„Eine außergewöhnliche Rolle“

Mark Hinrichs und Tom Tewes sprechen im Doppel-Interview über ihren Part im Deutschland-Achter

Tom Tewes und Mark Hinrichs haben in dieser Saison eine besondere Rolle inne. Nominiert wurden sie im Juni nicht als klassische Ersatzmänner, sondern als fester Bestandteil des Deutschland-Achter, weil wegen der Corona-Pandemie immer noch besondere Verhältnisse herrschen und schon damals klar war, dass Olaf Roggensack und Laurits Follert wegen ihrer Ausbildung bei der Bundespolizei nicht an der WM teilnehmen können werden. Im Trainingslager in Völkermarkt sind die beiden 21-Jährigen im Deutschland-Achter voll im Einsatz. Normalerweise wird gerudert, am Mittwoch jedoch hat das Team den Hochobir erklommen und am Gipfelkreuz von oben auf den Völkermarkter Stausee geblickt. Nach der Wanderung haben Hinrichs und Tewes trotz schwerer Beine im Doppel-Interview Rede und Antwort gestanden.

Wie fühlt ihr euch in die Achter-Crew integriert?

Tom Tewes: Auf jeden Fall ganz gut. Eigentlich habe ich fast die ganze Saison immer wieder im Achter gehockt, weil oft jemand gefehlt hat. Deswegen läuft auch das Zusammenspiel gut. Natürlich hat man gemerkt, wenn man mal zwei Wochen nicht im Achter saß, aber es waren dann nur kleine Schritte, um wieder richtig in den Flow zu kommen.
Mark Hinrichs: Wir haben in dieser Saison eine außergewöhnliche Rolle, die in der Regel so nicht vorgesehen ist. Dennoch habe ich nicht das Gefühl, dass wir abseits des Teams stehen. Ich habe viele Kilometer im Achter gemacht und habe mich im A-Kader gut eingelebt. Deswegen fühle ich mich auch sehr gut integriert.

Wie ist die Saison für euch jeweils verlaufen?

Mark Hinrichs: Es waren zwar Einsätze im Achter regelmäßig geplant, aber sie kamen unverhofft oft. Für das Team wäre es sicher besser gewesen, wenn es keine Ausfälle gegeben hätte, aber mir persönlich hat es geholfen, nicht den Anschluss zu verlieren und mich weiterzuentwickeln. Das Achterfahren war für mich in dieser Saison immer präsent, im Training und in Wettbewerben wie beim Weltcupsieg in Posen. Trotzdem ist es jetzt nochmal ein bisschen was anderes, wo ich fest im Achter sitze. Ich merke, dass ich eine andere Verantwortung und neue Aufgaben habe.
Tom Tewes: Es war eine ungewöhnliche Saison, zumal es ja auch meine erste Saison im A-Kader ist. Nach der Deutschen Kleinbootmeisterschaft ging es sofort mit den Weltcups los und danach ging es Schlag auf Schlag weiter. Zuletzt war ich bei der EM in München im Achter drin. Egal, ob ich im Zweier oder im Achter gerudert habe, ich habe immer versucht, das Beste mitzunehmen.

Wie läuft es im Trainingslager Richtung WM?

Mark Hinrichs: Es läuft eigentlich ganz gut. Ich hatte kurz vorher ein bisschen Rückenprobleme, davon merke ich jetzt dank des tollen Einsatzes des Ärzte- und Physioteams nichts mehr. Im Achter haben wir auf jeden Fall noch Schritte zu gehen bis zur WM und darüber hinaus, aber die Motivation und der Arbeitseinsatz sind sehr hoch. Auch die Kommunikation im Team ist einfach gut. Wir wollen etwas bewegen und arbeiten jeden Tag daran. Das gefällt mir sehr gut.
Tom Tewes: Mit der Arbeit im Trainingslager können wir bislang recht zufrieden sein. Es gab eigentlich nur eine Einheit, die nicht besonders gut gelaufen ist, ansonsten kommen wir sehr gut voran. Die Arbeit macht richtig Spaß. An die WM denke ich aber noch nicht. Ich mache da den Kopf aus und konzentriere mich voll auf die Einheiten.

25.08.2022 | Interview: Felix Kannengießer

 

Tom Tewes und Mark Hinrichs im Einsatz im Deutschland-Achter im Trainingslager in Völkermarkt.

Das Team Deutschland-Achter bei der Wanderung auf den Hochobir.

Termine

SH Netz Cup in Rendsburg

Freitag, 30.09.: Ergo-Cup im Rendsburger Hafen (19.30 Uhr)
Samstag, 01.10.: Sprintrennen im Rendsburger Hafen (16.10 Uhr)
Sonntag, 02.10.: 12,7-Kilometer-Langstrecke von Breiholz nach Rendsburg (13.10 Uhr)
Nationen: Deutschland, Niederlande, USA, Ukraine

TV-Übertragung:
NDR Schleswig-Holstein Magazin (Fr., ab 19.30 Uhr)
NDR live (So., 13.00 Uhr - 14.00 Uhr)
Weitere Infos: shnetzcup.de

Deutschland-Achter GmbH
An den Bootshäusern 9-11
44147 Dortmund

Telefon: 0231-985125-11
Telefax: 0231-985125-25
info@deutschlandachter.de