderer hinter mir. Natürlich verändert sich was an der Dynamik, aber ich habe auf keinen Fall Angst vor der Aufgabe.

Woran arbeitet ihr jetzt im Deutschland-Achter?

Marc Kammann: Vor allem an der Kompaktheit und der Synchronizität. Wir müssen alle exakt aufeinander eingespielt sein beim Rudern. Physisch sind wir vielleicht noch nicht ganz auf dem Stand wie die absolute Weltspitze, umso besser müssen wir es technisch hinkriegen. Daran arbeiten wir hart und sind auf einem guten Weg.

Die EM steht vor der Tür, wie blickst du darauf?

Marc Kammann: Wir freuen uns schon sehr auf den ersten richtigen Wettkampf im Achter. Dementsprechend bin ich schon ein wenig aufgeregt, wenn man das so nennen kann. Es ist eine positive Anspannung, denn bei der EM können und wollen wir das erste Zeichen setzen. Wir wollen die Topboote möglichst lange und möglichst doll ärgern.

Wie schaust du auf die Saison, mit der WM als Olympia-Qualifikations-Regatta?

Marc Kammann: Das ist ein ähnliches Thema für mich. Es kommen dann noch die Nationen aus Übersee hinzu, die gilt es auch zu schlagen. Platz fünf ist unser oberstes Ziel bei der WM, um die Olympia-Qualifikation zu sichern. Das wird ein hartes Stück Arbeit. Aber wir sind bereit, das zu leisten. Ich sehe gute Chancen bei unserem Team.

Wie ist die Stimmung im Team?

Marc Kammann: Bei uns herrscht insgesamt eine relativ gute Teamchemie, wir gehen freundschaftlich miteinander um. Das hat sich jetzt schon über die gesamte Saison so herausgestellt, trotz der zwischenzeitlichen Konkurrenz im Zweier. Ich sehe das positiv: Wir können gut miteinander arbeiten. Wenn wir das jetzt auch im Deutschland-Achter umsetzen, bin ich zuversichtlich.

19.05.2023 | Interview: Felix Kannengießer

Marc Kammann auf der Position des Schlagmanns im Deutschland-.Achter.

„Wir arbeiten an der Kompaktheit und der Sychronizität“, sagt Marc Kammann im Interview.

Interviewgeber bei der Team-Präsentation: Marc Kammann.
Fotos: Detlev Seyb und Maren Derlien

Termine

Präsentation Team Deutschland-Achter (Dortmund, 04. April 2024)
Weltcup in Varese (Italien, 12.-14. April 2024)
EM in Szeged (Ungarn, 25.-28. April 2024)
Qualifikationsregatta in Luzern (Schweiz 19.-21. Mai 2024)
Weltcup in Luzern (Schweiz, 24.-26. Mai 2024)

Weltcup in Poznan (Polen, 14.-16 Juni 2024)
Trainingslager in Völkermarkt (Österreich, 18. Juni - 3. Juli 2024)
Trainingslager in Ratzeburg (11.-20. Juli 2024)
Olympische Spiele in Paris (Frankreich, 27. Juli - 3. August 2024)
SH Netz Cup in Rendsburg (6.-8. September 2024)

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